Tag der Deutschen Einheit Spezial: Heiko Strohmann – Von Rostock nach Bremen

Shownotes

Diese Ankommgeschichte startet in der Hansestadt Rostock. Heiko Strohmann, gebürtiger Rostocker, erzählt im Podcast, wie er in Bremen nicht nur angekommen ist – sondern richtig heimisch wurde. Vom Schausteller-Dasein bis zur politischen Verantwortung als Landesvorsitzender der Bremer CDU. Mit uns spricht er über Gröpelingen, über Vorurteile und darüber, was echte Stadtteilarbeit für ihn bedeutet. Und natürlich über sein größtes Herzensanliegen: den Sport. Wie die Brezel nach Bremen kam und wie Teigtaschen Verbundenheit schaffen, erfahrt ihr im Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Bremen Podcasts.

00:00:15: Zum Tag der Deutschen Einheit, wir beschäftigen uns in mehreren Episoden mit Ankommengeschichten Und in der heutigen Folge werden wir früher oder später wahrscheinlich über eine wahrliche Prämenzier, die den Bremer Freimarkt sprechen.

00:00:32: Aber das ist erstmal nicht der Fokus und zwar habe ich heute Heiko Stroman zu Gast.

00:00:38: Hallo!

00:00:40: Ich freue mich sehr dass Sie da sind.

00:00:42: Wir können ja mal kurz eine Kurzzusammenfassung Ihres Lebens kann ich einmal einmal so anmoderieren oder erzählen, wie ich es so auf ihrer Webseite gefunden habe.

00:00:53: Aber das ist die Kurzversion und daraus ergibt sich denke ich ein detailliertes Gespräch was auch ganz viel mit Rostock, einem Ost-West Verständnis usw.

00:01:03: und vielleicht Backwaren zu tun hat!

00:01:05: Ja, mit

00:01:07: Backfaden.

00:01:08: Genau wie das Brezel nach Bremen kam.

00:01:11: Aber wir wollen es noch nicht verraten.

00:01:13: Verraten ist erst später.

00:01:14: alle sollen dran bleiben!

00:01:17: Also ich habe hier von Ihrer Webseite rausgefunden.

00:01:22: Sie sind Jahrgang- und aus Rostock und waren

00:01:28: ein

00:01:29: Kind der DDR Und hier steht, ja bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr aufgrund seiner Sozialisation in einer kommunistisch geprägten Familie der DDR positiv eingestellt.

00:01:40: Erst als das Studium ihm verboten wurde, also ihnen verboten wurden haben sie eine oppositionelle Haltung angenommen.

00:01:50: Das muss man vielleicht einmal ein bisschen erklären...

00:01:53: Also aus der Haltung ist da Studienverbot entstanden

00:01:56: und dann so.

00:01:59: Genau, also sie haben die Berufsausbildung mit Abitur gemacht.

00:02:02: Vielleicht kann man das auch noch mal für Leute erklären, die eben keine Kontakte haben in der DDR?

00:02:09: Denn es ist ja nicht so einfach gewesen, ein Abiturt zu machen.

00:02:12: Nein,

00:02:12: das ist richtig.

00:02:13: und aber jetzt nochmal die Berufsausbildung wird abitur.

00:02:16: Das ist eigentlich ein gutes Modell und man hat in der DDR wenn man technische Berufe studieren wollte, also Maschinenbau zum Beispiel oder Schiffstripstechnik dann hat man nebenbei auch noch einen den den fachlichen beruf also ganz normale schlosser ausbildung war das.

00:02:32: damit lernte man feilen schmieden schweißen was man so braucht was praktisch immer ganz gut war weil wenn man dann irgendwann ingenieur war hatte man dann auch praktisches verständnis nicht nur theoretisch dass wir eigentlich auch mal ein Modell für die Bundesrepublik gibt es zum Teil.

00:02:46: Und bei Geisteswissenschaften konnte man eben nur Abitur machen.

00:02:50: und wie gesagt bis zu meinem siebzehnten, achtzehn Lebensjahr lief das alles perfekt.

00:02:55: Ich war der Stolz meiner Eltern, ich war der stolz der Partei der FPJ und bin dann so bisschen hab' fragengestellt und diese Fragen hätte man mir einfach beantworten können weil zu dem Zeitpunkt habe ich das jetzt noch gar nicht so despiktärisch gefunden Aber die Reaktion hat mich eigentlich nachdenklich gemacht.

00:03:14: Und wie junge Leute so sind, die sind manchmal auf Krawall und dann richte ich sofort und du musst dich jetzt fügen und halt die Klappe und stell dich wieder ins Kollektiv.

00:03:24: das war ja immer das klassische Modell Und das habe ich nicht gemacht und bin dann völlig entglitten aus der Sicht, bin dann aus meiner Familie.

00:03:33: Genau!

00:03:33: Sie wurden auch noch ausgeladen

00:03:35: bei Feiern?

00:03:35: Ja genau.

00:03:36: Weil muss dazu sagen, dann wird immer einer tanzt sozusagen aus der Reihe und der Rest der Herde oder was auch immer, der Familie sagt dann so okay wir müssen uns distanzieren sonst fährt es auf uns ab oder so.

00:03:48: also so kann man das...

00:03:51: Das war für mich das persönlich war das natürlich mein Onkel, der Bruder meine Mutter Der war beim Zoll, der hatte dann eine Sonderfunktion, irgendwie Zigaretten-Schmuckl und solche Sachen.

00:04:01: Also er war auch schon sehr verbendet mit der Staatssicherheit und wurde nicht befördert und hat das dann mir... also ich schuld war ich und hat mich dann vor versammelte Mannschaft ändertrengesoliert und mein Vater hat sich nicht für mich eingesetzt Und das war so ein Schlüsselerlebnis.

00:04:19: Ich habe meinen Frieden gemacht mit meinem Vater.

00:04:22: Heute als Erwachsener kann man das ja auch verstehen.

00:04:25: Aber ich will nur sagen und das unterscheidet uns eigentlich eben unser System, was wir hier in Deutschland jetzt haben ist.

00:04:32: dass wir eben auch mal, wenn Jugendliche sich ein bisschen schräg verhalten nicht sofort die Systemfrage stellen sondern darauf eingehen und das reguliert sich dann irgendwann auch nochmal.

00:04:41: lieber noch einmal mit den Reden anstatt immer zu drangsalieren.

00:04:44: Das war ja so ein systemisches Problem der DDR oder eine Diktatur solange du immer schön in der Reihe läufst läuft alles gut sobald du mal ne Frage stellst.

00:04:55: Da ging es über den Hitler Starling-Pakt.

00:04:58: also eigentlich keine Systemfrage, sondern weil ich eben ein absoluter Geografie und Geschichte-Fan war.

00:05:05: Und dann habe ich ein paar Fragen gehabt dazu und mein Lehrer, dann wurde ich gleich unter Rektor und dann wirklich das volle Programm und ich hab nur Glück gehabt dass mein Klassenlehrer damals so gut war sonst hätte ich das wäre schon im Abitur rausgeflogen.

00:05:21: es durfte sich da noch machen Berufsausbildung oder Abitura aber es hatte für mich denn keine Relevanz mehr weil Studien verbot.

00:05:27: Und da war dann eigentlich.

00:05:29: mit neunzehn war ich eine gescheiterte Existenz und wusste eigentlich, dass ich hier aus diesem Land raus muss.

00:05:34: Wusste nicht wie aber ich wusste auch nicht wohin und was und was mich erwartet.

00:05:38: Aber klassisch Bremen alles ist besser als der Tod.

00:05:42: Und so bin ich denn im Bremen gelandet.

00:05:44: Ja das ist ja total die inhaltliche Klammer an irgendwie aber dann auch noch.

00:05:49: So gab es nicht.

00:05:50: auch sowas Wie dieser moment haben sie durch einen anderen interview gesagt ja Ich habe von einem gehört der sich auskann mit wirtschaft.

00:06:00: Das war mein Vater.

00:06:01: Mein Vater war ja Spitzenfunktionär, der war ... im Schiffbau, in der Konzernleitung würde man das hier sagen.

