Tag der Deutschen Einheit Spezial: Spitzensportlerin Jana Sorgers-Rau
Shownotes
Zweifache Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Rudern. Jana Sorgers-Rau erzählt im Bremen Podcast aus ihrem Leben im Leistungssport. Den ersten Olympiasieg feiert sie mit dem DDR Kader, den zweiten Sieg im vereinten deutschen Kader. Heute arbeitet sie in Bremen als Personal-Trainerin und gibt ihre Erfahrung und Leidenschaft für Fitness weiter. Seit den 90er Jahren lebt sie mit ihrem Mann Oliver Rau in Bremen.
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00:00:03:
00:00:14: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge des Bremen Podcast zum Tag der Deutschen Einheit.
00:00:20: Wir beschäftigen uns in diesem Jahr, in mehreren Folgen mit Ankommengeschichten in Bremen.
00:00:25: heute wird es sportlich und es wurde schon lange nicht mehr sportlich.
00:00:28: Und es wird sehr, sehr sportlich denn wir haben eine zweifache Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Rudern zu Gast.
00:00:36: Hallo Jana Sorgers-Rau.
00:00:39: Es freut mich total, dass wir uns hier treffen zur Offenlegung.
00:00:42: Sie sind auch die Ehefrau unseres Geschäftsführers.
00:00:46: deswegen ganz besonders eine totale Premiere das wir zusammen hier sitzen.
00:00:51: sie kommen aus Neubrandenburg
00:00:53: Gebürtig in Neubrannenburg und aufgewachsen im Praxis auf einem kleinen Mecklenburger Dorf bei Neubrennenburg
00:01:00: Wo auch viel Wasser ist natürlich
00:01:02: Mecklumburger Seelenplatte
00:01:04: Genau.
00:01:05: Sie haben wirklich eine beeindruckende Karriere und das Besondere ist ja, dass diese Sport-Karriere in der DDR und im Vereinigten Deutschland stattgefunden hat.
00:01:15: Wir fangen immer an mit einer Ankommengeschichte.
00:01:20: wie sind sie nach Bremen gekommen?
00:01:21: Da müssen wir sehr weit zurückgehen.
00:01:23: eigentlich Wahrscheinlich könnte man sagen, wie fing es mit dem Rudern an?
00:01:27: Also mit dem Rudern fing es ganz unorthodox an, so wie es in der DDR bei vielen Olympiensportarten war.
00:01:35: Das eben sogenannte Sichter heutzutage Scouts genannt durch die Schulen des Landes getingelt sind und Kinder für olympische Sportarten gekastet haben gesichtet hat und zwar aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen.
00:01:51: also man musste nicht rudern können in meinem Fall sondern man musste einfach für die Altersklasse, das war siebte Klasse schon überproportional groß sein als Ruderer.
00:02:02: Weil da geht es um Hebel-Gesetze und lange Arbeitsweg Und in dieses Muster habe ich reingepasst wieder erwarten.
00:02:13: Mit der achten Klasse wurde man dann nannte das Delegierung an die Kinder- und Jugendsportschule nach Berlin geschickt.
00:02:22: Das hieß ab dem ersten September Also vier Wochen immer Internatsleben mit Schule, Training jeden Tag und alle vier Wochen gab es dann das sogenannte Heimfahrtswochenende.
00:02:36: Freitag nach der Schule ging's in Zug nach Neubrandenburg und Sonntag ging's dann wieder zurück nach Berlin und dann gingen die nächsten vier Wochen los.
00:02:49: schon, hattest du schon so eine Verbindung zum Wasser?
00:02:51: Dass man sagt ja man ist ja an der Seelenplatte.
00:02:53: Da wird ja eigentlich alle die ich aus der Gegend kenne können mindestens auch ein bisschen Kanu fahren oder Kajak oder sowas.
00:03:00: weil dann kommt jemand und sagt Ja hier du sollst jetzt rudern.
00:03:04: Ich hatte das ja auch mal dass mir wurde es auch empfohlen zehn fünfzehn Jahre später wahrscheinlich oder so.
00:03:12: aber War das dann sofort so eine Liebe zu dem Sport?
00:03:16: Nein.
00:03:18: Das war ganz und gar keine Liebe, sondern ich war damals dreizehn Jahre alt und bei uns im Dorf Praxorf da gab es einen Hausweg, sprich ich konnte auch schon schwimmen und Schlittschuh laufen aber ansonsten habe Zu dem Zeitung habe ich nur Schulsport gemacht und da hat das überhaupt nichts mit Rudern oder Kanu.
00:03:39: Wir hatten zwar in Neubrandenburg den SCN, den Sportclub Neubrannenburg wo eben auch unsere Kanuten ausgebildet wurden die auch Olympiasieger geworden sind aber das hatte mit mir als kleine Jana noch überhaupt nix zu tun.
00:03:56: ... der sich da dann bei uns in der Schule auftauchte, habe ich mir auch überhaupt nichts eingebildet.
00:04:02: Habe gesagt okay, ich mache damit aber... Ich doch nicht so, ne?
00:04:06: Also habe ich gesagt nee.
00:04:08: Aber es ging eben tatsächlich in dem System DDR Leistungssport darum viele Kinder in ein System... In dieses System zu bringen.
00:04:19: und mit einer Struktur, mit einer Kontinuität sind dann Kinder in diesem System, auch wenn sie bis dahin überhaupt nichts damit zu tun hatten konnten.
00:04:29: Sie so wie in meiner Person wirklich erfolgreich werden.
00:04:34: aber das war eben die Taktik dahinter vielen Kindern diese Möglichkeit einzuräumen und sie eben auch zu fördern.
00:04:47: Also man muss sich das so vorstellen, das finde ich immer ist eine ganz gute bildliche Vorstellung auch.
00:04:53: Pro Jahr also in der DDR gab es sieben heutzutage würde man sagen Olympia-Stützpunkte sprich Sportclubs für Rudern schon allein.
00:05:04: Genau!
00:05:05: Das ging in Rostock los dann ging's über Berlin.
00:05:08: Berlin hatte sogar zwei Olympiaschutzpunkte Dann Halle, dann Magdeburg, dann Dresden und Leipzig.
00:05:17: Da wurden jedes Jahr dreizig Kinder an jede Schule, sieben Schulen hatten wir dreißig Kinder pro Schule, also zweihundertzehn Kinder allein für Rudern immer wieder reingebracht in das System.
00:05:31: Also die Pyramide unten hat ein riesiges Fundament und natürlich sind nicht alle Kinder muss man auch dazu sagen und es gibt auch nicht so viele, aber ich bin da wirklich, muss ich sagen, natürlich auch eine Ausnahme... Sportlerinnen gewesen, die dann auch so erfolgreich geworden sind.
00:05:51: Aber es sind natürlich auf viele Kinder wieder ausdelegiert zu nennen, dass wieder nach Hause geschickt wurden weil sie bestimmte Leistungsentwicklung, die vorgesehen war für die Altersklasse nicht geschafft haben.
00:06:05: und so ist diese Pyramide immer mehr geschrumpft.
00:06:11: aber pro Jahrgang sind genug erfolgreiche Sportler aus diesem System dann ganz oben in der Weltspitze angekommen und das war eben für alle Olympiensportarten so.
00:06:21: Ob nun Winter, ob nun Sommer um dieses System, dieses DDR-System, Sportsystem eben auch.
00:06:30: wie gesagt dieser sogenannte kalte Krieg war ja nicht nur politisch sondern war auch auf sportlicher Ebene und dieses System dieses Sichtungssystem Fördersystem danach aufgebaut.
00:06:45: Ja, du hast da so ein Begriff vorhin im Vorgespräch genannt, dass auch Diplomaten sind die Sportler in ...
00:06:52: Im Trainingsanzug?
00:06:53: Genau!
00:06:54: Also es gab richtig diese Bezeichnung Die Sportler der DDR sind die Diplomaten im Training an.
00:06:59: also sie vertreten das Gesellschaftssystem der DDR im Ausland und auch nicht sozialistisch in Ausland.
00:07:09: Und da wurden wir auch regelmäßig, bevor wir uns zu Wettkämpfen gefahren sind.
00:07:13: Als ich schon Nationalmannschaft war, muss ich natürlich dazu sagen, wohnen wir ja auch darauf eingeschworen.
00:07:20: Da war immer ein großes Meeting.
00:07:22: Da waren dann die Funktionäre, die noch mal in uns reingeredet haben und gesagt haben hier, wenn ihr im Ausland seid, dann uns ordentlich vertreten ... so wie man sich eben auch verhält, dass man meistens zu zweit dann auch... ... wenn wir dann mal ein bisschen Freizeit hatten.
00:07:44: Zu zweit mal shoppen geht und
00:07:48: ja.
00:07:49: Und ich musste die Familie, das interessiert mich jetzt mal,... ... war die auch unter besonderer Beobachtung?
00:07:55: oder musste sich dann sozusagen deine Familie, deine Eltern?
00:08:00: Ja!
