Tag der Deutschen Einheit Spezial: Von Dessau nach Bremen - Dr. Henrike Müller
Shownotes
Als Teenager kam sie mit ihren Eltern nach Bremen – heute ist Dr. Henrike Müller fest in der Bremer Neustadt verwurzelt. In diesem Podcast blickt die gebürtige Dessauerin zurück auf ihre Schul- und Studienzeit in der Hansestadt und erzählt von ihrem persönlichen Weg. Als Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft gibt sie zudem wertvolle Tipps für Aktivitäten in der Natur und mit dem Fahrrad. Ein Gespräch über Wurzeln, Leidenschaften und die Liebe zu Bremen.
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00:00:03: Der Bremen Podcast.
00:00:13: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Bremen Podcasts.
00:00:16: Zum Tag der Deutschen Einheit, zwanzig sechsundzwanzig beschäftigen wir uns ja in mehreren Folgen mit Ankommengeschichten in Bremen.
00:00:24: die heutige Ankommegeschichte in unserer Episode startet in einem Bundesland was mir selber auch sehr nah ist und zwar Sachsen-Anhalt.
00:00:32: damals gab es das Bundesland so noch nicht denn ich habe zu Gas Dr.
00:00:36: Henrique Müller, Senatorin für Umweltklima und Wissenschaft.
00:00:39: Hallo Hallo, schön dass du da bist.
00:00:44: Ich lese mal so ungefähr vor was ich schon auf der Seite gesehen habe um dich ein bisschen vorzustellen vielleicht damit wir reinzoomen in das Bundesland Sachsen-Anhalt und zwar bist du Jahrgang fünfundsiebzig bis in Dessau geboren und du bist schon seit neunundachtzig in Bremen.
00:01:01: So genau Du hast hier Abitur gemacht Studium Politikwissenschaft sowie Promotion Hier Und Ja, das sagst du ja auch oft.
00:01:12: So eine Passion für Europapolitik.
00:01:15: und da passt natürlich toll, dass du in dem Jean Monnet Center of European Studies der Uni Bremen gearbeitet hast als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte.
00:01:24: Und ja klar Forschungsschwerpunkt Europa Genderforschung ist klar wir kennen uns ja auch aus dem Thema Genderforschen sozusagen im weitesten Sinne oder so genau.
00:01:37: Wir würden ja jetzt eigentlich genau mit deiner konkreten Ankommengeschichte anfangen.
00:01:43: Vielleicht kann ich noch mal sagen, dass ich dich auch gerne eingeladen habe weil du in der Vergangenheit oft bei dem ganzen Thema Tag der Deutschen Einheit oder Ost- und Westdeutschland hast du nicht nur in diesem Jahr zu diesem Anlass sondern schon in der vergangenheit häufiger in Bremen dich zu Wort gemeldet oder bist aktiv geworden.
00:02:05: würdest du das auch so unterschreiben?
00:02:07: Ja, also ich hab aus meiner Ostdeutschen Herkunft nie ein Geheimnis gemacht sozusagen und schon gar nicht politisch.
00:02:12: Weil es immer wieder entweder Themen oder Anlässe gab wo ich das Gefühl habe dass ich mir da meine ostdeutsche Herkünftsperspektive anders drauf gucke als viele Menschen die eher in Westdeutschland sozialisiert waren.
00:02:27: Also ich gerate schon immer mal wieder auch in Konflikte ... nicht dramatisch, aber es gibt eben unterschiedliche Perspektiven auf bestimmte Sachen.
00:02:36: Ich nehme jetzt nur ein Beispiel zum Beispiel der Überfall auf die Ukraine.
00:02:39: Da habe ich von der ersten Minute an eine ganz klare Haltung zu gehabt... und hab mich über so manchen westdeutschen Diskurs schon schwer gewundert,... dann auch über manche ostdeutsche Diskurse.
00:02:51: So ist das nicht!
00:02:54: Doch es gab immer wieder Gelegenheiten schon mit einer... Ja, mit einer ausdeutschen Perspektive darauf zu gucken was wir hier in Bremen machen.