00:06:09: Damals ist es... Das war Vib-Kombinat-Schiffbau.

00:06:12: Das war die Hohlding und in der DDR war ja Schiffbau alles.

00:06:16: Es war alles in dieser Firma drin, Maschinenbau wo die Motoren gebaut werden nicht nur rein und die werften.

00:06:23: Mein Vater hatte eine wichtige Funktion, er war Ökonom von Haus aus.

00:06:30: In den achtziger, dreiundachtzig war das im betrunkenen Zustand.

00:06:34: Hat er wieder mit meinen Brüdern also meine Brüder waren auch sehr rennitent sag ich mal die haben immer viel in Frage gestellt wie junge Menschen so sind und hat dann mal irgendwann gesagt ach ist es sowieso egal spätestens zweihundneutsig gehen hier die Lichter aus weil du kannst keine Schiffe für eine Markt bauen.

00:06:49: unter Achtzig fände ich an die Russen verkaufen.

00:06:51: So und und das war ja auch das was ich viel später ja auch erst Mitgekriegt habe und was für Lebenserfangen mein Vater hatte.

00:07:00: Und wie er sich selber verraten hat, sich selber ja verratenen hat und damit umgehen musste und sich wie Wochenende dann sage ich mal lieber die Birne haben sie sich die haben sich denn alle die wir Birne weggesoffen im wahrsten Sinne des Wortes und sind dann Montagmorgen trotzdem zur Arbeit gegangen und wussten aber es ist eigentlich Quatsch.

00:07:18: Ich schreibe hier ich berechnete hier Finanz Pläne untergleichen und die Parteisaft, dass es quatscht.

00:07:23: Du darfst das nicht ökonomisch stehen, du musst das ideologisch

00:07:26: sehen.".

00:07:26: Und das ist schon schrecklich!

00:07:28: Da gibt's übrigens ein neues Buch Das Narren Schiff.

00:07:31: Das kann ich nur empfehlen von Christian Hein.

00:07:34: Das zeichnet im Grunde um die ganze DDR in so einem Abschnitt von forty-fünf bis neunund achtzig auf.

00:07:41: Ich hab da mein Vater wieder erkannt also nicht persönlich sondern das ist an einen Ökonomen.

00:07:45: genauso ging

00:07:46: Ja, das ist total interessant.

00:07:47: Denn es gibt ja noch ein anderes neues Buch von Peggy Medler.

00:07:50: Das heißt Selbstregulierung des Herzens.

00:07:52: Da geht's um das ganze Thema Kybernetik.

00:07:55: Die hat das auch in so einem alten... Also sie kann auf die Idee als in Thüringen in so einer alten Fabriksbibliothek, die aufgelöst wurde.

00:08:05: Also alles sollte, glaube ich, abgerissen werden.

00:08:07: Da hat sie so ein Buch über Kubernetes gefunden und so weiter.

00:08:09: Und dann hat sie darauf aufbauend noch einen Buch gemacht auch zu diesem ganzen Thema in der DDR.

00:08:15: Und auch so einen Seitenstrang.

00:08:17: also neben diesen ganzen Themen dass Sie die Menschen versuchen hier sich mit Wirtschaft auskennen zu gucken ja wie kann es besser werden?

00:08:25: kommen dann immer wieder an die Grenzen, dass irgendwo gesagt wird leider wir machen das trotzdem so und so.

00:08:29: Und diese ja so viele Fahre von wie versuchen Menschen trotzdem da zu sein und was zu machen?

00:08:36: Und andere wieder gehen gibt es eben auch noch diesen zweiten Strangen wo sie schon irgendwie im übertragenen Sinne zeigt, dass andere sich so flüchten ins Kleine, also wie man sich flüchtet in den vielleicht ins Feiern oder eben Brandenburger, Umland irgendwie in die Datsche.

00:08:56: Am See?

00:08:58: Ja, das ist private.

00:08:58: Das haben meine Eltern

00:08:59: auch gemacht.

00:09:00: Genau so und das ist jetzt noch auf der Shortlist des Buchpreises also

00:09:06: es

00:09:06: ist gerade total auch in der Luft.

00:09:08: Jetzt wo wir dieses Jahr in Greben mal wieder feiern nach sechzehn

00:09:12: Jahren.

00:09:13: Und das ist ja das Problem was wir nach wie vor haben in Deutschland dass wir viel zu dass wir gar nicht akzeptieren, dass wir siebzehn Millionen neue Bürger gekriegt haben.

00:09:26: Die aber ungefähr mindestens fünfzehnten Millionen unterschiedliche Biografien hatten und jede Biografie ist anders das auch anders erlebt haben.

00:09:34: es gab ja ob nachterwende gab es hier auf viele Gewinner.

00:09:37: also ich gehöre zum beispiel her dazu die jungen leute also ich war ja damals einundzwanzig das waren die gewinne.

00:09:43: und die ganz alten also die mein stiefvater Der ist in Rente gegangen.

00:09:49: Das war ein absoluter Gewinner, weil er richtig Rente gekriegt hat, mit richtigen Geld auch und die Kriegsgefangenschaft mit angerechnet wurde und all diese Geschichten.

00:09:58: Aber alles dazwischen meine Halbschwester waren damals ihr Mann, die waren damals um die vierzig.

00:10:04: Das waren die absoluten Verlierer, die sind von einer ABM-Maßnahme in die andere gelaufen haben sich aber nicht abschütten lassen.

00:10:10: so Das ist ja das was mich nach wie vor ärgert, dass wir das immer abtun.

00:10:15: Ja ihr habt ja alles von uns gekriegt.

00:10:17: und die anderen sagen also der Osten sagt denn ja ihr habt uns ja ente occupiert und unser euer Leben auf übergestülkt.

00:10:24: es ist beides falsch so.

00:10:26: aber nichtsdestotrotz wird man keine hundertprozentige lösung finden weil ich glaube schon so eine wiedervereinigung das ist keine blau pause hat keine blaupause gehabt.

00:10:36: das ist einmalig dass wir einfach reden müssen.

00:10:40: Das hilft manchmal, dass man einfach zumindest sagt so habe ich das jetzt gar nicht gesehen wie du mir das gerade erzählst was dir da passiert ist oder auch umgekehrt.

00:10:50: Jetzt verstehe ich dich auch warum du manchmal ein bisschen arrogant bist weil du das halt raus weil du dich durchsetzen musst.

00:10:56: Weil es eine andere Druck auf war und solche Sachen.

00:10:59: Das ist eigentlich wichtig und das kommt mir... ...sechsunddreißig Jahre lang ehrlicherweise nicht so richtig zum Zuge.

00:11:06: Nach wie vor meine Geschichte auch in der CDU und Deutschland, da gibt es ja auch die eine oder andere Interview.

00:11:12: Das eine oder anderen Interview!

00:11:14: Ja genau wir sind hier noch gar nicht im Bremen angekommen.

00:11:16: Wir sind eigentlich noch neunundachtzig und das ist ja eine Jahreszahl, die viele... also diese sind nun wirklich präsent.

00:11:22: Da muss man jetzt oft nicht lange überlegen wann war das nochmal?

00:11:26: Ihre ankommengeschichte in Bremen, die ist ja nicht unbedingt unspektakulär

00:11:31: Nein, die ist eigentlich sehr spektakulär.

00:11:33: Also angefangen hat eigentlich alles im Mai, in der ich meine Brüder mit seiner Frau durfte.

00:11:39: Ich habe einen älteren Bruder und er hatte auch zum Teil so ein Vaterbezug schon zu mir.

00:11:46: Er war acht Jahre älte und hat sehr früh geheiratet.

00:11:51: Seine Frau hatte eine Tante in Fegesack und sie hatte sechzigsten Geburtstag und die beiden durften fahren.

00:11:59: Dann war klar, dass die da bleiben.

00:12:01: Ich habe dann den Rest also die Firma abgewickelt weil ich war ja dann war schon der DDR Schausteller Weil das die einzige Branche war, die rein privatwirtschaftlich organisiert war und wo ich meine Ruhe hatte, wo mich keiner transalieren konnte Und wir ja eigentlich mein Bruder und ich eigentlich.

