Malte Janssen über Geocaching in Bremen

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00:00:00: Der Bremen Podcast.

00:00:04: Aus dem Herzen der Hansestadt.

00:00:11: Hallo und herzlich willkommen beim Bremen Podcast.

00:00:16: Ich bin Renate und ich begrüße Olaf, mein Co-host, heute hier in der Ansgaritorstraße

00:00:21: bei uns in der WFB im Headquarter.

00:00:24: Hi Renate.

00:00:25: War das jetzt zu viel Information?

00:00:27: Ja, und nun kann man ja auch lesen überall, dass wir hier sitzen.

00:00:30: Und jetzt kann man's hören.

00:00:31: Genau, aus dem Podcaststudio gucken wir aktuell auf die Leutpassage.

00:00:35: Ich sehe Platan.

00:00:36: Okay, also wenn wir rausgucken würden, dann könnte man rausgucken.

00:00:40: Aber im Moment ist es seit der Aufnahme ein bisschen düster, ein bisschen windig und

00:00:46: ein bisschen regnerisch, aber das stört beim Podcast nicht.

00:00:50: Februar ist ja auch eine etwas trinnigere Zeit, wenn man das so formulieren dürfte?

00:00:56: Absolut, ja.

00:00:57: Also ich war ja fast nicht viel draußen.

00:00:59: Nein?

00:01:00: Nee, überhaupt nicht.

00:01:01: Das Einzige, was ich gemacht habe, war meine Regenrinne gereinigt, aber ansonsten war

00:01:05: ich die meiste Zeit denn doch eher drin.

00:01:07: Ist das ein Thema für Februar?

00:01:09: Ich dachte, das ist eher für März.

00:01:11: Regenrinne reinigen?

00:01:12: Ja, eigentlich ja, aber sie lief ein bisschen über und deswegen geht das vielleicht für

00:01:17: alle, die einen Altbau besitzen, so dass man sich dann halt leider darum kümmern muss,

00:01:22: bevor es dann halt ins Haus reinläuft oder in die Wohnung.

00:01:25: Deswegen ein bisschen auf die Leiter gestellt.

00:01:28: Den Rest musste dann ein Fachunternehmen machen, aber so das Grobe konnte ich schon

00:01:33: mal verrichten.

00:01:34: Das heißt, im Februar warst du mal ein bisschen auf der Leiter und sonst in geschlossenen

00:01:40: Räumen?

00:01:41: Ja, ich gehe im Sommer ja gerne auf Floh merkte, dass es im Winter etwas schwieriger war,

00:01:47: ganz viele von den sympathischen privaten Händlern meistens nicht da sind, aber wir

00:01:54: waren mit der Familie waren wir bei einem Kinderflohmarkt.

00:01:57: Und wenn man ein junges Kind hat, lohnt sich das auf jeden Fall auch bei Flohmärkten

00:02:03: einzukaufen.

00:02:04: Da gibt es ja nicht nur einen.

00:02:05: Ne, tatsächlich ist es ja auch mal schwierig, einen Überblick zu behalten.

00:02:09: Ich weiß ja aus zuverlässiger Quelle, dass wir auf brem.de auch eine Liste der Kinderflohmärkte

00:02:13: haben, wo ich tatsächlich auch selber drauf gucke.

00:02:17: Ja, die ist auch ziemlich aktuell und ein kleiner Geheimtipp für alle, die es noch nicht

00:02:20: kennen.

00:02:21: Ja, also auch explizit für Kinderflohmärkte.

00:02:24: Ganz genau brem.de/kinderflohmärkte.

00:02:27: Genau, ja.

00:02:28: Packen wir mal eine Shownutz mit rein.

00:02:30: Machen wir auch, aber jetzt habt ihr es auch mal gehört.

00:02:32: Genau, und ich krieg da meistens auch was auf den Kinderflohmärkten.

00:02:36: Ich sammel ja Hörspiele, Kinderhörspiele.

00:02:39: Kassetten oder?

00:02:40: Kassetten oder ja auch teilweise CDs und ab und zu findet man denn auf den Kinderflohmärkten

00:02:46: noch einige Schätze aus der eigenen Kindheit.

00:02:48: Also ich war gar nicht auf Flohmärkten, mir ist das jetzt gerade zu kalt?

00:02:52: Ja, das war auch drinnen Flohmärkte.

00:02:54: Ach, das ist gut.

00:02:55: Das ist sehr, sehr, sehr gut.

00:02:57: Was hast du denn gemacht?

00:02:59: Ich war eine Kunsthalle und musste nochmal eben showdownmäßig die Geburtstagsgäste

00:03:05: Ausstellung anschauen.

00:03:06: Das war sehr schön.