00:03:06: Das macht manchmal einen Unterschied.
00:03:11: Also ich persönlich so aus dieser Geschichte in Sachsen-Anhalt geboren und da achtzehn Jahre gewesen, danach woanders gewesen.
00:03:19: Ich fühl mich hier in Bremen ganz wohl so.
00:03:22: es ist dann doch schon eine passende Stadt.
00:03:25: aber wie bist du denn darauf gekommen nach Bremen zu gehen auch noch?
00:03:29: Ja gar nicht!
00:03:30: Ich war ja viel zu klein also ich bin zu
00:03:31: jung.
00:03:32: Ich war gerade vierzehn, fünfzehn.
00:03:35: auf die Idee nach Breemen zu gehen kam meine Mutter Und sie kam ja sozusagen am neunten November abends auf die Idee, dann doch jetzt endlich in Westen zu gehen.
00:03:47: Als die Mauer fehl und das die Gelegenheit gab, geflohen wäre sie glaube ich nie.
00:03:52: Das hätte eine Ausreiseantrag hätte sie auch nicht gestellt um nicht die Probleme zu bekommen, die man dann eben bekam.
00:03:59: Aber die Gelegensheit dass die Mower gefallen war und dass man ausreisen konnte hat sich sofort genutzt mit ihrem Mann.
00:04:05: und dann sind wir noch im November nach Lübeck.
00:04:08: Da war nämlich die Erstaufnahmeeinrichtung, in der man untergebracht wurde.
00:04:15: Und es gab von dem Mann meiner Mutter familiäre Bezüge nach Bremen und deswegen sind wir am Bremen gelandet und ich bin heute natürlich happy und heilfroh weil ich finde Bremen ist eine wunderbare Stadt um hier zu leben.
00:04:27: Das kann ich auch nur so unterschreiben und das hören wir ja auch sehr oft im Podcast.
00:04:31: Das ist eine sehr gute Nachricht.
00:04:34: also als Kind der erste Eindruck oder wie hat das sich so, kann man wahrscheinlich schwerlich sagen?
00:04:43: Also ich hab es... Das war schon nicht so schön.
00:04:45: Das muss ich auch ehrlicherweise sagen.
00:04:48: also das erste Jahr war natürlich sowieso von einem Kulturschock geprägt insbesondere auch in der Schule weil's da doch sehr anders zu ging als in einer DDR-Schule wo mit Disziplin, Ordnung, Fleiß, Gehorsam gearbeitet wurde.
00:05:03: Das war hier natürlich ganz anders.
00:05:05: War das dann leichter in der Unterricht?
00:05:07: Weil war man denn so voraus oder so?
00:05:10: Oder konnte man das gar nicht mehr so
00:05:13: sagen?
00:05:14: So inhaltlich waren wir glaube ich schon weiter in der Ostschule aber leichter war es nicht.
00:05:20: Nein!
00:05:21: Es war ganz schwer sich in diese Art... Kultur einzufügen.
00:05:28: Also mir ist das, ich weiß nicht ob es für alle so war aber mir ist dass sehr schwer gefallen obwohl die Schüler es einem wirklich einfach gemacht haben.
00:05:35: wir waren alle total lieb und sweet Die Erwachsenen allerdings nicht so.
00:05:40: also da gab's eine sehr unschöne Begegnung mit Lehrern Mit Beckerei Fachverkäuferinnen die einen Wüst beschimpft haben.
00:05:49: Heute würde ich sagen was man da gemerkt hat war eine ganz schöne Überforderung im Westen, weil es kam ja doch viele.
00:06:00: Wir waren ja viele... Also in meiner Klasse waren dann auf einmal zwei-, drei neue Kinder aus der DDR und was man nicht vergessen darf, aus der damaligen Sowjetunion.
00:06:11: Kam ja auch Menschen!
00:06:13: So also das war ganz schön holperig finde ich.