00:08:01: Nee, ich hab ja noch zwei Geschwister.
00:08:04: Ich habe sogar einen Zwillingsbruder und eine anderthalb Jahre ältere Schwester.
00:08:08: und in dem Jahr als ich zur Sportschule kam, einundachtzig haben sich meine Eltern getrennt.
00:08:14: sprich unser Vater ist hat uns verlassen.
00:08:17: also mein Mutter war ab dem Zeitpunkt allein erziehend Und wir drei Kinder bei ihr.
00:08:23: aber meine meine Familie war jetzt nicht Unter unter Beobachtung oder so ne?
00:08:31: habe bis heute noch nicht, ich hatte gleich nach der Wenne mal darüber seniert vielleicht mir auch mal meine Stasiakte zur Einsicht bringen zu lassen.
00:08:42: Aber das hab' ich bis heute nicht gemacht.
00:08:44: und jetzt mittlerweile denke ich auf was soll mir das jetzt bringen?
00:08:47: Und ich bin glücklich ein tolles Leben!
00:08:51: Ich weiß jetzt nicht ob da vielleicht doch etwas war, aber so viel wie ich mitgekriegt habe, war da nichts... Das einzige was ihm war und das ist natürlich das System Fördersystem.
00:09:06: Dass meine Mutter dadurch, dass sie alleinerziehend war auch nicht so viel Geld hatte meiner Mutter die die Internatskosten in Berlin erlassen wurde sprich das hat der Staat übernommen.
00:09:19: Ich hätte gedacht es bezahlen die sowieso?
00:09:21: Also das ist jetzt nicht viel Geld.
00:09:24: also soviel wie ich mich erinnern kann pro Monat irgendwas mit Hundertvierzig Ostmark Ja,
00:09:30: aber wahrscheinlich das war ja trotzdem dann im Verhältnis viel.
00:09:33: Genau!
00:09:33: Also ich sage mal meine Mutter hat vielleicht neunhundert Mark die war angestellte staatliche Finanzrevision glaube ich neun-hundert mark.
00:09:46: mein Vater war damals Major der NVA Das weiß ich noch wenn der da sein.
00:09:50: Damals gab es doch noch das Bargeld.
00:09:53: Die hatten ja dann diesen Geld Briefe um Schlag den sie mit nach Hause gebracht haben Und da kann ich mich immer noch gut daran erinnern, wenn unser Vater dann seinen Gehalt bekommen hat.
00:10:03: Dann durften wir das Geld dann zählen so als Kinder, ne?
00:10:07: Das war natürlich unglaublich und der hat tatsächlich als Major der NVA, ich glaube, Tausend Vierhundert Ostmark nach Hause gebracht.
00:10:13: Das war deutlich mehr als unsere Mutter hatte.
00:10:16: Nee, und das Geld wurde ihr also übernommen von der DDR und auch die Heimfahrt Zugfahrt kosten Fahrkarte haben wir auch immer Ersatz bekommen und Verpflegung.
00:10:29: Und alles Sport Sachen, Trainingslager und so das wurde alles vom Start übernommen.
00:10:36: Ja ja was dann für dich so?
00:10:40: am Anfang die ersten Highlights bis es
00:10:45: Das erste Highlight war natürlich, dass nach dem ersten Monat, sprich September wo alles noch ganz neu war in Berlin und aufregend auch.
00:10:54: Und so dann ging es die schlechte Jahreszeit los.
00:10:58: Sprich Oktober sprich der Ruder rudert ja bei jedem Wind- und Wetter raus.
00:11:04: So Ruderergometer gab's in der Zeit noch nicht.
00:11:06: Es gab zwar schon Ruderkasten aber er wurde auch erst benutzt.
00:11:10: Also das ist dann so ein Indoor-Rudern.
00:11:12: Mit dem Wasser drin,
00:11:13: der Ruderkasten
00:11:14: oder wie so eine Schwimmhalle?
00:11:15: Genau!
00:11:16: Wo nicht zu schwimmen sondern dass man
00:11:17: tatsächlich Wasserwiderstand hat ne?
00:11:19: Genau.
00:11:20: also da sitzt man dann.
00:11:21: entweder es gibt einen Vierer Ruderkasten oder einen Achter.
00:11:24: wir hatten in Berlin achter Ruderkassen.
00:11:25: da setzt man irgendwie im achter hintereinander und dann macht man dann eben seine Kilometer im Ruderkast was man heutzutage natürlich auch ein Ruderergo ähnlich wie ein Fahrradergo natürlich macht.
00:11:39: Naja, und dann ging die schlechte Jahreszeit los.
00:11:43: Oktober früh dunkel auch und regnerig und dann natürlich diese Doppelbelastung frühmorgens um sieben in der Schule, dann um drei Uhr ins Bootshaus, dann meistens zwei Einheiten am Nachmittag noch und danach ins Internat, dann noch Hausaufgaben... muss ich auch immer noch mal erwähnen, diese ganze Social Media Geschichte die unsere Kinder heutzutage kennen und wir natürlich auch gab es ja früher noch gar nicht.
00:12:12: Sprich ich hatte nur zwei Mark in der Woche um am Münztelefon Meine Mutter mal anzurufen und nicht etwa zu Hause, sondern ich musste sie auf ihre Arbeit anrufen weil wir zuhause gar kein Telefon hatten.
00:12:24: Wollte ich
00:12:25: grad fragen?
00:12:25: Und dann muss man noch ein Telefon gehabt haben!
00:12:27: Ja ja also ich konnte meine Mutter da nur auf der Arbeit anrufen um meistens war es so in einer auf ihrer Arbeitsstelle dass ihr auch manchmal wenn ich bei ihr im Büro angerufen habe die noch gar nicht an ihrem Platz war und da musste sie erst von ihrer Kollegen gerufen werden Esy dann endlich am Hörer war, da war eine Mark definitiv schon durch den Münzer gerutscht.
00:12:52: Sprich ich hatte nur noch eine Mark und das war die einzige Verbindung nach Hause Und dann habe ich so krasses Heimweh bekommen in der Zeit.
00:13:05: Also ganz ganz schlimm und dass mein erster Trainer dann irgendwann auch mich zur Seite genommen hat gesagt Hause fahren so zwischendurch nach zwei Wochen nicht.
00:13:17: Nach vier Wochen und mal mit deinen Eltern reden weil er konnte sich das auch gar nicht mehr angucken, dass Arme häufig ein Unglück immer nur verweinte Augen hatte.
00:13:27: und da habe ich mich echt gefreut und hatte auch die Idee, dass ich gar nicht mir nach Berlin wieder zurück muss.
00:13:35: Dass meine Mutter mich gleich zuhause behält und sagt ja brauchst du nicht mehr hin hatte ich leider falsch gedacht, als ich dann nach Hause kam.
00:13:45: Weil meine Eltern hatten wohl irgendwie, mussten wir das besprechen mit Unterhalt und so.
00:13:51: Und da war unser Vater auch an dem Abend zuhause.
00:13:54: Meine Mutter hat noch gekocht in der Küche Armbrut gemacht und dann saß ich schon mit unserem Vater am Tisch und er fragte gleich ja was ist los?
00:14:03: Ich sag ja, hab gleich wieder angefangen zu weinen.
00:14:07: Und dann sagt er so, ja, nee.
00:14:09: Dann brauchst du da nicht mehr hin.
00:14:10: und ich so super.
00:14:12: In dem Moment kommt meine unsere Mutter rein und sagt sowas ist hier los.
00:14:17: Unser Vater erklärt das und sie sagt naja das ist doch ganz normal wenn man das noch nie gemacht hat.
00:14:24: Das ist Heimweh dass man das bekommt und Jana macht definitiv die Achteklasse in Berlin zu Ende.
00:14:31: Also zwischendurch kommt sie jetzt hier nicht wieder zurück und dann gucken wir mal im Sommer wie sie sich dann eventuell vielleicht doch eingelebt hat und so war es dann auch.
00:14:42: Und für mich hieß das eben wirklich so okay.
00:14:46: Mutti hat gesprochen, jetzt reiß ich mich zusammen auf gut Deutsch bis Juni.
00:14:53: Das schaffe ich und dann komme ich wieder nach Hause.
00:14:57: Dann hat sich durch das Training, durch dieses System Regelmäßige in der Trainingsgruppe auch eine ganz wichtig Trainings Gruppen, dass eben alle das Gleiche machen und sich gegenseitig dann eben auch unterstützen.
00:15:13: Man hat ja nicht jeden Tag Lust zum trainieren sondern durch die Trainings-Gruppe kommt da eben auch so einen Effekt.
00:15:21: Ja und dann wurde ich immer wir machten natürlich regelmäßig Leistungsvergleicher auch in der Trainsgruppe dann natürlich mit den anderen.
00:15:30: DDR vereinen die ersten Regatten dann zum Frühjahr.
00:15:36: Und auf einmal war ich mit einer schon der besten und fast auch was für mein Selbstbewusstsein, auch unglaublich etwas gemacht hat.