00:03:07: Als nächstes plan ich aber auch nochmal in die Visa-Bog zu geben.

00:03:11: Da gibt es auch noch eine schöne Ausstellung, bis März, Kai Rosen, eine Künstlerin, die

00:03:16: ganz viel so mit Buchstaben, Typografie und so weiter arbeitet.

00:03:20: Da bin ich schon ganz motiviert.

00:03:22: Ich vermute ja, dass du vielleicht dir nochmal das Lichtspektakel im Rotodendron-Park anschauen

00:03:28: würdest.

00:03:29: Du meinst so als Nachbar vom Rotodendron-Park?

00:03:30: Ja.

00:03:31: Na ja, also ganz nah ist es nicht, aber es ist schon auf dem Weg in die Stadt sehr schnell

00:03:37: zu erreichen von uns aus.

00:03:39: Das steht auf jeden Fall auf dem Plan.

00:03:40: Also die Botaniker selber zur Besuchung ist auch ganz toll.

00:03:44: Ich bin ja eher Team Universum, aber die Botaniker auch sehr schön zu besuchen.

00:03:49: Ja, ja, ja.

00:03:51: Es wird keine Folge geben, in der das Wort "Universum" nicht fallt, oder?

00:03:54: Nee, das ist doch meine Aufgabe hier, diese Podcast.

00:03:58: Ganz genau.

00:03:59: Du bist da total der Info.

00:04:02: Ich bin der Markenbotschafter des Universums, aber unentgeltlich natürlich.

00:04:07: Nicht nur um Spaß, sondern in echt.

00:04:10: Ja, absolut.

00:04:11: Lieblingsort halt von Drehmen.

00:04:13: Das ist ja immer einer unserer großen Themen.

00:04:15: Und wenn man mich einladen würde in unseren Podcasts, würde ich sagen, einer meiner Lieblingsorte

00:04:20: in Drehmen wäre das Universum.

00:04:22: Was mir noch bei Lichtspektakel einfällt, ist, ich sehe immer wieder die Lichter von

00:04:28: Platz 11 und habe mir vorgenommen, da mal hinzugehen.

00:04:30: Ich war da noch nie, das ist sehr, sehr peinlich.

00:04:33: Du schon, oder?

00:04:34: Platz 11.

00:04:35: Ja.

00:04:36: Oh ja, ich meine auch, dass ich meine Kindheit einen Sportfest mal mitgemacht habe auf Platz

00:04:41: 11.

00:04:42: Aber in der jüngsten Zeit war ich da noch nicht.

00:04:45: Die Werder-Frauen spielen da ganz viel.

00:04:47: Genau, also, ja, die sind ziemlich gut.

00:04:50: Aber tatsächlich habe ich das einmal eher genutzt, bei dem Auftritten im Weserstadion

00:04:55: dabei zu sein.

00:04:56: Das hast du, glaube ich, auch schon gemacht, dass du bei den Werder-Darmen im Weserstadion

00:05:00: warst.

00:05:01: Ja, das war toll.

00:05:02: Ja, natürlich, wenn da noch eine riesig große Kulisse ist, noch mal was ganz anderes.

00:05:08: Aber Platz 11 ist natürlich auch negend der.

00:05:11: Auf jeden Fall.

00:05:12: Heute hören wir aber noch eine andere bekannte Stimme, mit der du gleich sprichst.

00:05:16: Und da bin ich schon ganz gespannt drauf.

00:05:19: Das ist ja schon das zweite Mal, dass wir Radioprofis bei uns zu Gast haben, könnte

00:05:24: man sagen.

00:05:25: Mindestens das zweite Mal.

00:05:26: Genau, genau, das dritte Mal, glaube ich.

00:05:27: Also wir hatten Ben, Saf hier und Julia und Julia hatten wir da.

00:05:30: Ja, stimmt.

00:05:31: Das dritte Mal.

00:05:32: Das dritte Mal, genau.

00:05:34: Ja, Nummer 3 der Radioprofis, die uns besuchen und ganz unterschiedliche Sachen erzählen.

00:05:41: Ich habe tatsächlich noch gar nicht gehört, worum es geht.

00:05:43: Ich bin gleich ganz gespannt.

00:05:44: Ja, lass dich mal überraschen.

00:05:45: Es geht weniger ums Radio als über Bremen und wie man Bremen erleben kann.

00:05:50: Ach ja, Bremen erleben, das mache ich sehr gerne.

00:05:54: Ja, tatsächlich.

00:05:55: Mit Outdoor-Themen tatsächlich auch.

00:05:57: Outdoor.

00:05:58: Also schon jetzt raus von den Kinderflommerken, die in Hallenstadt finden, ab nach draußen.