00:06:17: Ich wollte hier ja auch gar nicht her Das kam noch dazu.
00:06:20: Für mich war das ja der kapitalistische Westen.
00:06:25: Ich war vollkommen DDR-sozialisiert und musste mich dann hier auch einfinden.
00:06:33: Das Gute ist, junge Leute können das relativ schnell.
00:06:36: Es gibt auch eine Anpassungsdruck.
00:06:38: so nach einem Jahr waren diese Übergangsschmerzen dann auch vorbei.
00:06:44: aber ja es war jetzt nicht so dass man...das würde ich nicht sagen also dass wir mit offenen Armen empfangen wurden.
00:06:51: definitiv
00:06:51: nicht Aber wahrscheinlich viele Fragezeichen einfach, wie was die Zukunft so bringt.
00:06:59: Große Verunsicherung, genau das würde ich schon sagen und es war ja auch eine verunsicherte Zeit für beide Seiten.
00:07:06: und ich weiß noch was uns am meisten geprägt hat war dass wir gar nicht sicher waren ob das wirklich so bleibt oder ob die Mauer nicht wieder zugemacht wird.
00:07:14: also Das war ganz lange ja, ganz unsicher.
00:07:17: Also ganz lange bis zum dritten Oktober jedenfalls unsicher und das war schon auch eine Belastung nicht zu wissen kann man jemals wieder zurück die Familie besuchen?
00:07:25: Das hat sich dann aber ein Jahr später aufgelöst also am dritten oktober.
00:07:31: Ja stimmt Und hast du da noch so Bezug zur Freundin in
00:07:36: Dessau?
00:07:38: heute nicht mehr Aber hatte ich noch lange lange Zeit und ich habe dann auch So ein bisschen deutsch-deutsche... Wie heißt das?
00:07:47: Deutsch-Deutsche Freundschaftsbeziehung gepflegt und hab Schulkameradinnen hier aus dem Westen auch in den Osten genommen, dass man sich mal so kennenlernt.
00:07:57: Ein bisschen Schülerinnen austauscht war natürlich mehr Party als... Das war schon gut!
00:08:04: Und da ...das war auch gut für mich weil dann habe ich sozusagen in meiner Person versuchen müssen, beide Welten zusammenzubringen als Moderatorin.
00:08:14: Das war eine interessante Zeit im Laufe der Jahre.
00:08:18: Sie sind ja auch alle weggegangen also es ist ja heute kaum mehr jemand in Sachsen-Anhalt.
00:08:25: das hier.
00:08:25: ein Teil der Probleme die wir heutzutage besprechen da sind nicht viele... ich komme aus Dessert nicht viel geblieben.
00:08:34: Ich habe noch ein bisschen Familie, da hab' mich auch schon länger nicht mehr gesehen.
00:08:39: Aber ich weiß nicht, ist jetzt fünf Jahre her oder so?
00:08:42: Dass sich das letzte Mal in Dessau war.
00:08:44: Weil ich mir das neue als schöne Bauhausmuseum
00:08:46: mal gucken wollte.
00:08:47: Ja, ich glaube es ist noch vergleichsweise... Es ist ja halt noch eine Stadt und genau es hat diese Geschichte mit Bauhaus, es hat den Elberradweg
00:08:56: usw.,
00:08:56: also ich glaub dann so in der nördlichen Sachsen-Anhaltmark oder so da wird's genau auch noch ein bisschen teilweise anders aussehen.
00:09:07: denke Da ist nur das Schöne, dass wir mal durch diesen Film letztes Jahr in die Sonne schauen dann ein bisschen mehr Fokus drauf hatten auf dieser Region.
00:09:18: Das ist ganz spannend!
00:09:20: Hast du denn noch so Sachen?
00:09:22: Naja, ein bisschen hast du es ja gerade gesagt in der politischen Arbeit.
00:09:26: Hast du schon auch eine andere Perspektive?
00:09:29: oder bringst du dieses Wissen um diese zwei Welten und diese Perspektiven als Vermittlerin irgendwie auch... Denkst du schon so mit?