00:15:46: Ich wirklich gemerkt habe hier entwickelt sich was.
00:15:50: Hier ist was im Gange.
00:15:56: Also das erste Jahr bin ich dann da gab es auch schon DDR-Meisterschaften für uns.
00:16:01: Bin ich dann auch schon DDR-Meisterin geworden.
00:16:04: Und dann hieß es natürlich, als ich nach den Ferien wieder nach Berlin gefahren bin.
00:16:08: Als meine Mutter fragte, willst du hier bleiben?
00:16:13: So sind daraus tatsächlich sechszehn Jahre und sehr erfolgreiche Jahre geworden.
00:16:19: Gibt's
00:16:19: noch so Freundinnen aus der Zeit oder später?
00:16:22: Also Freundin ist immer eine gute Frage.
00:16:27: aber ich sage immer das waren Arbeitskollegen.
00:16:30: Also wir hatten, wir hatten tolle, tolle Kameradschaft.
00:16:34: Tolle Freundin auch in Anführungsstrichen und wir haben ja auch im Internat mit erst am Anfang mit vier Mädchen zusammen ein Zimmer bewohnt und dann später mit zwei bevor ich meine achtundachtzigmeine Wohnung dann bekommen habe meiner erste.
00:16:50: aber das waren alles Arbeitskollegen.
00:16:52: auf gutdeutsche hat sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an Aber ich hab jetzt gerade vom von der letzten olympischen vom letzten olympischen boot haben wir noch guten kontakt.
00:17:05: also wir rufen uns regelmäßig an oder wir laden uns auch noch gegenseitig ein wenn es irgendwelche youtube legen gibt oder oder oder ne aber ansonsten ist da nichts Nichts irgendwie.
00:17:16: Ich hatte jetzt eine Einladung nach Berlin ins Bootshaus, wo ich angefangen habe zu rudern in die Nixenstraße.
00:17:23: Da war meine alte Schulklasse, die sich da regelmäßig treffen und da wollte ich dieses Jahr eigentlich mal vorbei schauen hat sich dann nicht ergeben Und das werde ich sicherlich jetzt vielleicht nächstes übernächstes Jahr noch einmal machen da auch nochmal reinzutingeln.
00:17:38: aber ansonsten Das ist dann irgendwann auch abgeschlossen.
00:17:43: Du lehmst Bereiche.
00:17:45: Wir sind ja jetzt immer noch nicht im Bremen, weil wir haben fast schon... ...ein Soul beim ersten Olympia-Sieg im Dorfelfierer.
00:17:58: Aber zwischendurch war es so schon mal im kapitalistischen Ausland hätte man früher so gesagt
00:18:06: oder nicht sozialistisches Ausland.
00:18:08: Nicht sozialistisch hat man auch gesagt.
00:18:09: Eher die richtige Sprech.
00:18:15: Also warst du da schon mal im Bremen auch?
00:18:17: Nee.
00:18:18: Im Bremen bin ich tatsächlich erst vierneinzig das erste Mal hergekommen und da habe ich Oliver Schöhn dem ja auch kennengelernt, weil in Bremen gab es keine internationale Regatta.
00:18:30: Weil der Werdersee ist ja zu kurz für die zweitausend Meter.
00:18:34: wenn dann die Bremerregatta ist, die hier jedes Jahr ist, dann ist die Strecke verkürzt.
00:18:40: also ich war natürlich in Essen In Deutschland, Essen in Duisburg auf der Wedao in Köln.
00:18:48: In München war ich auch nicht tatsächlich und dann natürlich viel im Ausland auch.
00:18:54: Also ich habe während meiner sportlichen Karriere schon sehr sehr viel sehen dürfen.
00:19:00: deswegen also die Frage kommt ja auch mal regelmäßig ob ich nicht einmal damit geliebäugelt hab im Westen zu bleiben in der DDR Zeit aber Die Möglichkeiten wären da gewesen, weil wir wohnen jetzt nicht hier mit Personenschützern.
00:19:16: Wenn wir zur Regatta Strecke gegangen sind, ich sag mal nur in Luzern gehst du eben tendenziell auch zu Fuß zum Rotsee Das hätte man alles hingekriegt aber das war nie für mich irgendwie ein Thema.
00:19:31: Hätte auch sein können, dass sich da welche Scouts sagen ja sie wollen niemanden abwerben oder
00:19:36: so.
00:19:36: Ja das gab es auch bei anderen Sportarten aber da ist auch nie jemand jetzt angetreten.
00:19:43: an uns also in meiner ganzen Zeit als ich Ruderin war für die DDR ist aus unserer Nationalmannschaft keiner weggeblieben nicht mehr zurückgeflogen.
00:19:54: Wie war denn so der Übergang von einem System, als Kind richtig straff im DDR-Sportsystem zu sein und dann später weiterzumachen während das ganze Land sich verändert?
00:20:14: ... haben sich da, also ist es am Ende doch alles sehr ähnlich.
00:20:19: Weil ich meine das Sport ist der Sport und eigentlich man hat eine gemeinsame, also eine Gemeinsamkeit... ...und vielleicht ist es irgendwie so ja keine Ahnung, dass Zimmer ist manchmal schon renovierter oder was weiß ich ja sowieso?
00:20:34: Ja ja ja, also das ist genau so.
00:20:36: ne weil DDR-Sportsystem, Westsportsystem ist letztendlich mal runtergebrochen genau das gleiche also.
00:20:46: aber es ist eben im westsystem ist es eben nicht so gewesen dass eben diese scouting und diese förderung Diese diese masse an an Kindern auch im system, ne?
00:21:01: Also da war's ja eher so.
00:21:03: Ist ja heute immer noch so leider aus meiner sicht Das kinder immer nur aufgrund von häuslichen älterlichen Vorbildern oder weil die Eltern, die und die Sportart machen das Kinder dann auch machen.
00:21:18: Und dass es eben dann aus meiner Sicht eben das bestimmte Kinder bei bestimmten Sportarten gar nicht so... Ich meine alles im Freizeitsport, im Breitensport natürlich machen, machen, Machen besser als am anderen Doppelkonsole zu sitzen.
00:21:35: aber wenn's um Hochleistungssport geht sind in bestimmte körperliche Voraussetzungen, sind eben da auch mit Entscheidenden der heutigen Zeit von Weltspitze.
00:21:48: Und das ist ein ganz gravierender Unterschied.
00:21:50: Der bis heute also das DDR-System wurde ja nicht über einen Normensportsystem sondern wir haben jetzt ein Gesamtdeutsches eher auf dem Westsystem fußendes dass eben Kinder die Auch von zu Hause häuslicherseits keine Möglichkeit haben, in den Sport zu gehen.
00:22:08: Weil die Eltern das nicht sehen oder auch der finanzielle Rahmen ist eben auch nicht zum Sport kommen und da bleiben viele Talente eben auch unentdeckt.
00:22:21: Es geht immer darum erstmal an eine gewisse, hört sich vielleicht jetzt auch doof an Masse an Kindern ins Sport zu bringen um dann darüber ... eine höher Qualifikation hinzukriegen, die dann irgendwann Weltspitze.
00:22:38: Und das war eben der größte Unterschied, ne?
00:22:42: Ansonsten ein Training natürlich... ich meine, ich ... ... neunundachtzig da war ich dann doch Junge zwanzig schon als die Wende war und ... ... Neunundachzig war ja noch die DDR-Mannschaft und die Westdeutsche Rudermannschaft Die letzte Weltmeisterschaften, die waren eher auf Tasmanien.
00:23:06: In Australien gab es sogar auch noch zwei getrennte Mannschaften.
00:23:14: Und die erste gesamtdeutsche Mannschaft war dann Wien, wo das erste Mal ein gesamteutes Team aufgelaufen
00:23:24: ist.
00:23:25: Und dann kann man sich jetzt ja auch bei meiner Biografie mal die Frage stellen, wo warst du denn eigentlich zwei neunzig Jahre und dreinneunzig?
00:23:33: Stimmt.
00:23:33: Vierneunzig
00:23:34: war ich dann auf einmal wieder vier Neunzig da war und fünfundneunzehntexenneunzi.
00:23:39: Und da kam wirklich dann diese dieses Zusammenlegen.
00:23:44: für meine Person ist es dann schwierig geworden, weil man muss sich das vorstellen in jeder Sportart gibt es nur Bestimmt viele Plätze, die besetzt werden können.
00:23:59: Beim Rudern ist es eine relativ große Nationalmannschaft.
00:24:02: Wir hatten damals noch vierzehn olympische Bootsklassen Die alle besetzt wären mussten.
00:24:09: Aber wir hatten zwei Mannschaften Ost- und Westmannschaft, die auf diese vierzen Boots Klassenplätze Rauf wollten, also doppeltes Personal auf gute Heute.
00:24:23: Und dementsprechend war natürlich was ja immer ist nur weil ich jetzt für schon fünfmal Weltmeister in einem Olympianieren war nicht automatisch nominiert Für die Nationalmannschaft sondern jeder olympische Sportart muss sich im nächsten Jahr wieder neu national nominieren Auf die Plätze.