00:12:17: für uns war eigentlich klar Der kam in eighty von der Armee zurück Also Grundverdienst gemacht Dass wir jetzt das Organisier die Flucht Ausreise, was auch immer wir vor uns war das Gäste.

00:12:29: Naja die sind dann gefahren und dann ging das.

00:12:32: im Grunde genommen ist er da geblieben Und der durfte der wollte gerne in Bremen leimen.

00:12:37: Bremen hatte zu dem Zeitpunkt Aufnahmestopp.

00:12:40: Ja ich dachte irgendwie an Hildesheim.

00:12:42: Genau und der ist dann nach Hildesham gegangen weil er da auch Freunde aus Rostock waren da auch Dann ist er nach Hildeheim gegangen.

00:12:52: Bei mir war die Flucht über die Prager Botschaft.

00:12:55: Ich habe dann die Firma von ihm abgewickelt und die Ausreise der Kinder organisiert.

00:13:00: Die hatten ja noch zwei tubaterne Kinder.

00:13:03: Ich hab das organisiert mit dem damaligen Wolfgang Schnur, damals die rechte Hand von einem Vogel vom Anwalt aus Rostock.

00:13:11: Der Schnur war der Gründer des demokratischen Aufbruchslachern in der Wendezeit und wurde als IM dann noch kurz vor der Volkskammer war, das war ein Stalsiemann.

00:13:22: Also das Rechtsanwalt ist da hingegangen hat sein Herz geöffnet und das ging dann eins zu eins an die Staatssicherheit.

00:13:30: Mit der Flucht über die Prager Botschaft war ja eigentlich spontan und eine dumme Idee im Nachhinein betrachtet jetzt als Erwachsener.

00:13:39: Ich habe Genscher im Fernsehen gesehen, im Heute-Journal heute ist ihre Ausreise diese berühmte Szene auf dem Balkon.

00:13:46: Und dann hab ich zu meinem anderen Bruder, der ist wieder bei den Rostock geblieben und gesagt haben wir jetzt kommen was einmal geht Wir fahren jetzt nach Dresden Die sollten hier über Dresd'n fahren.

00:13:58: Das war so die geniale Idee.

00:14:01: und dann merken wir auf der Fahrt dahin, dass das alles nicht funktioniert.

00:14:05: Der Bahnhof ist abgeriegelst, Straßen schlachten.

00:14:07: Und da ich sage, weißt du was?

00:14:08: Wir sind sowieso hier unten.

00:14:10: Wir fahren einfach nach Prag weiter.

00:14:11: Was einmal geht, geht vielleicht zweimal

00:14:14: an.

00:14:14: Sind Sie mit dem Zug gefahren?

00:14:15: Nein, mit einem Auto.

00:14:16: Wir haben uns ein Auto geliehen.

00:14:17: Das war ja auch... Ich habe mir dann...

00:14:18: Ah, ja!

00:14:19: Da musste noch einer mitkommen.

00:14:21: Genau mein Bruder ist jetzt gekommen.

00:14:23: Er hat das Auto wieder zurückgenommen weil ich hatte mir das von einem Bekannten geliehnt Hab gesagt, ich muss da mal einen Tag wegfahren.

00:14:29: Der wusste aber nicht wohin.

00:14:31: und dann sind wir nach Prag und mein Bruder ist dann auch... Ich habe zu meinem Bruder den Sonntag nachts angekommen.

00:14:36: Dann hatten sie am Montag morgens die Grenzen ja geschlossen worden.

00:14:40: Und also schon die Fahrt alleine das wäre schonmal eine Stunde Fahrt.

00:14:43: Also dass wir überhaupt über die Grenze gekommen sind.

00:14:46: Und dann hat mein Brudermontag morgen gesagt, weißt du was denn?

00:14:50: Ich sag zu meinem Broder fahren wir nach Hause weil entweder komme ich mit dem Zug zurück Oder mal sehen was hier dann passiert so und weil ich ja gemerkt habe mut auch morgen dass noch paar tausend andere diese gleiche idee hatten also die der vor platz war ja schon wieder voll die die bodschaffer geschlossen aber um zu wars schon waren schon menschenmarsch man hatte ihnen das auch sofort angesehen, was die da wollten.

00:15:12: Mein Bruder ist denn zurückgefahren und dann hat er nur erzählt im nachhinein als sie grenzt der Grenzer sehr überrascht war, dass nun einer genau in die DDR zurückwollte.

00:15:21: Er war ja auch noch relativ, er war ja irgendwie Ende, Ende zwanzig und dann war ich in Prag und dann hat das ja auch relativ schnell geklappt, dass wir dann in die Bundesrepublik durften.

00:15:30: und dann bin ich im Hof angekommen nach dem Zug, nach der Zugfahrt und dann sagten sie den Hof weil die Übergangslager entgießen und so, die waren ja alle brechenvoll.

00:15:39: Wer Verwandtschaft bekannte Freunde hat, soll erst mal bitte zu denen nach Hause.

00:15:43: So bin ich dann zu meinem Bruder nach Hildesheim.

00:15:46: Hab mich denn da gemeldet?

00:15:48: weil ich hatte hier auch keine Papiere.

00:15:49: Ich musste mich ja komplett anregen.

00:15:50: Ich war ja im Monum... Ich hatte meinen Führerschein Gott sei Dank mit ansonsten nichts.

00:15:56: und naja jedenfalls sind wir in Hildeshheim Und nach Bremen sind wir eigentlich dann im Herbst.

00:16:02: also ist erstmal

00:16:04: ohne Gepäck ne?

00:16:05: Ja, ich hatte das was ihr auf dem Leib hatte.

00:16:08: Also nicht

00:16:08: mal ein Buchsack oder

00:16:09: so?

00:16:10: Nein, nein!

00:16:10: Ich hatte nur noch keine Zahnbüste oder so.

00:16:12: Das war jetzt wirklich so spontan, weil ich durfte ja... also ich hatte meine Papiere habe ich erst mitgenommen hab dann aber auf der Fahrt zur Grenze in die Schächsloberkeit damals Dann überlegten, das ist ja aber blöd.

00:16:24: Die lasst mal hier und dann habe ich das... Und das war eigentlich unser Glück warum wir überhaupt über die Grenze kamen.

00:16:28: Wir haben einen entfernten Großkursengen, die wohlten direkt in Saifennersdorf auf deutscher Seite an der schächlichen Grenze.

00:16:36: Der war da bekannt, er war ja Grenzgänger tagtäglich.

00:16:39: Bei dem waren wir und dann hab' ich gesagt Ich lass mal meine Papiere hier falls nicht denn die uns kontrollieren wofür brauchst du Schulzeugnis um in den Urlaub zu fahren?

00:16:48: So, das sind wir über die Grenze.

00:16:49: und dann sagten sie uns was... Sie haben ja gar keinen Gepäck.

00:16:52: Haben gesagt Ja!

00:16:53: Wir hatten Motor mit einem Auto hier in Schaden Und unser Cousin hier Ich weiß nicht wie der Uwe hießt er Der hat hier...der kennt hier einen Kfz-Schlosser.

00:17:02: Dann haben die uns das hier repariert dem Motor und alles.

00:17:04: und deswegen Das Gepagg haben unsere Frauen schon mitgenommen Damit ihr unseren Ferienheim da in Karlsburg damals Kalovivari nicht verloren geht.

00:17:12: Also die Geschichte haben die denn abgenommen?

00:17:13: Und das war..ja ok Wie gesagt, ich hatte dann das was ich auf dem Leib hatte.

00:17:18: Das war so weit kein Problem.

00:17:22: Ich wusste ja nie dass Deutschland so ein Staat ist.

00:17:25: Das wurde uns ja in der DDR mehr so erzählt.

00:17:28: aber eigentlich war ja Deutschland dieser Sozialstadt der uns im Osten mehr erzählt wurde was die DDR eigentlich war und ich hatte ja gar keine Ahnung.

00:17:37: Ich saß denn da beim Arbeitsamt und dann habe ich dem so erzählt als ich gemacht habe was ich für eine Ausbildung hatte Und ich wusste aber, ich war einundzwanzig.

00:17:45: Ich hatte Abitur und hätte ja noch studieren können.