00:06:03: Also das haben wir als kleinen Schwerpunkt.

00:06:05: Aber lass dich mal überraschen.

00:06:07: Wahrscheinlich will man nach der Folge bestimmte Sachen draußen unternehmen.

00:06:11: Ja, ich würde als Tipp jetzt schon mal vorabgeben, wer gleich nach dem Podcast losgehen möchte,

00:06:18: kann jetzt schon mal sich ein Bleistift raussuchen und sein Handy aufladen.

00:06:22: Das wäre auf jeden Fall zu empfehlen.

00:06:24: Oder die Powerbank einstecken und ein Kabel.

00:06:27: Das geht auch, ja.

00:06:28: Gut.

00:06:29: Aber mehr will ich jetzt dir verraten.

00:06:30: Also dann kann ich nur noch sagen Energie oder wie?

00:06:33: Genau, bringen Sie uns raus.

00:06:36: Willkommen beim Bremen Podcast.

00:06:40: Mein Name ist Olaf.

00:06:41: Ich begrüße mein Gast, Malte Janssen.

00:06:43: Hallo Olaf, danke für die Einladung.

00:06:45: Die meisten von den Hörerinnen und Hörern werden dich wahrscheinlich kennen aus dem

00:06:49: Radio, oder?

00:06:50: Das kann sein.

00:06:51: Das weiß ich jetzt nicht, ob mich jeder und jede kennen die jetzt gerade hören.

00:06:54: Aber die Möglichkeit besteht.

00:06:55: Ich werde von dir meistens geweckt, weil du moderierst bei Radio Bremen die Morgenshow.

00:07:00: Genau, bei Bremen 4.

00:07:01: Und dann geht es richtig früh los, ne?

00:07:04: Genau, die Sendung startet um 5.

00:07:06: Wann bist du immer dabei ab wann?

00:07:08: Ab 7 ungefähr.

00:07:09: Okay, dann hast du schon zwei Stunden verpasst.

00:07:11: Genau, um 5 geht es los.

00:07:14: Und ja, dann ...

00:07:15: Das ist also schon bergfest eigentlich so für dich.

00:07:18: Ich muss kurz rechnen.

00:07:20: 5 bis 10, 6, 7, 8, 9, 10 ...

00:07:23: Also halb 7 ungefähr, ne?

00:07:24: Nee, halb 8.

00:07:25: Halb 8, genau.

00:07:26: 37 ist dann so bergfest.

00:07:27: Ja.

00:07:28: Das heißt, wenn du um dunkeln, also es gibt ein paar Tage im Jahr, wo es schon hell wird,

00:07:32: ist die Laune denn besser morgens oder ist es eh immer gute Laune?

00:07:35: Das finde ich schon, dass die Laune gut ist.

00:07:39: Liegt auch am Team.

00:07:41: Man kommt morgens an.

00:07:42: Also wir starten ja nicht direkt um 5 mit der Sendung, sondern sind ja vorher schon

00:07:45: im Sender.

00:07:46: Und da trifft man sich dann eben mit den Kolleginnen und Kollegen.

00:07:48: Und wir haben da echt eine gute Atmosphäre immer.

00:07:52: Und das macht dann schon Spaß, wenn man morgens dann die Kolleginnen und Kollegen trifft und

00:07:56: so.

00:07:57: Und dann ist eigentlich die Stimmung eigentlich immer schon gut.

00:08:00: Ja, das wirkt auch immer so.

00:08:01: Ich finde es, ich weiß nicht, ob es so ein Bremer-Ding ist, aber es wirkt sehr natürlich.

00:08:05: Es gibt ja andere Sender, habe ich gehört, wo es morgens immer sehr überkandidelt ist.

00:08:11: Aber ich finde das bei euch, dass die Laune auch wirklich immer sehr, sehr authentisch

00:08:15: rüber kommt.

00:08:16: Das freut mich zu hören, weil wir auch natürlich im Prinzip so sind, wie wir sind.

00:08:22: Und wir verstehen uns auch privat alle gut und kommen ja auch größtenteils aus Bremen

00:08:27: alle.

00:08:28: Ja.

00:08:29: Und dann bist du auch, die hat morgens sehr früh unterwies, wen begegnet ihr morgens um

00:08:34: vier Uhr in Bremen auf dem Weg zur Arbeit?

00:08:38: Nicht vielen Menschen.

00:08:39: Wecker und Zeitungsaustriger hätte ich jetzt gedacht.

00:08:41: Ja, und es sind oft diese Fahrzeuge mit orangen Lichtern noch zu sehen, die so ein bisschen

00:08:45: vielleicht noch die Straßen sauber machen oder im Winter streuen oder so.