00:24:42: das hat natürlich damit zu tun dass man immer Weltspitze anstrebt in den Sportarten.
00:24:49: Und im Zweinneunzigerjahr, also einundneunzig bin ich ja noch Weltmeisterin geworden im ersten gesamtdeutschen Ruder-Team und zweinneunsig war es dann so dass ich mich national nur in Anführungsstrichen als Ersatzfrau qualifiziert habe.
00:25:02: Also sprich die Bootsplätze waren besetzt aber dann hätte ich noch... Es gab immer zwei Ersatztfrauen die dann noch mitgenommen wurden um eventuell wenn Verletzung oder Krankheit das man da eben jemand einsetzen kann als Ersatzfrau.
00:25:18: Und da hat dann der Verband gesagt, perspektivisch auf sixundneunzig zwei tausend olympische Spiele nehmen wir Als Ersatzt Frau nicht hier die Jana Die Alte mit weil ich war dann bei neunzig war ich dann zum zwanzig Da ist man dann schon die alte gewesen auch wenn Ich so erfolgreich war.
00:25:40: und da hat Man Dann Perspektive gesagt er Nehmen will eine jüngere Sportlerin Mit und dementsprechend wurde Ich Tatsächlich aus Außen nominiert, sprich ich war auf einmal arbeitslos.
00:25:52: Also ich hatte keine Perspektive mehr.
00:25:55: also Verband hat gesagt brauchen wir nicht mehr.
00:25:57: Wir haben jetzt doppeltes Personal.
00:25:59: und ja dann stand ich da als twenty-fünfjährige.
00:26:05: Ich hatte zu DDRzeiten ein MTA Schwester gelernt.
00:26:09: Dann in der Wendezeit habe ich eine Kosmetikausbildung gemacht Und habe dann ein Praktikum noch gemacht als Kosmetikerin.
00:26:20: Und meine Familie war ja nach wie vor in Neubrandenburg, in Praxthof und ich war immer noch in Berlin alleine.
00:26:29: Ich hab da tatsächlich in der Zeit so'n bisschen auch heutzutage würde man sagen Depression bekommen weil...
00:26:36: Ist ja eigentlich auch kein Wunder...
00:26:37: ...wurde nicht mehr gebraucht.
00:26:41: Mit mir, mein Befriedungslevel war natürlich unglaublich hoch.
00:26:45: Weil immer nach jedem Tag konnte man ja was abrechnen an Training.
00:26:49: Das war einfach in meiner DNA mittlerweile und das hatte ich auf einmal nicht mehr.
00:26:54: Ich war quasi so ein alter Esel wenn wir jetzt mal hier auf Bremen
00:26:59: zu sprechen
00:26:59: kommen wurde ausgemustert Und da hatte ich ganz schön tatsächlich mit zu knapsen.
00:27:07: und jetzt kommen wir wieder, warum ich dann wieder aufgetaucht bin.
00:27:10: Hatte das Glück!
00:27:12: Das ist eine ehemalige Mitruderin aus Potsdam, Katrin Borohn.
00:27:15: Die hatte Geburtstag im Februar, die hatte mich angehoben und hat mich eingeladen zu ihrem Geburtstag.
00:27:23: Erst wollte ich da gar nicht hinfahren von Berliner Potsdarm war mir viel zu weit so ein Anklangstrich.
00:27:30: Und dann habe ich mich aber doch zusammengerissen und hab gesagt okay weil auf solchen Geburtstage Katrin war auch damals noch aktiv triffst du mal wieder viele, viele alte Ruderinnen und meine alte Trainerin habe ich da auch wieder getroffen auf dem Geburtstag.
00:27:48: Na ja!
00:27:49: Und dann kommt man natürlich ins Schnacken und das sind natürlich alle so schön kennt man ja von Klassentreffen und und und hat mir jedenfalls unglaublich gut getan dass die waren wieder zu treffen.
00:28:00: und dann hat mich auch meine ehemalige Trainerin Jutta Lau auch zur Seite genommen mich gefragt, Mensch, Sorge.
00:28:08: Sorge war mein Spitzname damals zu ruderer Zeiten.
00:28:10: Mensch, sorge was macht das denn jetzt so und was vertreibt es denn jetzt?
00:28:14: So habe ich da eigentlich nur ja hab ich nur rumgenuschelt.
00:28:18: und dann hat sie gesagt Mensch du bist doch gar nicht glücklich und merke ich doch pass mal auf willst du nicht nach Potsdam kommen jetzt zu uns in unsere noch intakte Trainingsgruppe und willst du dich wieder anfangen zu rudern?
00:28:30: ne und ich erst mal sowas.
00:28:33: Und sie, ja ich traue dir das zu.
00:28:35: Also das hat sie mir alles an dem Abend beim Geburtstag eben wirklich im Gespräch.
00:28:39: Ich traue die das noch zu.
00:28:40: Ich war eigentlich ausgemustert und auf einmal kommt da Trainerin mit der ich auch Weltmeisterin und Olympiasäge gewohnt bin und die spricht dann mit mir und sagt so Mensch und wir probieren es nochmal und von dem Abend bin.
00:28:57: Ab Februar bin ich dann jeden Tag von Berlin.
00:29:00: In Berlin hatte ich ja meine Wohnung nach Potsdam und abends wieder, nach dem Training wieder zurückgependelt.
00:29:07: Und im ersten Jahr, dreiundneinzig habe ich noch nicht die Nominierung wieder geschafft aber hab schon auf Wettkämpfen wieder national gerudert.
00:29:16: Und vierundneintig habe ich tatsächlich dann die Nomination wieder geschafft für den Nationalmannschaft.
00:29:21: Da waren ja die Weltmeisterschaften in Indianapolis
00:29:25: Als Alte, ne?
00:29:26: Als sogenannten Einführungsstricken.
00:29:29: Genau!
00:29:30: Richtig richtig also und Weltmeisterin geworden im Doppelvierer dann fünfundneunzig nochmal wieder Nominierung da waren die Weltmeisterschaften in Tampere auch wieder Weltmeesterin gewonnen und dann natürlich das Comeback.
00:29:44: also ich meine davor vierneunzig, fünfneunzeig war schon come back Weltmeiserin.
00:29:49: Und dann die Nominierung tatsächlich nochmal ins Olympiateam, gesamtdeutsche Olympiatheam.
00:29:56: Zweite Mal und dann auch noch dieses Großgrün können das Kabel mit dem Olympiasignal.
00:30:03: Und dann war für mich wirklich diese Schmach so innerlich, dass man ausgemustert wurde... Erledigt, also dieses auch aus meiner Wiede eben getilgt.
00:30:17: und dann natürlich noch das große Glück.
00:30:22: In der Nationalmannschaft auf meinen jetzigen Mann zu treffen.
00:30:27: und von da sind wir dann ja auch gemeinsam seitdem durchs Leben gegangen.
00:30:32: und erst drei Jahre tatsächlich mit der nationalmannschaft haben wir alles zusammen gemacht weil Oliver's Boot lag dann auch im Olympia Stützpunkt Potsdam.
00:30:41: und dann hat er bei mir, wenn die Trainingswochenenden waren ja immer, dass man zum Stütztpunkt kommen musste.
00:30:50: Und da hat er auch schon bei mir die Wochenende gewohnt in Berlin und dann sind wir zusammen zum Training gefahren, sind zusammen zu dem Wettkämpfen in die Trainungslage.
00:30:59: also es war auch schon sehr sehr im Nachgang immer eine sehr sehr geile Zeit Geile Zeit gewesen, so im Nachgang.
00:31:07: Weil Oliver ist ja auch da.
00:31:09: Da hat er ja auch seine erfolgreichsten Jahre gehabt.
00:31:11: Vierneinzig, neunzig, dritter bei den Weltmeisterschaften geworden mit seinem Boot, ne?
00:31:16: Sechsundneinzig war er in einer Nationalmannschaft, sprich er war ja auch mit in Atlanta und dann aber auch durch bestimmte Geschichten nicht nominiert worden obwohl ähnlich wie bei mir eigentlich vom Leistungsstand im Boot hätte sitzen müssen.
00:31:35: Aber das hatte dann Vereins-, Inner-Vereinskräfte haben da mitgemunkelt, gemogelt und ja letztendlich ich bin Olympiasiegern geworden.
00:31:49: Und danach haben wir dann beide aufgehört und dann geht ja quasi unsere gemeinsame Zeit in Bremen los.
00:31:56: Noch einmal zurück zum Rudern!
00:31:59: Ich habe so den Eindruck so Rudern.
00:32:04: also wenn man jetzt Ostwesten, wenn sich drauf guckt.
00:32:07: Nur vom Gefühl her vielleicht kannst du das gar nicht so beantworten weil ihr ja drin bist aber hier ist es eher sowas editäres.
00:32:14: also man ruht dann ist irgendwie so ein toller Sport.