00:09:37: Hast du denn auch so, ja ich bin nicht weltliche.
00:09:40: Aber vielleicht noch so Sachen wo du sagst das sind die nostalgischen Dinge wie irgendein Kochrezept oder irgendwas was du so mitnimmst oder was du noch so mitgeschleppt hast oder ist es gar nicht...
00:09:50: Ich habe keinerlei Nostalgie!
00:09:52: Bekomme ich auch nicht, wenn ich jetzt Pityplatz stehe oder so.
00:09:55: Es ist einfach ... Ich wohne ja dies Doppelte meiner Lebenszeit im Westen als ich im Osten gelebt habe.
00:10:03: die Prägung das muss man schon sagen diese ... tut einen Teil für die Gemeinschaft sei ein Teil eines Kollektivs setzt nicht so viel aufs Individuum.
00:10:17: also diese Werteprägung Die hab' ich sehr deutlich ... ist einem wirklich verinnerlicht.
00:10:24: Ich glaube, ich bin keine gute Kapitalistin geworden, würde ich nicht sagen!
00:10:29: Ich bin auch kein Werbekind geworden, Werbung interessiert mich nicht.
00:10:32: Das nehme ich zum Beispiel an westdeutschen Freunden über, da ist das echt ganz anders... Also sowas gibt es schon an so einem Wertekanon der ja einer DDR nicht religiös geprägt war,... ...das bin ich auch immer noch nicht.
00:10:45: also ich bin jetzt nicht im Westen auf einmal religiöse geworden oder so.
00:10:49: Es gibt so bestimmte Grundwerte und die speisen sich aus der DDR-Sozialisierung, wie das was ich eben gerade erwähnte.
00:10:58: Und dann gibt es aber – und das ist der größere Teil eine Werteprägung, die sich aus Erfahrung heraus ergeben haben, sich demokratisiert zu haben.
00:11:11: Das ist wahrscheinlich der größeren Teil.
00:11:13: also wirklich... Ich würde sagen, ich bin wirklich eine aufrechte Demokratin und ich würde diese Staatsformen verteidigen so lange ich kann.
00:11:24: Und der Freiheitsbegriff ist für mich wirklich ein wichtiger.
00:11:28: also der Schließt eben.
00:11:30: oder auch der Friedensbegriff aber vor allem der freiheitsbegriffe und das schließt vor allem Selbstbestimmung mit ein.
00:11:37: Das ist was, was ich im Nachhinein in der DDR so unglaublich fand.
00:11:41: Man kann ganz viel jetzt kritisieren am politischen System aber dass man den Leuten von klein auf abtrainiert hat für sich selber einzustehen und selbstbestimmt zu leben das finde ich fast das dramatischste für die Individuen.
00:11:57: da ist mir das sehr wichtig.
00:11:59: Ja das ist total wertvoll als Erfahrung.
00:12:04: Also das daraus zu ziehen ist wertvoll, die Erfahrung da.
00:12:08: Man muss das ja immer so ein bisschen auseinanderklamüsern und ich weiß nicht alle paar Jahre habe ich mal einen reflektierten Moment und gucke so zurück was kommt denn woher?
00:12:18: oder was macht es mir heute manchmal?
00:12:22: Mir wird manchmal gespiegelt Ich sei so unbequem und so kompliziert.
00:12:25: und dann denkt man natürlich darüber nach warum isst man das eigentlich?
00:12:28: Und also ich komme dann jedenfalls schon darauf dass das natürlich eine prägende Erfahrung war, nicht nur an der Heimat zu verlieren weil man eben weggezogen ist sondern ein Land zu verliern in dem man sozialisiert wurde und für das ich auch eingetreten bin.
00:12:46: Ich war ne überzeugte Pionierin, FDRdlerin, war ich alles!
00:12:50: Ich war keine Dissidentin, ich war nicht dagegen meine Familie war nicht da gegen.
00:12:53: wir waren absolut system treu meine Mutter halt nicht so doll aber der Rest.