00:08:51: Man sieht öfter diese orangen Lichter.

00:08:52: Und man sieht Busse und Bahnen fahren.

00:08:55: Man sieht man noch morgens Menschen, die zur Haltestelle gehen, die wahrscheinlich irgendwas

00:09:02: vorhaben, also die, die irgendwo hin müssen, die jetzt glaube ich nicht so einfach spazieren

00:09:07: gehen, dass das eher selten.

00:09:08: Obwohl ich sehe manchmal Menschen mit Hunden tatsächlich schon an diesen Leuchthalsbändern.

00:09:12: Ich sehe manchmal morgens dann so rote, grüne Leuchthalsbänder von Hunden.

00:09:17: Gibt es dann also quasi so eine Morgenroute, wo du die Leute immer grüßt, die du schon

00:09:23: kennst, weil du sie jeden Tag siehst?

00:09:24: Ja, das habe ich noch nicht erlebt.

00:09:27: Das ist eher eine huschende Gesellschaft, die eher nur mal eben ihre Pflicht erfüllen

00:09:32: war.

00:09:33: Ja, das ist gut.

00:09:34: Das ist eine huschende Gesellschaft.

00:09:35: Das ist schön ausgedrückt.

00:09:36: Jeder hat seinen Ziel.

00:09:37: Jeder muss früher irgendwo sein.

00:09:38: Die Menschen huschen durch die Gegend.

00:09:40: Da stimmt.

00:09:41: Also ich glaube nicht, dass die meisten Menschen morgens um 4 Uhr auch nicht in Bremen, auch

00:09:44: wenn ich das gerne hätte, aber sehr in Gesprächslaune sind.

00:09:48: Naja, das weiß ich nicht genau, weil ich jetzt auf der Straße morgens nicht so viele Leute

00:09:52: anspreche.

00:09:53: Das wäre ein bisschen unangenehm auch aus "Good Morning" so.

00:09:56: Wo willst du denn hin?

00:09:57: Sie kennen mich vielleicht.

00:09:58: Aber eine ganz andere Frage.

00:10:00: Warst du denn dieses Jahr schon bei der Bürgerpaktombola?

00:10:02: Noch nicht leider.

00:10:03: Nee, ich war nämlich schon da und für mich ist es so mein Indikator, dass schon wieder

00:10:06: ein Jahr vorbei ist, wenn hier in der Innenstadt die Buden aufgebaut werden.

00:10:10: Dann steht auf einmal bei mir hier aus dem Büro, schaut einen rot-weißen Bude und dann denke

00:10:15: ich, ach du stande schon wieder ein Jahr rum, weil man denkt immer, ist die Bürgerpaktombola

00:10:21: immer zweimal im Jahr oder so?

00:10:22: Ja, sie ist tatsächlich immer nur von Anfang Februar bis Mitte Mai so.

00:10:27: Das ist natürlich jedes Jahr ein bisschen anders.

00:10:29: In diesem Jahr 7.

00:10:30: Februar bis 12.

00:10:31: Mai habe ich gerade abgelesen.

00:10:32: Aber du warst es noch nicht, aber ich habe uns zwei Lose mitgebracht und vielleicht können

00:10:36: wir am Ende der Podcastfolge, vielleicht kannst du uns noch irgendwie eine WhatsApp-Nachricht

00:10:39: schicken, ab du was gewonnen hast.

00:10:41: Sehr gerne, ich hoffe, dass ich einen Gewinn habe.

00:10:44: Vielleicht ist es wieder Gewürzcatch-Up oder Socken, hatt ich auch schon.

00:10:49: Können wir mal gucken, welches haben möchtest du, ein blaues oder ein gelbes?

00:10:53: Ich nehme intuitiv das blaue.

00:10:54: Dann?

00:10:55: Darf ich jetzt schon aufmachen?

00:10:57: Dürfen wir jetzt schon aufmachen, aber noch nicht verraten.

00:10:59: Was war denn das Ungewöhnlichste, was du bisher bei der Bürgerpaktombola so gewonnen hast?

00:11:03: Ich habe glaube ich noch nie was Ungewöhnliches gewonnen.

00:11:05: Ich hatte mal ein Beutel Schokolade, dann wie gesagt gerne Gewürzcatch-Up, ein Glas

00:11:12: Marmelade hatte ich auch schon mal.

00:11:13: Ich habe noch nie die Butterfahrt nach Helgoland gewonnen.

00:11:16: Oder eine Wolfsbesichtigung, also hier im Wolfpark.

00:11:21: Nee, auch noch nicht.

00:11:22: Auch nicht.

00:11:23: Den Ungewöhnlichsten Preis, den ich mal gewonnen habe, war ein Tanzkursus für Tango Argentino

00:11:29: war das.