00:32:20: auch gehört manchmal ein bisschen wie Klavierspielen oder weiß ich nicht Polo spielen oder was was.
00:32:29: ich gehört irgendwie so dazu und hat noch mal sowas anderes.
00:32:35: Aus einem ostdeutschen Blick würde ich immer sagen, man guckt da so drauf.
00:32:37: Das ist ein
00:32:38: Sport
00:32:39: aber es gibt nicht diese Meta-Ebene von... Man sagt auch was aus damit dass man sowas diesen Sport macht und eben keinen anderen der nicht so populär eine Metaebene hat.
00:32:57: Hast du das gemerkt?
00:33:01: So in der Mischung war es?
00:33:02: Also gemerkt im klassischen Sinn nicht, weil die Sportler Ruderer-Ruderinnen, die dann in der Nationalmannschaft sind.
00:33:14: Die sind alle mehr oder weniger so wie wir gewesen aus Deutschland.
00:33:19: Aber man weiß das ja.
00:33:21: ich meine dass des Rudern auch eine Universitätssportart ist ganz Ganz weit verbreitet natürlich in Großbritannien, Cambridge.
00:33:34: Die achteren ganz präsent an Henley natürlich diese elitäre Rigatta und das ist schon so.
00:33:42: ein Hintergrund gibt es also historisch gesehen aber in Deutschland habe ich das nicht mehr so begriffen.
00:33:51: Das einzige ist nach wie vor Rudern ist eine sehr materialintensive Sportart.
00:33:58: Du musst eben im Verein, du kannst das nicht zu Hause machen.
00:34:01: Weil schon so ein Einer der kostet zwanzigtausend Euro.
00:34:05: Du musst natürlich auch Zugang zum Wasser haben und Brutzanhänger und man macht das schon im Verein.
00:34:13: Aber die Klamotten sind jetzt nicht unbedingt teuer?
00:34:15: Nein, nein, nein!
00:34:16: Das ist ganz klassisch also wie was wir zum Joggen anziehen.
00:34:20: Siehst du auch zum Rudern an.
00:34:22: Und immer wechselsache falls man doch mal...
00:34:25: Ja, der Ruderer sollte dann irgendwann nicht mehr reinfallen und das Ruderboot kippt auch nicht so schnell um wie ein Kanu.
00:34:34: Da
00:34:34: muss man
00:34:35: sich schon sehr dumm anstellen oder richtig krebschienen.
00:34:39: oder in Berlin sind wir natürlich viel durch Brücken gerudert Und wenn man da ein bisschen mit einem Doppel-Zwei-, Doppelfierer vielleicht die Kurve ein bisschen zu eng ansetzt vom Steuer, dass man dann ein bisschen an Brückenpolar und dadurch umkippt.
00:34:55: oder wir haben auch viele auf dem Mückelsee gerudert.
00:34:58: Da sind dann auch Räusen von den Anglern aufgebaut Wir
00:35:06: gucken ja nach
00:35:07: in die Fahrtrichtung, sprich wir müssen uns immer links und rechts orientieren auch mal umgucken.
00:35:13: Dann sind wir auch teilweise dann mal gegen diese Reusen gefahren und dieser Ausleger am Ruder Boot, die sind auch nur Alu Und die waren dann auch schnell mal verbogen und dann standst du da und dann musste die Trainere mit dem Motorboot dich dann zurückschleppen auf gutdeutsche ins Bootshaus Ne?
00:35:30: Also das Boot und der Boot Transport ist alles... Hatten finanziellen Aufwand, also auch für Rudervereine in der heutigen Zeit.
00:35:39: Das ist auch immer ein großes Thema Also auch neue Boote kaufen Aber ansonsten das ist wie leicht Athletik.
00:35:47: Was war denn Eindruck von Bremen dann in den neunzigern?
00:35:50: Ja ich bin ja auf vierneinzig dann das erste Mal mal zum Wochenende hier von Berlin hochgekommen und Oliver war damals auch schon immer sehr sehr umtriebig.
00:36:00: wenn dann die Freunden da ist eben Bremen auch ihr zu zeigen.
00:36:07: Oli hat ja auch oder immer noch einen riesigen Freundeskreis hier, auch viele Verabredungen, auch Essen gehen.
00:36:15: also auch da.
00:36:16: meiner Meinung nach damals aber wahrscheinlich auch noch mit ein bisschen naiveren Augen gesehen war die Gastrozene für mich viel viel magischer, viel größer, viel unterschiedlicher.
00:36:32: Aber weil ich wahrscheinlich auch noch nie in Bremen war oder generell noch nie, außer in Berlin natürlich, ja so auch mal privat dann eine Stadt kennengelernt habe.
00:36:45: Also auch im Berlin war es einfach so dass ich früh morgens in Zucki stiegen bin um sechs Uhr.
00:36:51: um sieben Uhr war ich in Potsdam dann gerade die letzten drei Jahre.
00:36:56: da bin ich sofort ins Bootshaus Mein Tag verbracht, wie so ein acht Stunden Arbeitstag und abends wieder zurück.
00:37:06: Und dann nach Hause kurz eingekauft essen noch machen und ausruhen und dann wett.
00:37:11: Das war mein Tages-Rhythmus, Wochenrhythmus.
00:37:15: Und das hat mir schon gut gefallen.
00:37:19: auch tatsächlich wir haben damals schon viel mit dem Fahrrad gemacht Wir hatten ja hier kein Auto und die kurzen Wege natürlich auch mit der Weser.
00:37:30: Das hat mir in den drei Jahren, bevor ich ja dann hier hergezogen bin.
00:37:35: Hat mir immer gut gefallen.
00:37:36: wenn ich mal ein Wochenende hier war und wir sind dann auch einmal da war ich hier da war das Wetter relativ gut.
00:37:44: Es muss auch so im Sommer gewesen sein.
00:37:47: Da hat Oliver dann auch spontan gesagt lass uns mal nach Duhn hochfahren an die Nordsee und ich komme aus Ostdeutschland sprich Könnt ihr Ostsee?
00:37:55: Ja,
00:37:55: Ostsee ist immer da.
00:37:58: Genau das war dann der große Knackpunkt, da sind wir wieder hochgefahren.
00:38:02: Oliver hat das Auto von seinen Eltern und dann kommen wir dahin tun an und das Wasser war nicht da.
00:38:07: Schöne Matschepacche Wattgeschichte und ich hatte mich überhaupt nicht damit irgendwie auseinander gesetzt wie Nordsee und so entstand ich da.
00:38:18: Ich dachte, wo ist das Wasser denn?
00:38:20: Es ist gerade Apple.
00:38:23: Das kommt in ... Warte mal!
00:38:26: Was wollen wir dann hier?
00:38:27: Da können wir wieder nach Hause fahren.
00:38:29: Wir sind tatsächlich umgedrichtet und haben hier eine kleine Hose gefahren.
00:38:33: Ja,
00:38:34: das gerne nicht.
00:38:35: Heutzutage kann man im Internet kurz gucken wie die Tiefenzeiten sind.
00:38:38: Richtig,
00:38:38: ob sich es lohnt hochzufahren.
00:38:40: Manche schwören auf Wat-Wanderungen und können sie auch alles machen.
00:38:44: Gerne, aber ich bin tatsächlich... Wenn man mich fragt, ich bin Team Ostsee.
00:38:52: Wir waren viel als Kinder mit unseren Eltern, als ich noch zu Hause war.
00:38:55: Schnell mal am Sonntag von Pragshofen nach Usedom ist es nur anderthalb Stunden.
00:39:00: da haben wir gerne mal so ein Sonntags-Trip hingemacht.
00:39:06: Gibt's denn jetzt ja noch Besonderheiten und die dir so auffalten?
00:39:13: zu bremen oder wo du jetzt nochmal merkst, nach ein paar Jahren stimmt?
00:39:19: Ich finde ja so Bremen und Brandenburg, das ist ja alles nicht so feier.
00:39:22: Und Mecklenburg, da sind es ja alles relativ nahe.
00:39:25: also man hört es ja zum Beispiel auch meist man kann es sehr schnell sich anpassen man würde nicht unbedingt so schnell hören wenn man jetzt dass man woanders herkommt finde ich oder?
00:39:35: Ja bei mir war natürlich ich komme natürlich aus Norddeutschen auch nach Brandenburger ähnlich wie Bremen.
00:39:46: Aber ich habe natürlich sechszehn Jahre in Berlin gelebt und als ich dann hierher kam, habe ich natürlich noch.
00:39:51: manchmal hört man es glaube ich auch so mehr noch ein bisschen berlinerisch oder potstammarisch geredet.
00:39:57: So icke so auch mal eingebaut.
00:40:02: aber das ist jetzt auch mehr oder weniger Manchmal, wenn man so wie wir jetzt beide auch wieder reden.
00:40:08: Oder auch mit den Kindern oder anderen.
00:40:11: Da merke ich das dann selber, dass es dann auch mal wieder so eine kleine was sich aber natürlich ganz niedlich finde weil das war ja schon ne sehr pringende Zeit.