00:13:01: Ich hatte dann im Westen natürlich lange, dafür habe ich vor allem das Studium genutzt.
00:13:07: Das aufzuarbeiten zu verstehen was das für ein System war im Vergleich zu einer freiheitlichen Rechtsstaatlichen Demokratie und das ist mir... Das steckt schon drin in so ner Biografie dass man einen Bruch hatte also wirklich zu begreifen Gut.
00:13:32: Und du hast Glück gehabt, dass du nicht mit sechzehn, siebzehn und achtzehn gefragt wurden bist für wen du arbeiten willst was also so linien treu wie man war Man hätte auch in eine ganz ganz schlimme Spur kommen können.
00:13:45: Also für mich war das ein Segen muss ich wirklich sagen dass die Mauer gefallen ist.
00:13:49: Aber es ist eben ne prägende Erfahrung und immer wenn wir heute über Transformationsprozesse sprechen und man somit sehr viel Ängsten- und Sorgen konfrontiert ist, würde ich manchmal sagen... Ich tue es nicht.
00:14:03: Aber manchmal würde ich gerne sagen, macht ihr nicht so viele Sorgen?
00:14:07: Das überlebt man schon!
00:14:10: Und da liegen ja auch Chancen drin.
00:14:13: Man kann wirklich sehr viel sich nochmal neu erfinden und neu starten.
00:14:19: Wenn wir jetzt mal auf Bremen gucken hast du so ... Lieblingsorte in Bremen, die auch irgendeinen Bezug haben zu diesem ganzen Oberthema oder andere Lieblungsort.
00:14:31: Ich weiß du bist Hundebesitzerin und fährst sehr gerne Fahrrad bei jedem Wetter wie wir heute gemerkt haben.
00:14:39: Gerne nicht!
00:14:42: Aber manchmal bleibt es ja nicht aus.
00:14:44: Hat zwar den Krieg nichts inzwischen aber einfach auf dem Fahrrad ist immer ein bisschen doof.
00:14:48: Aber ich in Lieblinsort könnte jetzt so gar nicht sagen... Ich halte mich in Bremen einfach gerne überall auf, muss ich sagen.
00:15:00: Also von einem Stadtteil zum anderen... ...ich bin wahnsinnig gerne in der Fahrt
00:15:04: z.B.,
00:15:05: weil sie so unheimlich grün
00:15:06: ist
00:15:07: und eben mich sehr erinnert wie ich aufgewachsen bin mit mehr Geschosswohnungsbau.
00:15:15: Da kriege ich immer ein bisschen heimatliche Gefühle.
00:15:18: Ich hätte gerne viel mehr Hochhäuser in der Stadt.
00:15:21: Ich liebe Hochhäuser!
00:15:23: Auch eine Prägung, bin in Hochhaus aufgewachsen.
00:15:26: Und das war was modernes...
00:15:29: Das geht mir gar nicht so!
00:15:31: Aber ich bin nicht im Hochhaus aufgewachsen.
00:15:33: Ich merke nur wenn ich in anderen Städten bin und da sind höhere Häuser ist es irgendwie anders.
00:15:39: Aber nicht unbedingt besser also.
00:15:40: Ich finde es steht irgendwie für eine funktionierende Nachbarschaft, was ja heute ganz oft gar nicht der Fall ist.
00:15:45: aber das verbinde ich damit.
00:15:48: wie andere sich an den Geruch erinnern, stehe ich vor einem Plattenbau und denke ach herrlich.
00:15:56: Aber ich finde eben wirklich die Fahrhaus auch einfach so unfassbar grün und schön.
00:16:01: aber ich wohne jetzt nur in einer Neustadt und meinem Alltag ist der Werdersee mein Lieblingsplatz.
00:16:07: Und das war es aber auch schon.
00:16:08: Ich bin ja auch noch neuer Stadt zur Schule gegangen.
00:16:10: Wir haben so viele Partys als junge Leute am Werdersee gefeiert.