00:11:30: Und was hast du denn eingelöst?

00:11:31: Um ehrlich zu sein, nein.

00:11:33: Den habe ich immer noch für harte Zeiten, wenn ich irgendwie was Bedürfnis habe.

00:11:38: Ich muss jetzt unbedingt den Tango lernen, wobei tanze ich durchaus als sehr interessant

00:11:43: ein Sport wahrnehme.

00:11:44: Ich habe auch Tanzschule gemacht früher mal.

00:11:46: Wo in Bremen hier?

00:11:47: In Bremen, ja.

00:11:48: Jetzt kommt diese Wetten-Das-Musik, muss man sich vorstellen, wenn die Wette verloren

00:11:53: wurde.

00:11:54: Ich habe nämlich keinen Gewinn leider.

00:11:56: Also wir haben den Burgerpark unterstützt.

00:11:59: Das auf jeden Fall, genau.

00:12:00: Das ist gut.

00:12:01: Bist du denn häufiger im Burgerpark?

00:12:03: Tatsächlich ja.

00:12:04: Also ich habe eine Zeit lang immer den Bremer Kindertag auch moderiert im Burgerpark.

00:12:09: Das war immer sehr schön.

00:12:10: Und auch sonst bin ich gerne im Burgerpark.

00:12:13: Das heißt auf dem Spielplatz mit den Klettergerüsten und so weiter?

00:12:15: In der Nähe, bei Markus Brunnen.

00:12:17: Ja, genau.

00:12:18: Das machst du jedes Jahr oder hast du das gemacht?

00:12:21: Ich habe es lange gemacht.

00:12:22: Jetzt hat es den, glaube ich, ein, zwei Jahre nicht gegeben, den Kindertag.

00:12:26: Ich hoffe, dass es ihnen bald wieder geben wird.

00:12:28: Es gibt immer viele Mitmachstände.

00:12:31: Es gibt auch immer die große Bühne.

00:12:32: Ich glaube, das Bühnenprogramm hat immer moderiert.

00:12:34: Und da gab es immer viele Aufführungen und es gab Tanzgruppen, rhythmische Sportgymnastik,

00:12:41: Theater, Aufführungen.

00:12:43: Es wurde gesungen.

00:12:45: Genau, das waren immer schöne Sachen.

00:12:47: Dann gab es immer jemanden, der den Kinder Oscar gewonnen hat.

00:12:51: Da war dann zum Beispiel Paul Maher, der Autor.

00:12:55: Vom Sammels, ne?

00:12:56: Genau, vom Sammels.

00:12:58: Und dann gab es auch Botschafterinnen und Botschafter vom Kindertag.

00:13:02: Ich erinnere mich an die Fußballerin Nia Künzer, die mal da war.

00:13:06: Und das Wetter war meistens auch immer richtig gut beim Kindertag.

00:13:10: Es gab nur selten mal richtig viel Regen.

00:13:11: Wir hatten wirklich immer Glück, fast immer.

00:13:14: Aber du gehst nicht nur zum Arbeiten in den Bürgerpark, sondern auch so mal?

00:13:18: Ja, auch so gerne mal.

00:13:19: Ein bisschen spazieren Richtung Mayerei.

00:13:22: Da ist ja dieser Paveljohn auch in der Nähe.

00:13:25: In der Ecke bin ich manchmal ganz gerne unterwegs spazieren.

00:13:28: Aber auch vorne Richtung, wenn es da wieder Richtung Markus Brunnen geht.

00:13:32: Also da ist dann auch der Abenteuerspielplatz oder Mini-Golfbahn?

00:13:35: Genau, auf dem Abenteuerspielplatz war ich jetzt länger nicht.

00:13:38: Nicht?

00:13:40: Das können immer so Phasen im Leben, wo man denen in häufiger Suche sucht.

00:13:45: Genau, so.

00:13:46: Das war mir jetzt aber auch schon, in der ganze Zeit war ich dann nicht mehr da.

00:13:50: Ich habe eine Zeit lang, haben wir uns öfter mal nach der Schule getroffen

00:13:52: und einfach bis in der Wolldecke hin, bis in die Musik dabei gehabt, was so knabbern.

00:13:57: Spielst du denn da Mini-Golf oder vielleicht woanders?

00:13:59: Ich spiele Mini-Golf tatsächlich auch manchmal.

00:14:03: Ich war mal in Hasstädt, gibt es auch eine Mini-Golf-Anlage.

00:14:07: Im Jacobsberg, ne?

00:14:08: Ja, genau.

00:14:09: Da war ich mal spielen, dann war ich auch mal da hinten bei der Uni,

00:14:15: wo die Heizungsrohre da langführen.