00:17:47: Ich habe gedacht mit einund zwanzig bist du zu allem zum Studieren in DDR.

00:17:54: Da hattest Du denn schon was?

00:17:56: Mit fünfundzwantig fertig!

00:17:58: Ich wusste nicht dass es Bar für gibt.

00:18:00: Ich bin jetzt im Kapitalismus.

00:18:01: Du musst ja zusehen wie du mit Moos an der Decke kommst.

00:18:04: Ja und er sagt, du hast ja Führerschein klasse zwei dann wirst du Lkw fahren.

00:18:09: Das ist jetzt nicht so mein Ding.

00:18:10: Daraufhin bin ich damit mit meinem Bruder zusammen Schausteller gewonnen, weil das kannten wir und das war der beste Weg eigentlich.

00:18:17: Und so sind wir nach Bremen gekommen, weil mein Bruder hat hier bei einem Bremer ein Geschäft in den Karussell gekauft.

00:18:24: So sind wir dann im Bremen gelandet und haben meine damalige Frau kennengelernt und bin Schaussteller geworden.

00:18:30: Abenteuerlich!

00:18:31: Wir müssen gleich nochmal über die Schausstellerei sprechen denn wir sind ja auch schon... mitten im Freimarktmonat, fast.

00:18:41: Ja jetzt nächste Woche beginnt Oldenburg Krammermarkt.

00:18:45: der ist immer direkt davor und dann ist auch schon am fünfzehn oder sechzehn glaub ich beginnt in der Freimarch.

00:18:49: ja unter drei Wochen später sind noch schon wieder Weihnachtsmarkt.

00:18:54: wenn wir da jetzt schon dabei sind bei dem Thema wie war denn da?

00:18:59: Der kapitalistische Schaustellerberuf versus der DDR?

00:19:03: also gab es da so Unterschiede.

00:19:05: sehr komplett Also komplett, also in der DDR musstest du als Schausteller handwerklich top sein.

00:19:11: Man muss viel selber machen Du brauchtest Beziehung, das lief um deine Firma in Stand zu halten.

00:19:17: Weil es war ja... du konntest nicht in ein Laden gehen, irgendwas kaufen.

00:19:21: Es war alles halb legal mehr oder weniger.

00:19:25: Also wir hatten einen LKW damals in der DDR.

00:19:27: Der war offiziell Baujahr siebenundfünfzig Und er wurde dann immer aufgebaut und nachgebaut.

00:19:33: Und den Motor kriegst du auch nicht Die musstest du über Connection.

00:19:36: Das war in der Bundesrepublik anders.

00:19:38: Die Art und Weise, wie man das Geschäft führt war anders.

00:19:41: Und ich muss sagen... Ich hatte das große Glück dass ich sehr jung war und relativ schnell dann noch das neue System lernen konnte.

00:19:49: Mein Bruder hat sich damit sehr schwer getan.

00:19:51: Der ist dann auch wieder irgendwann wieder zurückgegangen.

00:19:54: Also der ist nach wie vor bundesweit als Schauspieler tätig gewesen.

00:19:58: aber er hat seine Homebasic dann irgendwann wieder in Mecklenburg gemacht.

00:20:04: Also das ist sehr vielen schwer gefahren.

00:20:06: Es war nochmal eine komplett andere Welt.

00:20:08: und wenn wir bei Virenia über Willkommenskultur, das war ehrlicherweise grenzwertig im Negativen.

00:20:18: Ansonsten war die Willkomskultur in Bremen top!

00:20:23: Das war richtig gut muss ich sagen.

00:20:25: Aber der Schausteller ist wahrscheinlich auch eine feste Gruppe, wenn man sagt.

00:20:29: Aha!

00:20:30: Hast du das

00:20:32: jetzt zu uns?

00:20:32: Ist das ein neues Angebot oder was?

00:20:35: Ja

00:20:36: und dann kommt da so... Es war halt einfach ich bin nicht im Kellerkasten also von den Wagen die haben ja so Kellerkästen nennt man das.

00:20:41: Ich bin nicht in dem Kellerskasten geboren und bin nicht mit Visorhasser getauft.

00:20:46: Also es ist noch ein sehr geschlossenes System.

00:20:50: Da brauchte ich eben ein paar Jahre, also so zehn.

00:20:55: Aber ich hab Gott sei Dank dann mit Verbandsarbeit angefangen, also mit Schauspieler hat ja auch ein Verband und hatte einen tollen Schwiegervater damals.

00:21:06: Und Unterstützung und habe dann durch die Verbandsarbeit bin ich denn so ein bisschen in die Politik reingekommen.

00:21:13: Das hatte mit CDU damals noch gar nichts zu tun das hätte eigentlich alles ganz anders werden können.

00:21:19: Da muss ich sagen da positive Willkommenskultur kennengelernt so.

00:21:27: Und da gab es gar keine Unterschiede, also wo du herkommst.

00:21:31: Also das muss ich sagen bei beiden Parteien, bei der SPD und auch bei der CDU.

00:21:35: Das habe ich tatsächlich jetzt schon einmal gehört von einer anderen Politikerin, dass sie gesagt hat Sie wurde hier sofort super aufgenommen?

00:21:45: gar kein Problem.

00:21:46: Genau!

00:21:47: Wir haben noch gar nicht gesagt, die sind Mitglied der CDU und Mitgliederbemischen Bürgerschaft gerade waren Landesgeschäftsführer

00:21:54: also Fraktionsvorsitzender und bin jetzt seit drei zwanzig Landesvorsätzen auch.

00:22:00: Und sie sind Vorsitzende der Sportgemeinschaft aus Lebshausen weil das auch ihre alte Hut ist sozusagen.

00:22:06: Das ist nö.

00:22:06: da wohne ich ja immer noch.

00:22:08: Ich wohne ja immer in Auslebshause.

00:22:10: Das bin ich jetzt diesem Jahr.

00:22:15: Ich bin jetzt Ehrenvorsitz, ne?

00:22:22: Also ich bin ja jetzt biologisch noch gar nicht so alt aber ich habe jetzt sieben und zwanzig Jahre diesen Verein geführt, hab den in schweren Zeiten übernommen.

00:22:29: das ist ja auch eine lustige Geschichte eigentlich.

00:22:33: sowas kann doch nur im Bremen passieren.

00:22:35: Das ist ein uralter Arbeitersportverein.

00:22:39: Und als ich Vorsitzende wurde, neunzehundert und neunneunzig, glaube ich hatten wir irgendwann bei hundert vier oder fünf Jahre alt.

00:22:45: Also wir hatten kurz davor die Hundert-Jahr-Feier gemacht.

00:22:48: Ich bin der erste Vorsitzender gewesen, der nicht Mitglied der sozialdemokratischen Partei war und dann noch CDU – das waren damals schon Diskussionen in Ausselbshausen – uns ging es damals sehr schlecht.

00:22:59: Wir haben eine Truppe gebildet überparteilich, aber wir hatten alle Parteien dabei und haben diesen Verein neu aufgebaut, neu gerettet.

00:23:09: Jetzt hat mein Bürgerschaftskollege Senihaat Sator von der SPD meinen Amt übernommen.

00:23:16: Das hängt damit zusammen, dass wir den Generationswechsel jetzt einleiten wollen weil der Geschäftsführer unseres Sportvereins Der hat mit uns in Rente gegangen.

00:23:26: Und das war so der Schwur, den wir gemacht haben.

00:23:28: solange er nicht in Rnte ist bleiben wir als ich als Präsidentin und meine Kollegin eine ehemalige Sozialdemokratin Sabine Blode.

00:23:36: die ist unsere Kassiererin.

00:23:37: Wir drei sind so das Kern Team und haben das jetzt übergeben.

00:23:43: Wir haben hier zu einem neuen Geschäftsführer, eine junge Frau aus dem Verein, ganz tolle Geschichte weil das ist pure Sozialarbeit.

00:23:50: Das was wir da machen ist... Wir sind der größte Sozialtrierin aus Lebshaus.