00:16:15: Das war wohl das integrativste was man machen konnte
00:16:19: Sagt man ja oft jetzt auch
00:16:20: bei
00:16:21: Streit.
00:16:23: Feiert mal kurz zusammen, dann geht's wieder.
00:16:26: Ja, dann bist du auf beiden Weserseiten sehr gut zu Hause?
00:16:30: Ich habe sehr lange im Viertel gewohnt oder Bahnhofsvorstand.
00:16:33: Das ist mir dann irgendwann
00:16:34: ...
00:16:38: Weiß ich nicht... Ist man irgendwie rausgewachsen und bin nicht so alt für geworden, war mir zu trubelig.
00:16:43: Jetzt wohne ich ein bisschen am Stadtrand also fast in Kattenturm.
00:16:47: das finde ich sehr schön Das ist ein bisschen ruhiger.
00:16:51: Hast du denn noch einen Ort auf der Liste, wo du noch nicht warst?
00:16:56: Was man eigentlich schon immer mal... was eigentlich dazugehört.
00:17:00: Es gibt so Leute die waren noch nie in dem und dem bestimmten Kino.
00:17:07: Das warst du wahrscheinlich schon weil dich ja kulturell auch sehr interessiert oder auf dem Domturm zum Beispiel, da noch nicht oben gewesen.
00:17:18: Es
00:17:18: gibt ja schon so viele Jahrzehnte hier, dass ich wirklich viel gesehen habe und das Privileg als Politikerin hat man auch, dass man so wahnsinnig viel rumkommt.
00:17:29: also... Ich war jetzt letztendlich im Sommer dann auch in Europahafen und durfte auf einen Seeschiff drauf, sowas.
00:17:35: Da hab' ich gedacht, wow!
00:17:36: Das habe ich noch nie gehabt.
00:17:37: Also würde mir nichts einfallen?
00:17:40: Es gibt bestimmt Sachen die ich noch nicht gesehen habe.
00:17:43: Das merke ich dann, wenn ich da so mal hinkomme oder eingeladen werde.
00:17:48: Nee, wüsste ich jetzt eigentlich nicht bis auf die ... Na ja!
00:17:53: Ich frag mich immer was eigentlich im Fernsehturm ist in Walle.
00:17:57: Also da fahr' ich ja ganz oft vorbei sozusagen oder bin ja auch viel über sich statt und guck da drauf und denkt immer Was ist da eigentlich noch was drin?
00:18:07: Wenn Ja-Was Und wenn Nein... Was machen wir damit?
00:18:10: Kann ich da mal hoch?
00:18:12: Also der Fernsehturm, genau den
00:18:13: gucke ich oft fragend an.
00:18:15: Ah das ist total lustig!
00:18:16: Es gibt schon einen anderen Gast in einer älteren Folge, der hat auch gesagt er möchte da unbedingt eigentlich mal rein.
00:18:23: Er weiß es geht nicht, er hat es schon versucht aber irgendwie ja ist das faszinierend.
00:18:29: Das finde ich ja total spannend und das wäre ja sozusagen ein Symbol.
00:18:33: Der Fernseheturm wie in Berlin sieht natürlich ganz anders aus.
00:18:38: Das ist auf jeden Fall was.
00:18:41: und wie sieht es bei Bremerhafen aus?
00:18:43: Bremerhaffen finde ich ja ganz toll.
00:18:45: Und bin jetzt fast nahe zu jede Woche da, was ich super finde also auch morgen wieder und nächste Woche.
00:18:51: Ich find Bremerhausen einfach wunderbar aber ich kenne wirklich zu wenig Ecken.
00:18:55: Es ist eben dann immer hin und wieder ein zwei drei Termine und wieder weg.
00:19:01: Ich habe mir leider bisher noch nie mal...ich muss in Bremer hafen mal Urlaub machen.
00:19:07: Also wirklich, wirklich eine Woche einfach auch mal Urlaub machen.
00:19:10: Sich in Ferienwohnungen nehmen um die Stadt zu erkunden das habe ich noch nie gemacht.