00:40:19: Aber ansonsten also Bremen war einfach von der Größe.
00:40:26: Gerade als wir dann in die Sechstundneunzig gesagt haben Ich komme jetzt hier mit hoch Also ich habe meine Tätia dann Wir haben ja beide aufgehört zu rudern meine Zelt abgebrochen, meine Wohnung aufgegeben in Berlin und wir haben uns dann die erste Wohnung hier zusammen zugelegt Oliver und ich.
00:40:44: Und das ist eben einfach so eine unglaublich schöne Größe.
00:40:48: Bremen diese wie gesagt kurzen Wege dann eben diese Fahrradgeschichte dass man eben so flexibel ist.
00:40:58: und also ich habe mich von Anfang an gleich super wohlgefühlt hier in Bremen Und deswegen konnten wir uns das eben dann auch relativ schnell vorstellen, dann auch tatsächlich zu heiraten.
00:41:12: Wir haben ja dann siebenundneunzig schon geheiratet.
00:41:17: Am dreinzwanzigsten Dezember.
00:41:21: Ach was?
00:41:21: Dann ist es amtlich genau.
00:41:24: Finde den Fehler!
00:41:25: Am
00:41:25: dreinswanzigste Dezember da haben wir erstmal eine sogenannte Familienzusammenführung gemacht Weil unsere Familien Ost und West kannten sich noch gar nicht.
00:41:36: Sprich,
00:41:37: wir haben auf der Hochzeit kennengelernt?
00:41:39: Ja genau!
00:41:40: Und dann aus dem Fest genau.
00:41:42: Und unseren ganzen Freunden, den hatten wir noch gar nichts erzählt dass wir jetzt Landesamt sich schon geheiratet haben.
00:41:49: und das war auch ein super schönes Ost-West Zusammenlegungsfamilienfest gewesen.
00:41:57: Und dann haben wir am neunten Mai
00:41:59: im Jahr darauf,
00:42:00: achten und neunzehnmal kürzlich im Dom geheiratet.
00:42:04: Und da haben wir die Einladung auch an alle unsere Freunden und dann auch reingeschrieben in die Einlung.
00:42:10: Übrigens wie sind schon seit Dezember verheiratete Aber jetzt machen wir es nochmal richtig rund mit euch und haben eine große Feier gemacht.
00:42:19: Damals gab's war gerade die Business Kurve im Weserstadion gerade neu Eröffnet, da haben wir dann gefeiert und ja.
00:42:29: Und dann ging es ihm weiter dass wie uns dann auch ganz schnell sicher waren das wir dann eben auch Kinder haben möchten.
00:42:37: und zweitausend kamen er dann unsere Zwillinge zur Welt.
00:42:41: und ja soll ich sagen die sind jetzt sechsundzwanzig und machen uns Freude.
00:42:46: Wir sind unglaublich stolz.
00:42:49: Ich habe mein Business hier ich bin nach wie vor im Sport geblieben
00:42:54: Ja.
00:42:54: Als
00:42:55: ich neunzig sechsundneinzig ankam, habe ich nochmal eine Umschulung gemacht zur Heilpraktikerin an
00:43:02: einer
00:43:02: Schule in Hochding, Heilpaktiker-Schule in Hochting und nebenbei hab' ich noch als studentische Aushilfe bei BEX im Besuchertentrum gearbeitet und noch zusätzlich im Sportstudio auch als Trainerin.
00:43:15: Das ist ja
00:43:19: premium dann so eine Trainerin zu haben.
00:43:21: wenn man denkt wow!
00:43:24: Da auch immer, Jana tut eher Tiefstapeln als Hochstapel und das habe ich natürlich nicht jedem gleich immer aufs.
00:43:32: Und man ging da noch damals noch nicht so damit hausieren.
00:43:36: übrigens wir haben jetzt hier die Olympiaserie wobei in meinem ersten Studio bei Bodysport an der Falkenstraße gab es damals noch Der hatte sogar dann auch einen Aushang gemacht mit einem Autogramm von mir und jetzt hier als neue Mitarbeiterin Jana Sorgers-Rau, mit den ganzen Erfolgen.
00:43:59: Genau!
00:44:00: Und ja...und dann kam wie gesagt die Mädchen da habe ich erst mal drei Jahre zu Hause bleiben dürfen weil mein lieber Mann unser ihr lieber Papa es uns eben ermöglicht hat dass ich ihm die drei Jahre nicht arbeiten gehen muss, was ich auch sehr geschätzt habe.
00:44:20: Weil wenn man so viele Jahre wie ich in einem bestimmten System ist wo man immer funktionieren muss war das natürlich für mich jetzt auch für die Kinder mal wirklich nicht immer diese Terminierung zu haben sondern einfach dann Ja, einfach so den Tag auch zu genießen mit allem was eben dann auch ansteht und auch die Entwicklung.
00:44:45: Ich meine Oliver war damals bei Werder Bremen Assistent von Willi Lemke.
00:44:51: So hatte er ja damals angefangen und dementsprechend war er auch viel unterwegs, auch lange Arbeitslage gehabt und sprich die ganze Hintergeordnete Geschichte, Kinderhaushalt etc.
00:45:08: Pepe war dann auch bei mir.
00:45:12: Das war für mich okay.
00:45:14: Also ich hatte... Spillinge
00:45:15: ist
00:45:16: ja schon
00:45:16: mal was anderes?
00:45:18: Ja genau aber das kippt immer ganz schnell muss ich auch dazu sagen.
00:45:22: also Spillenge ist dann doch einfacher als hintereinander Kinder kriegen weil die sind in einem Spektrum in einer Altersstufe.
00:45:30: also ganz schnell spielen die Kinder dann auch wenn sie damals noch nicht im klassischen Sinn gespielt haben, im ersten Jahr.
00:45:37: Sondern nur nebeneinander gelegen haben auf der Decke unten auf dem Fußboden weil sie ja noch nicht sich bewegen konnten.
00:45:43: aber nur dieses Gebrappel das hat sich schon gegenseitig beruhigt.
00:45:47: da ist meine Schwester so dass ich als Mutter dann schon wieder ein bisschen Zeit hatte mal schnell in die Waschküche zu rennen oder welche aufzuhängen und und und also das ist schon großes Privileg dann natürlich am Anfang jeder Kinder bekommt muss ich erst mal in dieses neue, diesen Abschnitt reinfuchsen.
00:46:08: Aber also eine Zwillingsmutter... Also ich sage immer Eltern die hintereinander zwei aber auch drei Kinder kriegen das erste ist gerade aus dem gröbsten raus dann kommt das nächste und da ziehe ich wirklich meinen Hut und echt Respekt.
00:46:27: Zwillinge ist ne Aufgabe auf jeden Fall machbar.
00:46:34: Ja,
00:46:35: und jetzt hast du ja dein eigenes Studio?
00:46:38: Hast du da noch irgendeine Verbindung zu... Also machst du noch irgendwas auf dem Wasser auch oder ist das gar nicht mehr so...?
00:46:46: Nein also mit sixundneunzig beim Comeback wie gesagt Gott sei Dank Olympisch Gold nochmal errudern können habe ich wirklich dieses Kapitel rudern für mich wirklich Adakta gelegt weil das war dann so ein Endpunkt Also so ein riesiger Ballerstein ist mir damals dann auch richtig von der Bus gefallen, dass ich auch den Verband, den Funktionären es quasi auch nochmal beweisen konnte.
00:47:11: Dass eine ausgemusterte ältere Sportlerin es doch noch mal zurück schafft und damit war ich dann auch fein.
00:47:21: also ich habe dann auch keinen Rollen mehr in mir gehabt.
00:47:26: eine Perspektive.
00:47:26: Ich hatte ja mit Oliver auch ne neue Perspektiv, also nicht mehr sportlich sondern beruflich, partnerschaftlich in die Neue Stadt auf.
00:47:40: das war glaube ich auch ganz wichtig dass man da aus dem alten Umfeld was alles seine Berechtigung hat.
00:47:46: aber hier in Bremen und am Anfang ist tatsächlich auch ein oder zwei ob es jetzt Hansa war ... sechzig oder wieder andere oder Vereinde am Wasser heißt, sind dann auch mal proaktiv auf mich so... ... nebenbei so zugekommen und gefragt, ob ich eventuell Trainer werden will.
00:48:07: Aber das habe ich mir dann richtig realistisch, muss ich einfach so sagen vorgestellt wie das denn dann vielleicht aussieht?
00:48:15: Das ist meine Trainerarbeit!
00:48:16: Ich bin im DDR-System sozialisiert worden.
00:48:21: Sprich der Leistungssport war dass Oberste und nicht der Breitensport.
00:48:27: Also das war meine Sicht so, natürlich in Vereinen ist diese breiten Sportgeschichte auch ganz groß aufgestellt was ja genau richtig ist.