00:23:54: Da geht es nicht um Sport, da geht es um Sozialarbeit Und wir haben... Es ist ein schwieriger Stadtteil und wir haben ja viele junge Menschen die zu uns kommen um einfach mal vier, fünf Stunden den Kopf frei zu kriegen aus ihrem beschüßenden Elternhaus heraus.

00:24:10: Eine Chance kriegen Perspektiven geben und das haben wir wirklich bei dem einen oder anderen richtig gut gemacht.

00:24:15: Und da kann man dann so mal den Punkt sagen jetzt ist genau die richtige Zeit.

00:24:22: diese neue Geschäftsführung ist jetzt irgendwie Ende zwanzig hat studiert alles hat ihr Leben wirklich organisiert wirklich Besse oder Senihaat, der ist.

00:24:34: seine Eltern sind aus Bosnien aus dem Krieg geflogen.

00:24:37: Ist hier geboren studiert die Erfolgsgeschichte, die wir eigentlich erzählen wollen und das ein ganz toller Typ Und so nachher gesagt, komm wir machen das jetzt.

00:24:48: Wir sind ja dann auch noch da.

00:24:49: also wir sind noch nicht alt und senil sondern können ja wenn wir gefragt werden ich werde von mir aus nicht nachfragen aber wenn wir gefraht wird helfen wir gerne und das macht Spaß.

00:24:57: Ja das

00:24:59: ist ein freundlicher Übergang nicht so einen.

00:25:01: ja manchmal gibt es ja so Vereinswechsel wo man sagt ja endlich traut sich jemand oder es wurde nur eine Person ausgetauscht wurde die so ein bisschen kaputt gemobbt oder so.

00:25:13: Das gibt es ja manchmal in Vereinen, aber... Ich wollte

00:25:15: zumindest eine Verabschiedung haben, dass wir Tränen und Laune hatten

00:25:20: alle.

00:25:25: Und was kann man da das machen?

00:25:28: Bei uns eigentlich

00:25:29: alles.

00:25:29: Also Fußball Handball Wir haben eine super Kletteranlage.

00:25:33: Wir haben einen sehr engagierten Zirkus.

00:25:36: also das ist ja sage ich mal, nicht rhythmische Sportgymnastik aber so ein bisschen wo die Leute das also Kinder hauptsächlich motorisch lernen.

00:25:45: Das ist ja wichtig!

00:25:47: Ich bin ja nicht so'n Fan von dass sie gleich mit fünf oder sechs Handball- oder Fußball spielen sondern sie müssen erstmal eine Körperbeherrschung und das lernt man natürlich beim Klettern und im Zirkus mit Genlieren und solche Sachen weil Kinder die nicht rückwärts laufen können können auch schlechtem Kopf rechnen und das ist gut denn natürlich das klassische Kindertun.

00:26:06: und wir haben einen riesigen Bereich Senioren-Sport.

00:26:09: Wir haben ein super Ausgelfitnessstudio, machen sehr viel für Senioren.

00:26:13: also das sind eigentlich mittlerweile die Hauptnutzer und wir sind ein Gemeinwesen!

00:26:17: Das ist einfach... Da kann man hingehen.

00:26:21: Da trifft man Leute, da kann man die Probleme ausdiskutieren.

00:26:24: Da kann sich streiten und wir haben ein super Restaurant.

00:26:27: Das macht diesen Stadtteil oder diesen Ortsteil aus Lebshausen einfach raus.

00:26:31: Wir machen ja immer noch Laterne laufen.

00:26:34: Da kommen ungefähr tausend Kinder mit ihren Eltern und danach ist dann Bratwurstessen-Feuerwerk.

00:26:40: Und das ist fast zum Selbstkostenpreis.

00:26:43: Wir kriegen eine bisschen Unterstützung vom Beirat der Adventskala und das ist schon, wo sich alle darauf vorbereiten.

00:26:53: Da kommen dann achthundert Leute die sich das angucken am zweiten Adventsonntag.

00:26:57: Das ist schon Spaß!

00:26:59: Wo ist das genau?

00:27:02: Das ist direkt in Ostlapshausen bei der Regio S-Bahn an der Station.

00:27:06: Das sieht man sogar auch.

00:27:07: Das isch Berberstraße drei Und im Schatten der Strafverzugsanstalt, was wirklich kein Problem ist.

00:27:15: Also diese Kletteranlage ist ja der Turm?

00:27:17: Das ist ein alter ehemaliger Bunker aus dem zweiten Weltkrieg.

00:27:23: Der wurde dann von den deutschen Bahnen betrieben und der ist ein bisschen weiter weg von uns.

00:27:28: Der ist acht Zentimeter hoch Und da haben wir jetzt die Kletteranlage.

00:27:33: Das ist einfach, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht... Sehe ich

00:27:36: vor mir so.

00:27:36: und dann gab es auch ein Tiergehege irgendwo näher

00:27:38: noch?

00:27:38: Ja genau!

00:27:39: Da ist der Streichel zu.

00:27:41: Genau das ist ja Gröbling schon.

00:27:43: So und dieser Kletterbunker, da kam eine Gruppe auf uns zu, die sagten sie wollen klettern, wollen aber keine Administration und diese Vereinskrempe, das wollen die alles.

00:27:51: Die haben gesagt okay kommt her, wir organisieren das Administrative ihr müsst nur für uns dann gegebenenfalls mal da sind wenn wir Kinder- und Jugendaktionen machen.

00:28:01: Wir machen viel mit den Schulen zusammen, also Klettern ist ja klassisch da eine sichert der andere klettert hoch.

00:28:06: und das ist ja so.

00:28:08: dieses füreinander dasein dass das lernen die Jugendlichen und Kinder hervor und so das ist das gelebte Integration weil Murat und Heinz prügen sich auf dem schulhof nicht weil sie am nachmittag zusammensport machen müssen ganz simpler drei also das ist wirklich das ist eigentlich das wo wir viel mehr hin müssen.

00:28:24: Es gibt ja diese Erzählung, dass man immer sagt, man ist im Westen zum Ostdeutschen geworden oder sagen manche zumindest.

00:28:33: Spielt das noch für Sie als eine Person, die so sehr aktiv damals war und sehr jung eigentlich?

00:28:40: Auch weil er das Missing-Jungen DDR verlassen hat überhaupt ne Rolle?

00:28:44: Nein, eigentlich nicht mehr.

00:28:46: Also spielt für mein tagtägliches Leben, spielt es gar keine Rolle mehr.

00:28:50: und ich glaube jetzt von der Sozialisierung her... bin ich mehr west als als als ost wenn man das überhaupt so bezeichnen kann.

00:28:58: was ist natürlich im all der merke dass ich bestimmte sozialisierung anders drüber nachdenken als noch vor zwanzig jahren.

00:29:05: also wenn mein junges eine familie gründet im job erfolgreich sein muss machst du die über viele sachen hergekennelt gedanken.

00:29:12: das ist ja übrigens auch das probleme der der vieler menschen aus aus deutschland.

00:29:16: warum das jetzt losgeht?

00:29:17: weil sie zum ersten mal überhaupt Zeit und Muße und Geld haben sich über Sachen nachzudenken.

00:29:24: Und über ihre Traumata, obwohl da will ich ein bisschen vorsichtig so Ich weiß es ja auch dass ich weiß das ja von meinen Eltern weil ich bin ja doppelter flüchtlings meine Eltern waren ja schon beide Flüchtlinge nach dem Krieg und und und ich habe dann viel später mitgekriegt was für Traumaten meine Meine Mutter zum Beispiel was die erlebt haben muss was sie uns indirekt mit gegeben hat in ihrer erziehung was zum beispiel eine alteingesessene Familie und Kinder nicht mitgeben musste oder brauchte.

00:29:51: Nee, das habe ich nicht!

00:29:52: Es spielt schon eine Rolle bei der Frage immer warum ticken Leute so oder so?

00:29:57: Und das merke ich dann selber.

00:29:59: also mein klassisches Beispiel.

00:30:01: Meine jetzige Frau kommt ja aus Polen und somit hab' ich auch sehr viel Kontakte in Polen.