00:19:14: Das finde ich bitter.
00:19:15: Wir waren mal mit der Fraktion eine Woche.
00:19:18: als ich noch Teil der Fraktion war hatten wir eine Woche Bremerhavenwoche.
00:19:22: Das war schon toll weil dann alles mit dem Fahrrad abgefahren sind aber eben auch immer gehetzt durch die Termine.
00:19:29: Ich würde mir gerne mal wirklich ein paar Tage Zeit nehmen frei nehmen Ruhe nehmen für Bremerhaffen auch um alle vom Klima-Haus und Auswandererhaus, das auch mal in Ruhe zu machen.
00:19:42: Ich hätt's da immer so eineinhalb Stunden
00:19:43: durch.
00:19:45: Das ist schade!
00:19:46: Ich find es schade weil Bremerhaven ist glaube ich eine komplett unterschätzte Stadt.
00:19:51: Ich finde es ist eine wunderbare Stadt.
00:19:55: Ja und es ist so nah?
00:19:57: Es ist
00:19:58: wirklich so praktisch.
00:19:59: also für mich auch immer so ein Tipp wenn Besuch von außerhalb kommt vor allem wenn die Zum zweiten Mal kommen oder man mehr Zeit hat, je nachdem wie die Wetterlage ist und so weiter.
00:20:11: Und
00:20:13: das mache ich auch klar.
00:20:15: aber genau es ist eben dann immer so ein Tagesausflug.
00:20:19: Ich habe immer das Gefühl, man muss mal ein bisschen länger bleiben um wirklich gefühlt für die Stadt zu kriegen.
00:20:25: So ein richtiges Gefühl.
00:20:26: Ja einen gestern mal gesagt ja einfach mal in Bremerhaven an einem Platz setzen ins Café und gucken Einfach nur gucken.
00:20:36: Nicht keine Agenda sonst, einfach nur hinsetzen und Leute beobachten.
00:20:44: Genau das wäre ja jetzt auch so noch... Das habe ich jetzt ein bisschen vorgelegt.
00:20:48: wenn man jetzt Leute zu Besuch hat vielleicht Leute aus Leipzig sagen wir mal Leipzig Dresden Schwerin Magdeburg was würde man mit denen?
00:21:02: hast du noch ... neben innen statt noch ein paar Sachen, die du machen würdest mit denen?
00:21:07: Ja aber ich mach immer erstmal den Klassiker als Stadt.
00:21:10: Weil sie es auch alle lieben weil's ist so schön und da isst man dann ja auch wirklich langer unterwegs... Und dann gibt´s immer das Kulturprogramm.
00:21:18: Es gibt immer Theater Bremen oder eines der anderen Theater je nachdem wo gerade was gespielt wird.
00:21:26: Früher war es ein bisschen besser, früher ging man auch gerne mal dann im Konzert.
00:21:30: Das ist heute immer etwas schwieriger.
00:21:32: Also wir werden ja alle, nicht weil es keine Konzerte mehr gäbe sondern... Der Bremer Hafenausflug gehört immer dazu.
00:21:42: Jetzt wird's ein bisschen... ist das spießig?
00:21:45: Weiß ich nicht.
00:21:45: Es gehört natürlich auch die Schiffsfahrt dazu.
00:21:49: Die Klassiker, die man mit Bremen Besucher in macht und bei mir kommt jetzt dazu dass manchmal meine Besucher In der Bürgerschaft auf der Tribüne sitzen
00:22:02: Das ist ja auch einfach ein schönes Gebäude, ne?
00:22:05: Wunderschön.
00:22:06: Die Bürgerschaft ist wirklich ein unglaublich schöner Glas klarer Bau mit Strukturklarheit-Helligkeit.
00:22:20: Es ist nicht so schischiemiesig, trotz nicht vor.
00:22:27: Wir stehen hier schon seit fünf Jahren oder so.
00:22:32: und transparent.
00:22:34: Das gefällt mir, wir behandeln es auch so.