00:14:17: Ich weiß gar nicht, ob es die Anlage noch gibt.

00:14:19: Ja, Haus Wieseneck, wie ist das früher?

00:14:21: Ja, genau, wo es Richtung Tierheim auch geht.

00:14:23: Genau, ja.

00:14:24: Da habe ich auch mal gespielt.

00:14:25: Aber ich bin jetzt kein regelmäßiger Mini-Golf.

00:14:27: Aber du bist auf jeden Fall im Bremen...

00:14:28: Ich weiß gar nicht, wie mein Handicap ist bei den Wolldeckern.

00:14:30: Ich glaube, da gibt es einen Bahndurchschnitt, glaube ich, irgendwie so.

00:14:34: Aber du kennst dich ganz gut im Bremen aus, hört man.

00:14:36: Du bist auch im Bremen groß geworden?

00:14:38: Ja, auch geboren hier.

00:14:39: Ja, ein Kurfürstenklinik.

00:14:40: Das war damals schon in der Nähe von Radio Bremen.

00:14:43: Das fand ich ganz witzig, dass das um die Ecke damals das alte Funkhaus noch von Radio

00:14:46: Bremen war und ich dann praktisch um die Ecke schon auf die Welt gekommen bin.

00:14:49: Das heißt, es wurde dir eine Wiege gelegt, als du quasi aus dem kranken Bett rausgeschaut

00:14:53: auf der Babystation hast du aus dem Fenster geguckt, hast du gesagt, da möchtest du mal

00:14:57: arbeiten gehen.

00:14:58: Ja, wahrscheinlich war es so.

00:14:59: Oder vielleicht war es auch eine Vorahnung oder ich habe dann schon das Gebäude gesehen

00:15:01: gehört.

00:15:02: Ja, wirklich mal hin.

00:15:03: Also Born and Raced in Bremen, welche Stadtteile hast du so bisher durchquert?

00:15:08: Zuerst Finderhof, die ersten Jahre.

00:15:10: Ja.

00:15:11: Dann ging es nach Oberneuland.

00:15:12: Da habe ich länger gelebt.

00:15:14: Von Oberneuland ging es in die Neustadt und von der Neustadt nach Hastädt.

00:15:20: Und welches ist jetzt so dein passionierter Stadtteil?

00:15:24: Passioniert.

00:15:25: Also das klingt jetzt so doof, aber den einen Lieblingsstattteil gibt es eigentlich gar nicht.

00:15:31: Man kann halt so viel überall entdecken.

00:15:32: Ich mache auch Geocaching und dadurch kommt man ja auch nochmal rum.

00:15:35: Obwohl ich aus Bremen komme, entdecke ich dadurch nochmal einen Ecken, die ich vorher noch nicht

00:15:38: kannte.

00:15:39: Und deswegen, also es gibt so viele Spots, die ich gerne mag.

00:15:43: Ich mag natürlich die Klassiker, den Marktplatz mit dem Rathaus.

00:15:46: Ich finde, wie gesagt, auch wenn man aus Bremen kommt oder mir geht es so, ich kann selten

00:15:50: über den Marktplatz gehen, ohne ein Foto vom Rathaus zu machen.

00:15:53: Weil ich das immer noch so schön finde einfach.

00:15:55: Und wir haben auch im Rathaus geheiratet, meine Frau und ich.

00:15:59: Und das mag ich gerne.

00:16:02: Dann jedes Mal, wenn wir Besuch haben von außerhalb, geht es natürlich auch durch den

00:16:05: Schnur.

00:16:06: Und dann denke ich jedes Mal, eigentlich musst du noch mal öfter hier hinkommen.

00:16:08: Du kommst aus Bremen.

00:16:09: Ich habe früher mal im Schnur gearbeitet tatsächlich.

00:16:12: Ich habe auch mal in der Werbergentur gearbeitet.

00:16:14: In mehreren Werbergenturen in Bremen, unter anderem auch mal im Schnur.

00:16:17: Und das war auch sehr schön, immer da zu arbeiten.

00:16:20: Also in Schnur mag ich natürlich, das hat man sowas Harry Potter-mäßiges auch.

00:16:24: Ich finde, jedes Mal, wenn es auch so ein bisschen dunkler wird, ist es so, als wäre

00:16:26: man in der Winkelgasse.

00:16:27: Ja, das stimmt.

00:16:28: Und man sucht den Laden von Mr. Oli Wander und wird sich in Zauber stabt auf.

00:16:30: Hast du einen gefunden schon mal da?

00:16:32: Ja, bisher noch nicht.

00:16:33: Noch ist kein Zauberstab auf mich zugekommen.

00:16:34: Ich habe noch nicht meinen Passen gefunden.