00:30:05: wir sind da auch sehrviel haben doch ein Haus meine Schwiegereltern leben da ja und wenn ich mich mit einem Gleichaltrigen Ich bin jetzt fünftig mit einem Gleichaltrigen Polen unterhalte, bin ich dem oftmals in vielen Sachen näher als ein gleiche Alter wie ich mit Frank Imhof aus Strom rede.

00:30:22: Das ist seit drei Generationen Strom eine bäuerliche Familie.

00:30:26: also wir sind

00:30:27: zusammen Kindergarten

00:30:28: Schule Pioniere oder Pfadfinder in Polen.

00:30:32: Wir haben in den gleichen Blocks gewohnt, also jetzt nicht selber aber ich kenne das ja alles.

00:30:37: Es war wirklich Politunterricht, Pionierleiter und diese ganzen Geschichten Und dann natürlich die Transformation.

00:30:46: Die Wendezeit war für die Polen noch viel schlimmer und intensiver weil sie keinen großen Bruder hatten der das sozial finanziell abgefedert hat.

00:30:59: In Armut, also da ging es wirklich so abends ums Essen.

00:31:04: Da ging's nicht ob ich mir das oder das nicht mehr leise kann sondern habe ich was für meine Kinder zu essen.

00:31:09: Das muss man in den letzten Jahren.

00:31:11: Also das war schon wirklich sehr hart was die teilweise erlebt haben wo ja auch die Industrie komplett zusammengebrochen ist.

00:31:20: und nee darüber mache ich mir schon Gedanken.

00:31:24: aber eigentlich wie geht das jetzt weiter mit der nächsten Generation?

00:31:28: Also wie lange wollen wir das eigentlich noch immer an die nächste Generation übertragen, die Unterschiede?

00:31:33: Weil eigentlich fühle ich mich als Europäer.

00:31:37: Als Deutsche Europäern!

00:31:39: So weil das ist unsere Zukunft und eigentlich unsere Rettung.

00:31:44: Das ist das einzige was uns auch im Weltgefüge ein starkes Europa ist.

00:31:50: Der noch größere Glücksfall also die Wiedervereinigung war ein Glücksfalls für uns Deutsche.

00:31:55: Aber die europäische Einigung, das mit dieser Wiedervereinigung... ...die ja nicht die Deutschen gemacht haben.

00:32:01: Das haben ja eigentlich andere gemacht.

00:32:03: Es haben ja die vier Siegermächte gemacht und die Ursache dessen dass wir überhaupt auf die Idee gekommen sind mal in Deutschland Revolution zu machen.

00:32:12: Sind ja die Polen eigentlich gekommen?

00:32:14: Also Solidarno Schlechverleser!

00:32:16: Das wird immer unterbelichtet.

00:32:17: Wir sind da in einer gewissen Arroganz.

00:32:20: Ja wir haben friedliche Revolution Aber die haben vor Jahre vorher für uns eigentlich die Grundlagen geschaffen.

00:32:27: Den

00:32:27: Boden wie eben

00:32:27: nicht?

00:32:27: Die Boden wie ebnet, fürchtet euch nicht!

00:32:30: Der Kommunismus ist nicht unbesiegbar es geht und das muss man immer wissen und dass wir heute in einem Verein Europa sitzen was ich heute mich jetzt ins Auto setzen kann und in sieben Stunden oder acht Stunden dann sich sein kann aber auch nur so lange brauche weil denn vielleicht Stau ist und nicht durch Grenzkontrollen oder dergleichen auch nach Polen fahren, wenn man eine Britze verkaufen kann.

00:32:54: Das möchte ich so und das ist schon was wo wir jeden Tag eigentlich Gott danken müssen.

00:33:01: Wenn ich jetzt so am Polen denke dann ja ich weiß auch hier in Bremen gibt es sehr viele an der große polnische Community.

00:33:07: Es gibt ja das polnischen Kulturfest was sehr groß auch dieses sehr gefeiert wurde.

00:33:12: Ich denke dann immer noch mal so an diese Kulinarik.

00:33:15: Haben sie da noch was, was die so mitgenommen haben?

00:33:18: Was so Mecklenburgisch-Rostockerisch ist oder eher nicht.

00:33:22: Weil das ist ja sehr nah hier also es ist irgendwie einfach der Norden.

00:33:27: Eigentlich... Also die polnische Küche kommt.. Das ist meine Eltern.

00:33:33: Mein Vater war gebürtiger Danziger und meine Mutter kommt aus Westpolsen, aus Elbing Und somit meine Oma, das ist ja so dann Westpreußen.

00:33:43: Ist ja eine Provinz aus Ostpreußen.

00:33:44: Das muss man ja auch mehr erklären wenn man sagt, man kommt aus Westpreußen, aus Elbing.

00:33:48: Achso, Ostpreußen!

00:33:49: Das ist ja dann immer Ostpreussen und da ist die Küche sehr nahe eigentlich der polnischen Küche?

00:33:57: Ja

00:33:57: weil... Polen und Deutschland, das habe ich jetzt auch die letzten Jahre ein bisschen erforscht in gewissen Regionen als Günter Grass.

00:34:05: Ich komme ja aus der gleichen Region wie Günter grass.

00:34:08: also Das ist ja so wie meine frau auch Und meine fraue hat genauso viel deutsches blut in sich wie ich polnisches blut ich habe.

00:34:16: zum beispiel gibt es noch eine direkte kusine meines vaters die entstand sich liebt

00:34:22: Ja

00:34:23: und weil das war alles mischmarsch.

00:34:25: Also wie wirklich wie bei bei blechtraumt beider blechtrommel.

00:34:29: Und auch wenn die Geschichte des Großvaters meiner Frau, wenn du die hörst was der alles war.

00:34:35: Der ist als Deutscher geboren.

00:34:37: Ist dann neunzehntzwanzig wurde das dann ja nochmal.

00:34:40: gab es noch mal Gebiet zu wechseln nach dem ersten Weltkrieg?

00:34:42: Dann ist er Pole gewesen und in den polnische Armee eingezogen.

00:34:46: Deutsche Kriegsgefangenschaft wurde dann als deutscher deklariert hat da gar kein jetzt nach Hause dann ist aber gleich bei der Wehrmacht geblieben hat dann sechs Jahre im Zweiten Weltkrig ist eine englische Kriegs gefangschaft musste denn entscheiden Was bist du jetzt, wenn du Pole bist, dachst du nach Hause?

00:35:00: Das sind schon... Da sieht man wie nah wir eigentlich sind.

00:35:04: Also das ist so und wenn ich nach Polen komme, wir sind in viel, sind wir eigentlich ziemlich dicht beieinander.

00:35:10: Und Polen aber immer so als wenn wir uns gar nicht kennen.

00:35:13: Aber kulinarisch!

00:35:14: Wie schlägt sich das dann kulinarisch wieder?

00:35:17: Ja, wie stehlt sich das wieder?

00:35:19: Ich kenn' jetzt gar nicht.

00:35:21: Nee also deutsche Hausmannskost Also ich liebe Bigos, das ist ja so.

00:35:27: mit Kraut und Wurst darf ich jetzt weniger.

00:35:31: Sie ist ja sehr fettig in Krakauer.

00:35:33: So Pryrogan, gut das ist jetzt Slavisch eher, aber bei uns heißt es Maltaschen oder so.

00:35:41: Das spielt bei uns schon eine große Rolle.

00:35:46: Aber da sind die Polen eigentlich ziemlich... Die überzeugen kulinarisch eigentlich jeden Deutschen.

00:35:53: Meine Tochter hat ja in Warschau studiert, aus erster Ehe das ist ja ... Also hat keine polnischen Wurzel und also da war die auch sofort ... Kulinarisch war die sofort auf der Seite von Polen.

00:36:07: Meine anderen beiden Kinder sind ja zweisprachig.

00:36:09: Die leben ja an beiden Gesellschaften und beides fließend.

00:36:14: Das ist schon was Schönes.

00:36:16: Ja, das ist total viel wert!

00:36:17: Und so Pyrogen zusammen machen hat auch etwas sehr Soziales und so kommunikativ ist dass man da zusammen die dreht und so weiter.

00:36:25: also ich mache das manchmal...