00:22:37: Die Bürgerschaft behandelt sich das auch so.
00:22:40: Es kann ja jeder und jede gerne jederzeit vorbeikommen.
00:22:43: Das schätze ich sehr an diesem Parlament.
00:22:45: die Offenheit, die Transparenz ist ein bisschen klein und eng.
00:22:49: der Plenarsaal wird aber
00:22:54: als Besucherin ja nicht so
00:22:56: genau oben gehts unten ist ja eng.
00:23:00: Aber das Haus strahlt genau das aus Was ich denke, was primische Politik in der Regel auch ausstrahlt.
00:23:09: In der Regel eine Kollegialität und einen Umgang auf Augenhöhe.
00:23:14: ein offenes Wort Und dann aber und auch wieder also natürlich auch streit das geht schon auch.
00:23:21: Aber dann auch wieder so'n Besinnen auf ne Gemeinsamkeit Das strahlt für mich dieses Haus wirklich aus.
00:23:26: Ich hoffe der Architekt hat sich das auch so gedacht?
00:23:29: Ich glaube ja
00:23:31: Es sollte mir auf jeden Fall mal als Tipp das hat dass sich auch noch niemand gesagt auf jeden Fall mal als Tipp aufnehmen, vor allem weil man ja auch regelmäßig an Führung teilnehmen kann.
00:23:42: Zum Tag des offenen Denkmals nicht nur da auch.
00:23:46: und was wir auch vergessen haben, was daneben ist, das haben wir nicht vergessen, wir wissen, dass der beide dieser tolle Skulpturen garten.
00:23:54: Ohja!
00:23:55: Der war jetzt im Sommer als kühler
00:23:56: Ort auf...
00:23:58: Der ist ja auch im Wasserspiel drin, der ist traumhaft schön und die Skulpturen sind toll.
00:24:03: Und da nehme ich natürlich auch noch das Rathaus.
00:24:07: Da gibt es auch schöne Führungen.
00:24:08: Nicht dass wir das Rathaus
00:24:10: vergessen.
00:24:10: Nee und vor allem kann man auch noch auf Rathäus und Dom
00:24:15: schön
00:24:15: gucken wenn man sich Ausstellungen anguckt und so weiter in der Bürgerschaft hat dann einmal die Perspektive und dann kann man nochmal ins Rathhaus gehen und wieder in die andere Richtung gucken.
00:24:24: Das ist halt das Schöne daran finde.
00:24:28: Mehr kann man dazu nicht sagen, dann würde ich sagen freuen wir uns auf den dritten Oktober.
00:24:32: Auf jeden Fall!
00:24:33: Und ja gucken mal was es im Rahmenprogramm alles gibt Literatur, Theater
00:24:41: Viele
00:24:41: Konzerte Mal sehen.
00:24:44: Vielleicht kommt Besuch auch noch privat Bestimmt
00:24:49: auch bestimmt.
00:24:50: Ja das glaube schon dass wir da ein paar Leute mit war externe, nicht Bremerin mit über die Meile ziehen.
00:24:58: Ich bin gespannt!
00:24:59: Also ich glaube das... ich weiß noch nicht so viel aber ich glaube dass es ein sehr tolles Programm wird und dass sich wirklich lohnt am dritten und am vierten da über die Bürgermeile zu ziehen und sich anzugucken was wir zu bieten haben, was sie anderen mitbringen.
00:25:14: Ich freue mich drauf.
00:25:16: Ich freu' mich auch darauf.
00:25:17: Danke dir für das Gespräch.
00:25:18: Vielen Dank.
00:25:58: Das war der Bremen Podcast.
00:25:59: Ihr habt Fragen und Anregungen, schreibt uns via podcastatwfb-bremen.de.
00:26:04: Wir freuen uns auch über eine gute Bewertung in deinem Podcast Player des Herzens!
00:26:09: Dieser Podcast wird herausgegeben von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen.
00:26:13: Vielen Dank fürs Zuhören – bis zum nächsten Mal.
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