00:48:36: aber ich wäre immer in die Richtung Hochleistung und Leistungssport gegangen und da konnte ich mir damals tatsächlich immer schon vorstellen so realistisch was sich da auch was für Hürden ich wahrscheinlich treffen weil es hat natürlich alles mit Geld zu tun dass man vielleicht dieses Boot haben will ... als einer oder in das Trainingslager fahren will, weil ich das eben so gewohnt war aus der DDR-Zeit.
00:49:03: Und dann natürlich auch die Arbeitszeiten meistens abends... Weil die Kinder Jugendlichen erst nach der Schule dann abends, spätten Nachmittagabend zum Training und am Wochenende.
00:49:15: Die Regierten sind natürlich auch am Wochenenden.
00:49:18: hat und das wollte ich nicht mehr.
00:49:22: Ich wollte jetzt endlich mal selbstbestimmt über meinen Tag bestimmen, deswegen habe bis heute auch nicht mehr wieder im irgendeinen Brot gesessen und so ab und zu.
00:49:36: Bei mir im Studio habe ich ein Ruder-Ergut stehen Und einige von meinen Sportlern-Sportlerinnen, die zu mir zum Training kommen.
00:49:44: Die haben auch Zuhause ein Rudergerät.
00:49:46: Haben sie sich angeschafft was ja auch gut ist und den biet ich dann ab und zu mal an dass Sie mir mal zeigen wie sie Zuhauses rudern damit Ich Mal Ein bisschen auf die Ausführung Gucke, ob das auch weil Rudern ist schon eine sehr gesunde Sportart aber man kann auch tatsächlich im Ruderschlag sehr viel Negatives reinbringen.
00:50:08: Weil es eine Koordinations-Sportart koordinative hochkoordinativen Sportarten Oberkörper unter Körper müssen zusammenarbeiten und dann dürfen sie erst mal vorrunden wie Sie das meinen und größtenteil machen das eigentlich auch alle gut also alles super.
00:50:27: Aber manchmal zeige ich Ihnen das dann selber auf dem Ruder Ergo.
00:50:32: Und dann tatsächlich so, wenn ich gut bin, schaffe es noch fünf Minuten, dann habe ich schon keinen Bock mehr weil einfach zu viele Jahre auch gerudert und da sind wir ja auf dem Ergometer im Winter... Da haben wir ja zwei Stunden geruderd am Stück natürlich mit Pausen.
00:50:49: aber so zwanzig-fünfundzwanzig Kilometer Einheiten haben wir als Einheit und das zweimal am Tag Und jetzt hier auch nicht schon rum, wenn ich da fünf Minuten mal gut an muss.
00:50:58: Also so viel zur ehemaligen Hochleistungssportlerin.
00:51:01: Viele die das jetzt hören werden sagen so wow oder vielleicht auch Eltern... Das hatten wir vorhin ja schon, dass du gesagt hast ja die Eltern, die achten vielleicht nicht drauf?
00:51:11: Oder ist es auch schwierig wie man, wie das Kind zum richtigen Sport findet und du hast ja am Anfang selber gesagt, das fandest Du ja auch doof eigentlich und hast es aber dann doch gemacht.
00:51:22: hast du noch irgendeinen Tipp man vorgehen kann, wenn man Eltern ist sozusagen oder als Mutter?
00:51:31: Naja letztendlich so haben wir es ja mit unseren Töchtern auch gemacht.
00:51:36: Dass man irgendwann mit den Kindern sich antüchtet und sagt also für uns als Familie gehört Sport eben auch zum Alltag.
00:51:49: Und natürlich sollte man nicht als Eltern aus unserer Sicht Kinder gleich quasi damit konfrontieren jetzt, wenn du jetzt diese Sportart beginnst solltest du da auch Hochleistungsportler werden.
00:52:02: Soll es auch Nationalmannschaft wären und so sondern erstmal natürlich spielerisch.
00:52:07: also sollte natürlich immer losgehen dass man ich meine es gibt in allen Vereinen Bremen gibt es Kind- und Elternturn ne?
00:52:19: Damit erst mal loslegen dann natürlich Spielplatz ohne Verein schon mal Spielplatz, dass man einfach regelmäßig mit den Kindern wenn es finanziell möglich ist natürlich auch Wassergewöhnung.
00:52:30: Dass die Kinder schwimmen lernen oder überhaupt mit dem Element Wasser in Berührung kommen und dann natürlich ab einem bestimmten Alter einfach dann eben Aussagen.
00:52:40: hier gehört für uns mit dazu Wo wollt ihr denn hin zu welcher Sport?
00:52:45: Also Lissi und Lotta haben dann angefangen mit Handballspielen.
00:52:49: Ist ja auch klassisch hier, also gibt es ja auch
00:52:50: gute Abteilungen.
00:52:51: Genau!
00:52:52: Erst am Hofweg hier bei uns in Walle und dann sind sie tatsächlich nur noch gewechselt nach Finderorf.
00:53:00: Und das war dann auch immer so, dass wir nicht gesagt haben, am Anfang wie bei mir auch ein bisschen ähnlich.
00:53:06: So erste Monat, zweite Monat ist man irgendwie noch ganz gut dabei und dann wird es immer so ein bisschen was zum Training.
00:53:14: Dass wir auch immer gesagt haben also bestimmte Zeit... bleibt ihr einfach da.
00:53:19: Also nicht sofort wieder rausnehmen, wenn das Kind kein Bock mehr hat sondern auch so Disziplin-Regelmäßigkeit auch natürlich immer die euer team wartet auf euch oder auch zu spielen dass man dann natürlich mitfährt weil das ist ein Teamsport.
00:53:37: und dann haben sie tatsächlich aber irgendwann damit aufgehört.
00:53:43: Was kommt jetzt?
00:53:44: Wo seht ihr euch jetzt, ne?
00:53:45: Und dann haben sie tatsächlich beide auch angefangen zu rudern.
00:53:49: Witzigerweise!
00:53:51: Und damals waren in ihrer Altersklasse nicht so viele Kinder bei Hansa im Ruderverein.
00:53:57: Also sind sie dann immer mit zwei Jungs im Mix Doppelvier gefahren,
00:54:03: ne?!
00:54:04: Und auch nach Ämnen unter anderem zur Regatta und dann haben die viel gemacht.
00:54:09: Die hatten einen guten Trainer, zu Schwimmwettkämpfen im Winter, Ruder-Ergomeisterschaften gefahren.
00:54:17: Aber irgendwann
00:54:18: abends zu Hause kam das dann, dass wir beim Abendbrutzdurch auch darüber wieder fabulierten und sie sagten ja Mama, Papa... Wir wollen schon weiter rudern, aber wir wollen nicht mehr Regata fahren.
00:54:31: Also keine Wettkämpfe immer machen und dann haben sie es tatsächlich begründet.
00:54:35: zum Mama so erfolgreich wie du wären wir sowieso nicht Und auch so erfolgreich als Papa wären wir auch nicht.
00:54:43: Na ja und ich meine was sollst Du denn als Als Eltern sagen?
00:54:48: Dann haben wir gesagt Ja finden wir gut dass ihr uns das so sagt finden wir aber auch gut, dass ihr weiter zum Training gehen wollt.
00:54:57: Also dieses Training diese Gemeinschaft und so das hat ihnen schon alles gut gefallen ja mir dann auch.
00:55:02: im Sommer haben die auch Zeltlager gemacht und so
00:55:07: genau
00:55:07: und als sie dann fertig waren mit Schule haben sie dann aber auch aufgehört zu rudern und sind ja dann zum Studium gegangen.
00:55:18: und jetzt wenn man jetzt sagt Ja was machen Lissi und Lotta?
00:55:21: Man könnte immer auf die Idee kommen wie bei vielen anderen Eltern, Häuser, Familien wo Kinder eben in solchen Sportfamilien groß wären.
00:55:34: Dass sie Kinder natürlich auch irgendwann schaffen ja auch einige Kinder aber natürlich auch nicht in Gänze und Lissi und Lotta gehen ganz klassisch ins Fitnessstudio wenn sie das mit ihrem Arbeiten und Studium hinkriegen.
00:55:48: Und da sind wir auch mit Fein Gutes Leben, achten auf sich so ernährungsmäßig.
00:55:57: Ne wie gesagt wir sind richtig richtig stolz auf unsere Mädchen.
00:56:02: Ja das hören Kinder auch
00:56:03: gerne glaube ich immer mal.
00:56:05: Das denke ich auch!
00:56:06: Jetzt habe ich ein bisschen gedacht.
00:56:07: bei Bremen hast du schon gesagt auf dem Wasser würdest du jetzt selber zumindest nicht mehr sein, vielleicht noch mit der Fähre mal einmal rüber über die Weser.
00:56:18: Bist du dann jetzt noch eher eine Spaziergängerin geworden?
00:56:21: Eine Joggerin?
00:56:22: hast du da noch irgendwelche ... Ja, Orte wo du sagst ja... Die werden viel zu wenig beachtet Da bist du gerne selber oder das ist ein cooler Tipp für andere?