00:36:27: Da konnte ich immer hervorstechen und immer ziemlich bei meiner Schwiegermutter angeben weil ich dem besten Pyrogentteich machen konnte.

00:36:34: Oh ja, weil ich halb Rätsel backen.

00:36:36: Ich weiß wie man Hefeteig bearbeitet, der darf nicht zu trocken oder zu feucht sein Und das wird ja mit der Hand geknetet und das war immer sehr hervorragend, damit die Pyrogen auch vernünftig werden.

00:36:46: Das machen wir auf Weihnachten wirklich dann zusammen morgens heilig an weil in Polen dafür erst ab achtzehn Uhr gegessen und getrunken wären.

00:36:56: Dann muss man sich ein bisschen die Zeit vertreiben und da hat man schon mal einen Pyrogon gemacht.

00:37:01: Ja, das hat mir gut geklappt!

00:37:03: Jetzt haben wir doch endlich noch einmal das Wort Brezel in den Mund genommen.

00:37:07: Wir haben jetzt so geredet, Schausteller sein und so weiter.

00:37:11: Es muss ja auch gegessen werden auf dem Freimarkt.

00:37:13: Vermute das ist die Herleitung?

00:37:15: Ja, die entscheidende Frage war als ich mit meiner damaligen Frau, als wir die Firma gegründet haben beziehungsweise Brezelbäckerei gab es schon.

00:37:22: also mein Schwiegervater hat eigentlich in den Ende der achtziger Jahre die Brezel hier nach Bremen eingeführt.

00:37:28: Also die Leute kannten Brezel aus sich im Urlaub, in Baden-Württemberg oder Bayern.

00:37:32: Aber hier auf dem Freimarkt gab es das nicht und das hat er irgendwann mal gesehen und hat im Grunde genommen selber eine gute Idee.

00:37:39: klauen ist ja immer besser als sich was Dove selber auszudecken.

00:37:43: Und dann hat er mit fifty fünf Jahren nochmal wirklich diesen Start gemacht.

00:37:47: und mit den Brezeln das lief auch gut.

00:37:49: Da war jetzt die Frage.

00:37:50: War ja dann immer, wenn du dich zu einem Zeitpunkt selbstständig machen willst und der Markt ist schon dicht?

00:37:55: Es gab alles!

00:37:56: Es gab Zuckerwatte, es gab Bratbus... ...es gibt Süßigkeiten, es mandeln und so.

00:38:01: Dann musst du Eis und ein Artikel finden mit dem du gar nicht wegen Bremen alleine reichst.

00:38:08: Du musst halt wo du bundesrepublikanisch auch auf die Märkte kommst.

00:38:12: Und dann habe ich gesagt okay, da machen wir die Breze, das übernehmen wir Engagiert auch reingegangen.

00:38:19: und ich hatte auch, sage ich mal große Fähigkeiten Menschen von meinem Produkt und von meiner Firma zu überzeugen.

00:38:27: Und dann ging das relativ schnell dass wir denn gerade im Rheinland haben wird das Brezel eingeführt also noise zum Beispiel schützenfeste.

00:38:35: Wir waren in Niedersachsen In Hildesheim, in Hannover und in Eschwege.

00:38:41: Was wir gemerkt haben für Brezel, für norddeutsche Brezel sind ein bisschen anders als die in Baden-Württemberg weil sie sind natürlich zielgruppenorientiert gemacht?

00:38:50: Ja ja ich habe nämlich schon gehört dass das die Menschen aus Baden Württmberg hier schwierig haben die sagen es gibt keine vernünftige Brezel oder schwierig zu finden am Bremen.

00:39:00: Das ist korrekt!

00:39:02: Die sagen nicht mehr das sind gedrehte Würste.

00:39:04: Aber man muss sich hier auch immer den Markt anpassen.

00:39:07: und was die Leute essen.

00:39:08: Und es ist ja schön, dass ich einen Kunstpreiskriege dann auf dem Bremer Freimarkt die schönsten baden-württembergischen Brezeln nur kauft keine.

00:39:15: Das haben wir auch gemerkt.

00:39:16: Wir sind ein bisschen expandiert nach Rheinland-Pfalz und Baden-Würtenberg.

00:39:21: so Nord Baden Würtenburg.

00:39:23: das haben wir schnell gesagt das bringt nichts.

00:39:25: Wir bleiben in diesem Bereich.

00:39:27: Und was wir dann irgendwann mal, das wusste ich auch nicht.

00:39:30: Das vegane Britze haben wir dann erfunden.

00:39:33: Das war aber ein Zufallsprodukt, das war irgendwie Mitte der neunziger Jahre da gab es das veganen.

00:39:37: so spielt noch gar keine Rolle.

00:39:39: Und weil wir die Produktion umgestellt haben, weil normal ist ja Brezel mit Schweilefett und Margarine.

00:39:47: Das war mir zu kompliziert aus räumlichen Gründen.

00:39:51: Wir hatten hier Meistermarken ein innovativer Backprodukt der Erzeuger.

00:39:58: Die saßen damals am Theodor-Häus alle neben der Bürgerweide.

00:40:05: Und der eine Mitarbeiter, der eine Forscher von dem kam immer zu uns in einer Mittagspause und hat immer gegessen.

00:40:11: Und dann haben wir so gequatscht und er sagt ja ich würde für dich gerne so ein Backzusatz wo wir drei Produkte in eins machen weil wir haben jetzt den Trend dass viele Bäckereien auch selber Brieze machen wollen das denen aber zu kompliziert ist mit diesen ganzen Zutaten und dann können wir das doch in einen auf pflanzlichen fettbasierenden Produkten machen.

00:40:32: Ja können wir zusammen entwickeln da haben wir das zusammen entwickelt.

00:40:35: Die Brezelcreme ist daraus dann letztendlich entstanden, da hatte ich so aus drei ein Produkt.

00:40:39: Aber alles auf pflanzlicher Basis und somit war das vegane Brezel was für mich vegan spielt ja noch keine Rolle.

00:40:48: Was für mich aber eine Rolle spielte gerade in Bremen die muslimische Community, die natürlich auch Wert darauf lichten.

00:40:56: also wir sind nicht halal aber wir haben eben keine Schweinezutaten.

00:41:01: Ich wusste gar nicht dass der Schweinefett rein muss Und es ist ja auch für alle, die Allergien haben Laktose intolerant.

00:41:09: Das war doch immer... das ist ja ein wichtiger Punkt.

00:41:12: Also deswegen...

00:41:13: Perfekt!

00:41:14: Ja und wir sind dann dem Weg gegangen dass wir praktisch das Grundbrizel und dann wird das eben mit Käse und das ist denn immer variiert.

00:41:24: Denn irgendwann kam Nutella-Brizel dazu oder Knoblauch oder Chili und also was?

00:41:30: Alle Geschmacksrichtungen Wir haben es denn nicht überdreht, aber so wo dann auf dem Markt da war.

00:41:35: Und einfach die Vielfalt sind jetzt, glaube ich, der Transponsor der Vierundzwanzig-Variation und das hat sich dann auch immer weiterentwickelt.

00:41:42: Unsere Produktion hat sich immer weiter entwickelt und ja und die Firma hat sich ein bisschen... wir haben dann irgendwann angefangen einen Markennamen mit Löwenbritze zu entwickeln.

00:41:52: Das hing einfach auch mit Stromern weil wenn eine Stromer Britze gab's ja mehrere und ich wollte mich dann auch von den anderen ein bisschen ab.

00:42:00: Abgehen und hab dann noch ein Geschäftspartner mit reingenommen.

00:42:05: Das war dann scheidungsbedingt aus meiner ersten Nähe, und dann haben wir den Namen um die Zwei Tausend Elf, zwei tausend zwölftigen Namen Löwenpritze.

00:42:15: Ich dachte Mensch das ist ja gut!

00:42:16: Unter dem Label kann man denn mehr machen?

00:42:20: Ja und da haben wir das so denn Pöa-Pö aufgebaut und es gibt uns mittlerweile auch in Polen?

00:42:26: Ja und da haben wir wieder die Verbindung.

00:42:28: Und wir haben eben schon über unsere Partnerstadt sozusagen in Polen gesprochen, indirekt also unheimlich runde Sachen.