00:16:35: Okay, der würde dich finden wahrscheinlich.

00:16:37: Ja, genau.

00:16:38: Es gibt aber so viele andere Orte auch noch, die ich mag.

00:16:41: Also Oberneuland, auch die Parks, Höpkinsruh zum Beispiel, gerne oder auch in Oberneuland.

00:16:46: Das Gut Hodenberg, da ist so ein altes Herrenhaus, auch noch was da steht.

00:16:49: Da war ich neulich mal drin, da gab es ein Weihnachtsbasar.

00:16:53: Und da konnte man auch dann wieder in das Herrenhaus rein.

00:16:55: Und das war sehr schön.

00:16:57: Wo es denn so selbst gebastelte Sachen gibt oder wie stehe ich mir dem Basar vor?

00:17:02: Ja, genau.

00:17:03: Da gab es eben alles, was man sich so der Vorweihnachtzeit vorstellen kann.

00:17:06: Ich glaube auch so ein bisschen handwerkliche Sachen, bemalte Fliesen, bemalte Kacheln,

00:17:12: Klamotten und so was alles.

00:17:13: Aber du hast gerade zwei Themen angesprochen, die mir ja gerade so aufgefallen sind.

00:17:17: Das eine ist das Thema Geocaching.

00:17:19: Was ist das überhaupt?

00:17:20: Wir teilen die Leidenschaft, aber wir sollten vielleicht erklären, was das genau ist.

00:17:23: Ja, im Prinzip ist es ja eine digitale Schnitzeljagd.

00:17:26: Man kann es mit seinem Handy machen, mit dem Smartphone, lädt sich eine App runter und

00:17:31: sieht dann auf der App praktisch eine Landkarte, ähnlich wie bei anderen Kartendienstleistern

00:17:37: auch und sieht dann anhand von Symbolen, wo in der Nähe Geocaches versteckt sind.

00:17:42: Geocaches sind ja so kleine, meistens Dosen, in denen ein Lockbuch ist.

00:17:46: Lockbuch, da trägt man sich dann ein, wenn man den Cash gefunden hat.

00:17:49: Und dann guckt man eben in die Karte und kann sich angucken, wo in der Nähe was versteckt

00:17:54: ist.

00:17:55: Dann ist eben das Ziel, diesen Geocache zu finden, der einfach versteckt ist, mal aber

00:18:02: auch sehr tricky und kreativ.

00:18:03: Und ja, das Ziel ist es eben, diesen Geocache zu finden, sich dann dort einzutragen, ins

00:18:08: Lockbuch und eben auch in der App den zu loggen, also zu schreiben, ich war da, ich habe ihn

00:18:13: gefunden und dann verwandelt sich dieses Symbol auf der Karte in ein Smiley.

00:18:17: Und das heißt, man hat diesen Geocache gefunden.

00:18:19: Dann gibt es aber auch nochmal verschiedene Arten von Geocaches.

00:18:24: Die drei geläufigsten sind wahrscheinlich einmal die Traditionellen, die haben ein

00:18:27: grünes Symbol, die sind dann da, wo sie auch angezeigt werden in der Karte.

00:18:31: Das heißt, man geht dort hin, guckt sich an, wo ist der versteckt und greift dann unter

00:18:36: die nächste Parkbank, die da in der Nähe ist und findet dann keine Ahnung, eine kleine

00:18:39: magnetische Dose, die dann da versteckt ist, wo dann das Lockbuch drin ist.

00:18:42: Dann gibt es sogenannte Multicaches, das ist dann wie eine Schnitzeljagd, das sind die

00:18:48: Symbole Orange.

00:18:49: Da gibt es nur den Startpunkt meistens.

00:18:52: Dann errechnet sich der nächste Etappe, wird dann quasi errechnet, quasi mit Rätseln

00:18:56: und so weiter.

00:18:57: Genau, mit Rätseln auch.

00:18:58: Genau, und da muss man eben sich dann diesen Multicache erspielen, also muss man von Station

00:19:03: zu Station gehen, von Wegpunkt zu Wegpunkt, bis am Ende dann das Finale dort ist und man

00:19:08: den dann gelöst hat.

00:19:09: Und es gibt eben noch die Mysteries, das sind die Blauen.

00:19:12: Da muss man jedes Mal eine Art Rätsel lösen, um dann ein Rätsel in Koordinaten umzuwandeln

00:19:20: und die Koordinaten gibt man dann ein und dann wird einem gezeigt, wo dann die Dose versteckt

00:19:24: ist.

00:19:25: Und die Rätselcaches finde ich eigentlich auch am besten, weil ich es mag, immer so kleine

00:19:30: Rätsel zu lösen, kleine Aufgaben zu bewältigen, zu machen.