00:56:39: hab natürlich nach dem Leistungssport auch die Möglichkeit gehabt, gut abzutrainieren.
00:56:47: Was uns ja gerade als Kraftausdauer-Sportler immer mitgegeben wird weil unser Herz ist dementsprechend auch trainiert also sehr stark als Muskel geworden in der Sportzeit und da muss man wirklich das im Blick haben.
00:57:05: Also ich bin immer oder wir, Olli und ich Nachdem wir hier zusammen sind, sind wir zwei bis drei Mal immer eine Stunde gelaufen in Bremen.
00:57:15: Sehr gerne natürlich im Bürgerpark und auch mal Blockland natürlich.
00:57:23: aber auch der Grünzug ist in Walle weiß nicht wer das kennt sehr sehr schöner gerade wenn es sehr heiß ist.
00:57:30: im Sommer kann man da sehr gut laufen weil alles beschattet durch die alten Bäume sehr, sehr schön auch so für Familien und so finde ich.
00:57:40: Ja, kann man auch weiterfahren?
00:57:42: Genau!
00:57:43: Richtig, richtig!
00:57:44: Also wenn man will, weil ich bin immer
00:57:45: so... Man kann bis pro Krampe, bis zum Knobspark, bis Viergesag hoch und dann natürlich Rennrad fahren
00:57:53: ist
00:57:53: natürlich auch hier prädestiniert.
00:57:56: wobei Rennrads fahren sage ich dann schon wieder es dann schon fast wieder langweilig weil das ja nur platt hier wenn du nicht gegenwind hast finde die Anstrengung über Zeit natürlich, aber drei Stunden unbedingt auf dem Rennrad will ich persönlich überhaupt nicht mehr sitzen.
00:58:14: Also ich möchte das so.
00:58:16: eine Stunde joggen ist so das höchste anzeit was ich noch für Sport in die Hand nehme weil ich bin da auch tatsächlich ein bisschen sportmüde mittlerweile.
00:58:28: also ich will natürlich Fitnessstudio, ich bin Personal Trainer.
00:58:32: Ich will natürlich wenn du jetzt in dem Fall durch die Tür kommen würd ich natürlich immer noch ein bisschen sportlich aussehen.
00:58:39: aber ich möchte jetzt nicht mehr so viel Zeit mit diesem Thema verbringen weil da bin ich tatsächlich müde und ich darf.
00:58:48: jetzt habe ich noch eine Ausrede ich darf es tatsächlich nie mehr joggen Weil ich hab ne Atroseknie Natürlich vielleicht auch vom vielen Training wobei Rudern ist ja eigentlich sehr gesund, aber wir haben natürlich auch viel Krafttraining machen müssen in der aktiven Zeit und das noch nicht so oft die Ausführungen glaube ich auch noch nicht unbedingt geachtet worden.
00:59:11: Na egal!
00:59:12: Jetzt ist jedenfalls die Diagnose da, aber ich kann Cross Trainer machen, der ist natürlich gelenkschonender Bei mir mein Training in meinem Studio und meinen Studio ist ja gleich angeschlossen an einem klassischen Fitnessstudio.
00:59:27: Und da kann ich dann auch noch ganz klassisch gerätet Training machen, weil ich habe einen EMS-Studio.
00:59:33: das ist dieses schnelle Krafttraining über elektrischen Impuls.
00:59:39: Das mache ich einmal die Woche und einmal gehe ich wenn es schafft noch einmal Klassik an die Geräte und das muss dann auch reichen.
00:59:50: ist alles gut so.
00:59:51: Ich muss nicht mal Olympia-Siegere werden, ich brauche keinen Comeback mehr und habe ein tolles Leben, einen tollen Mann, tolle Kinder, tollen Job.
01:00:02: Gibt es noch irgendeinen Ort hier in Bremen, den du dir noch mal vorgenommen hast?
01:00:06: Kann ich mir gar nicht vorstellen bei euch als Duo dass ihr da irgendwas noch nicht gemacht habt oder nicht gesehen habt...
01:00:16: Denke auf jeden Fall muss ich nochmal nach Fage in den Bunker Wallen ziehen, weil den habe ich mir tatsächlich noch nicht persönlich angeguckt.
01:00:26: Ich weiß dass unsere Mädchen da schon mal waren, weil das war mein Schulprojekt darüber und die haben natürlich schon... waren sehr beeindruckt!
01:00:36: Natürlich ist ja ein Koloss Außer.
01:00:41: DDR kenne ich jetzt mal so als Gegenbeispiel, kenne zum Beispiel ProRa.
01:00:46: Wer sich ProRama angeguckt hat, der hat genauso eine Vorstellung wie es damals auf Rügen abging mit diesen Bauten oder Portalismus.
01:00:59: Nee das habe ich tatsächlich noch auf meiner To-Do Liste und ansonsten bin da ziemlich einfach.
01:01:11: Also, ich muss hier nichts... Wir haben schon uns viele angeguckt.
01:01:17: Aber wir sind dann auch so, wenn sich was ergibt und wenn nicht, also ich bin einfach so.
01:01:26: wie soll ich das sagen?
01:01:26: Ich bin ziemlich normal!
01:01:29: So ein bisschen langweilig vielleicht auch schon.
01:01:32: Ich bin einfach unglaublich zufrieden mit meinem Leben.
01:01:38: Also ich bin keine Gehetste, die irgendwie immer was vorweisen muss.
01:01:44: Oder wenn wir uns treffen du sagst dann wo war's jetzt oder so?
01:01:48: ne?
01:01:49: Wo war ich gerade zu Hause?
01:01:53: Ist ja gut.
01:01:53: das heißt genau wenn jetzt
01:01:56: Besuch
01:01:56: kommt dann wird es wahrscheinlich auch die klassische Runde einmal durch die Stadt.
01:02:00: Genau Schnoa, natürlich.
01:02:03: Das und das.
01:02:04: Und natürlich manchmal sind ja auch Events hier Musik-Chest oder Hollersee.
01:02:11: Stimmt, Holler See kommt jetzt bald dann noch.
01:02:13: Sehbühne ist auch total beeindruckend?
01:02:15: Genau, Seh bühne es auch immer wo man hingehen sollte als Bremer wenn man die Möglichkeit hat weil da haben wir auch das ganze Spektrum an Kultur von Klassik bis.
01:02:28: Also für uns Bremen ist das wirklich schon eine Superinstitution.
01:02:35: Passieren tut ja immer was, man kann immer irgendwas machen und wird nicht langweilig.
01:02:39: Wie gesagt, kannst auch noch mal nach Bremerhaven und so.
01:02:43: Macht einfach Spaß hier in Bremen zu leben!
01:02:47: Und hast du noch ein Wunsch, wenn ihr jetzt auf den dritten Oktober blickst?
01:02:51: Wir haben gesagt zwei Städte.
01:02:52: Viele stärken ein Land.
01:02:54: Zwei Städter ein Land sagen wir sonst.
01:02:56: Jetzt sagen wir viele stärken einen Land.
01:02:58: Stimmt ja auch.
01:02:59: Hast Du da noch ... Ja!
01:03:02: Wunsche oder
01:03:03: so...
01:03:04: Es ist ja weil wir die Feier ausrichten, rückt es ja noch mehr in Fokus.
01:03:09: aber spielt das für dich überhaupt eine Rolle?
01:03:11: würdest du dann noch sagen ja Ostdeutschland, Westdeutsche Land?
01:03:18: Na ja, wie soll ich das sagen?
01:03:21: Wir sind jetzt in dieser Zeit wo das Thema Ost-West wieder ganz hoch gespielt wird aus meiner Sicht.
01:03:31: Die Wahlen jetzt in Ostdeutschland und die politischen Auseinandersetzungen Und ich würde mir wünschen, dass... weil ich finde schon das gerade medial es wieder so in eine bestimmte Richtung geht.
01:03:50: Gerade mit uns Ostdeutschen und da würde ich mich schon wünscht von unseren Politikern auch mal ganz klar wieder diese Vereintheit aufzuzeigen.
01:04:04: Auch medial wenn sie eben in Interview sind
01:04:09: wünschen wir uns einfach mehr Austausch wieder.
01:04:11: Genau!
01:04:11: Echten Austauschs.
01:04:12: Richtig,
01:04:13: richtig.
01:04:14: Mehr kann man dazu nicht sagen.
01:04:16: dann freuen wir uns auf die Feierlichkeiten und ich danke dir für dieses tolle Gespräch.
01:04:21: bin ganz geehrt.
01:04:22: du bist die erste Olympiasiegerin die ich kennengelernt habe
01:04:26: so wow Dankeschön.
01:04:28: Sehr gerne sehr gerne.
01:05:08: Das war der Bremen Podcast.
01:05:10: Ihr habt Fragen und Anregungen, schreibt uns via podcastatwfb-bremen.de.
01:05:15: Wir freuen uns auch über eine gute Bewertung in deinem Podcast Player des Herzens!
01:05:19: Dieser Podcast wird herausgegeben von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen.
01:05:24: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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