00:42:37: Haben sie dann wo gehen Sie denn hin?

00:42:39: auf den Freimarkt wenn sie mal sind?

00:42:42: Wenn ich auf den Freimarkt gehe und nicht jetzt irgendwie von Kollegen abgefangen werde, mal mit dem Bier zu trinken.

00:42:47: Was

00:42:47: wahrscheinlich passiert?

00:42:48: Weil

00:42:49: wir nicht das

00:42:49: wenighörte kennen.

00:42:51: Das ist dann immer manchmal ein bisschen anscheinend.

00:42:54: Nein, das ist schön!

00:42:55: Ich freue mich da auch aber... ...ich kann mir da auch nicht jeden Tag an die Birner so das mit Schausteller ein Bier... ...das heißt ja nicht einen Bier trinken, sondern ein Bier.

00:43:02: Sondern es wird da meistens eine höhere Schlagzahl.

00:43:06: Und jenfalls so.

00:43:09: Nee, dann in die Almhütte gehe ich eigentlich.

00:43:11: Da gehen wir regelmäßig zum Falle.

00:43:14: Im Bremen-Podcast jetzt unabhängig von dieser Reihe reden wir auch immer noch mal über Lieblingsorte.

00:43:19: haben sie noch so Tipps wo Sie sagen das sind eigentlich Orte die zu wenig auf dem Radar sind?

00:43:28: also da müssten die Leute öfter mal... Das wäre ein Geheimtipp!

00:43:33: Da müssen sie öfter hin oder vielleicht ja auch nicht.

00:43:37: Also kein Geheimtipp wüsste ich jetzt so nicht direkt, aber ich habe jetzt auch für mich in den letzten Jahren ein bisschen mit dem Fahrrad.

00:43:43: Es gibt so die klassiker Knupspark dahinten.

00:43:46: und wenn man dann über den Deich rüber eine molose Kirche da die Richtung und da gibts ja auch ein paar Wirtshäuser wo man dann nochmal anhalten kann.

00:43:55: oder ich fahre dann bei der Uni hinten dann in Richtung Blockland dann auch mal im Fahrerfall paar Restaurants, wo man sich dann auch mal hinsetzen kann.

00:44:05: Gutskamp und ja und sage ich mal Gröbling aus Lebshausen gibt es auch ein Paar Punkte, wo Man Sich Mal Hinsetzen Kann Und Natürlich Wo Man Immer Wieder Schönen Sonne und Besten Sonnenuntergang.

00:44:17: Es ist lang genau hilft das Ist Echt Ein Traumpunkt geworden.

00:44:20: Das Muss Man Für Die Da So Sitzen Da Im Strandkorb Oder Ja Auf der Liege Und Den Sonnen Untergang Anzuschauen.

00:44:26: Das ist schon glücksvoll, dass wir das haben.

00:44:28: Also es ist ein bisschen in den Weg, es ist etwas schwierig.

00:44:31: man kommt dann nicht so richtig hin weil die Ferre ja irgendwann um acht Uhr aufhört zu fahren und man muss dann immer ganz durchfordern als Hausen vielleicht kriegen wir noch mal eine Seilbahn dann kann man da rüber schöpfern aber das ist schon toll.

00:44:42: Abriebeln ist schon toll.

00:44:44: Und noch ein anderer Tipp in auch selbst Hause oder so?

00:44:46: Der Grünzucht

00:44:48: ist schön.

00:44:51: Das muss man auch wirklich sagen bei allen Problemen, die wir im Bremer Westen haben.

00:44:55: der Grünzug ist wirklich schön da kannst du fahren.

00:44:58: ich ärgere mich manchmal über Verschmutzung wie die Leute in Müllablagern.

00:45:04: das ist ärgerlich.

00:45:05: aber da ist die Stadtreinigung mittlerweile eigentlich gut drauf.

00:45:08: aber das ist natürlich auch eine Sisyphusarbeit.

00:45:11: Aber wenn man mit den Kindern da noch lang geht, jetzt sind die ein bisschen zu groß.

00:45:14: Aber früher... Die Spielplätze sind alle top.

00:45:17: Wirklich Top-Zustand.

00:45:18: also es muss man wirklich sagen und auch sehr interessant.

00:45:21: Da sind immer Menschen da und da sieht man auch die Vielfalt, die wir in Begrüpflingen aus Lebshausen haben Und eigentlich ist das schon gut.

00:45:34: Wir müssen nur aufpassen dass es nicht irgendwann kippt.

00:45:37: Und haben Sie noch einen Ort, den Sie noch nie besucht haben, wo Sie schon immer mal hin wollten?

00:45:41: Wahrscheinlich... Sie sind ja schon sehr lange hier.

00:45:44: Ist das ganz schwierig oder müsste man wirklich nicht lange nachdenken?

00:45:46: Müsste ich jetzt lange nach Denkmal eigentlich!

00:45:48: Das hängt natürlich auch mit meinem Job zusammen.

00:45:52: Man wird ja überall angefragt und es gibt jetzt wenige Vereine, wo ich nicht schon mal irgendwie war oder die besucht habe.

00:45:58: Und so ist das glaube ich mit den Orten.

00:45:59: also mir würde jetzt keine Einfangen wo ich sagen wollte, da wollte ich schon immer einmal hin.

00:46:03: Nee, eigentlich nicht.

00:46:05: Ja Viele stärken ein Land, heißt das Motto vom dritten Oktober.

00:46:10: Haben Sie da noch einen Wunsch

00:46:12: an?

00:46:13: Dass es fröhlich wird, dass es friedlich ist und dass wir uns vom besten Gesicht zeigen können.

00:46:20: Ich glaube schon, also Bremen hat da schon was Und das ist Lust auf mehr hat für viele Leute.

00:46:26: Also ich glaube, dass jetzt wieder in der Innenstadt ist schön.

00:46:29: Also ich war vier neunzig Jahre habe ich den ersten Da hab' ich Britze verkauft Und das war sehr schön eigentlich, da hatten wir ja richtig Krawalle.

00:46:40: Das war damals richtig schlimm und die Erfahrung habe ich dann auch von den Krawallen.

00:46:46: Also ich habe das immer noch im Kopf, weil ich auch nicht mir das meine Verkäuferin heulend unter dem Dresen gelegen hat und sage mach jetzt endlich den Laden zu.

00:46:53: Ist ja näher die drei Britze als war es die Randler nur der Polizei hin- und her.

00:46:58: Das war ein bisschen schwierig.

00:46:59: Jetzt zwei tausend zehn da eine Übersicht statt.

00:47:02: Das war gut so.

00:47:03: aber es war von der Atmosphäre ne?

00:47:05: Es ist eben eine Brache gewesen wo man's gemacht hat Und ich hoffe jetzt dass wir das so wie das aussieht sieht das ja echt gut aus.

00:47:13: Ich hoffe dass es friedlich bleibt.

00:47:15: Ich habe da große Hoffnung, dass die Polizei das im Griff hat und dass hier irgendwann mal die Spinner sagen können.

00:47:21: Also Demonstrationen und den weltfreien Verkündung oder was auch immer sie da haben.

00:47:26: Das kann man auch an anderer Stelle gerne machen.

00:47:29: aber diese Wiedervereinigung ist wirklich für Deutschland ein Geschenk und es sollte man friedlich machen weil ich bin dazufersichtlich und ich glaube dass viele Menschen dann aus unserer Stadt Schwieriges Image teilweise hat ja nicht nur Bremen, sondern auch manchmal Bremerhaven zu Unrecht und dass das wir da was machen können.

00:47:52: Ich denke mit den guten Wünschen Können wir sagen Ja Das war's Danke für das Gespräch.

00:47:58: sehr

00:47:58: gerne doch

00:47:59: Dankeschön.

00:48:30: Das war der Bremen Podcast.

00:48:31: Ihr habt Fragen und Anregungen.

00:48:33: schreibt uns via podcast adwfb-bremen.de.

00:48:36: Wir freuen uns auch über eine gute Bewertung in deinem Podcast Player des Herzens.

00:48:41: Dieser Podcast wird herausgegeben von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen.

00:48:45: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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