00:19:34: Da gibt es auch einen Bremen sehr schöne Reihen.

00:19:36: Es gibt eine Reihe in Bremen, so eine Rätselcashreihe, die befasst sich mit der bremischen Geschichte.

00:19:41: Und da muss man teilweise Rätsel lösen, um die bremische Geschichte gehen.

00:19:48: Da gibt es auch einige schöne, sehr schöne.

00:19:51: Ich habe ja noch mal eine ganze Notizen auf meinem Handy.

00:19:53: Ich gucke gerade, falls ihr die nicht sehen könnt.

00:19:55: Einmal kurz in meinem Handy, weil ich noch meine bearbeiteten Geocash-Notizen hier irgendwo

00:19:59: habe.

00:20:00: Ich erinnere mich zum Beispiel noch an dieses eine von der bremischen Geschichte.

00:20:04: Da gibt es so alte Kinos in Bremen, die es nicht mehr gibt.

00:20:07: Ja.

00:20:08: Regina Kino zum Beispiel.

00:20:09: Ja, oder dadurch habe ich auch einiges gelernt.

00:20:12: Das ist zum Beispiel in Finderorf, in der Hemmstraße mal ein Admiralkino gab bis 1965.

00:20:18: Oder auch in der Neustadt gab es in der Osterstraße mal das Apollo, auch bis in die 60er

00:20:24: Jahre.

00:20:26: In der Gartenstadt Fahre gab es eins, in der Wilseder Bergstraße.

00:20:29: In der Hastädter Herrstraße gab es das Odeon, alles so bis in die 60er Jahre.

00:20:35: Also das finde ich dann cool, wenn man durch die Cashes auch noch was lernt.

00:20:38: Dadurch noch mal so ein bisschen Recherche auch macht und so.

00:20:42: Ja, wir hatten uns im Vorgespräch schon drüber unterhalten.

00:20:45: Haben beide festgestellt, dass wir mit dem gleichen Cash angefangen haben hier in Bremen.

00:20:49: Ja, lustig, genau.

00:20:50: Und zwar, ja, möchtest du es erzählen?

00:20:52: Ja, wir dürfen es nicht spoilern, weil das ist etwas, was auch noch dazu gehört zur

00:20:56: Etikette der Geocacher, dass man nicht verrät, wo man was gefunden hat.

00:21:01: Also man kann es andeuten, alles was halt ein Rätseln so weiter vorgegeben ist.

00:21:04: Aber so genau nicht.

00:21:06: Aber das war hier im Stefanieviertel.

00:21:08: Da haben wir auch bei einem Denkmal quasi einen Cash gefunden.

00:21:14: Mir war es 2011 im Oktober und bei dir glaube ich kurz danach.

00:21:18: Ja, bei mir war es 2012 irgendwann.

00:21:20: Ich habe 2012 mit dem Cashen angefangen und ja, witzig.

00:21:23: Und ich weiß noch, es war glaube ich eine alte Filmdose, so eine schwarze Filmdose,

00:21:27: wo früher die analogen Filme drin waren, die klemmte da irgendwie.

00:21:30: Ein Mini-Cashes, es gibt auch noch Nanocashes, die sind noch ein bisschen kleiner.

00:21:33: Die sind tatsächlich groß wie ein Fingernage vom kleinen Finger.

00:21:37: Also die können sehr, sehr versteckt sein und sind teilweise magnetisch.

00:21:40: Ja, und man sollte das Ganze möglichst auch unauffällig machen, damit man sich eben

00:21:47: nicht den unwissenden verrät.

00:21:50: Das könnte nämlich die Leute auf den Plan bringen, dass diese Cashes dann so reißen,

00:21:55: diese Ziele oder die Funde, dass sie dann geklaut werden.

00:21:58: Das passiert halt dann leider, wenn man das halt zu offensichtlich macht.

00:22:01: Passiert leider immer wieder.

00:22:02: Und ich finde es immer so toll, wenn an den Finalpunkten auch so kreative

00:22:06: Bastenleistungen manchmal sind.

00:22:07: Ich war zum Beispiel hier im Viertel, da war ein Cash, den gibt es glaube ich nicht mehr.

00:22:12: Da war dann das Ziel, man kam bei den Zielkoordinaten an, dachte ich, wo ist denn jetzt hier der

00:22:17: Cash versteckt?

00:22:18: Da habe ich dann gesehen, da war einer Regenrinne an einem Haus, führte eine Schnur entlang,

00:22:21: so einen Faden.

00:22:22: Dieser Faden war mit einem Haken an der Regenrinne noch gesichert.

00:22:26: Ah, oder konnte man das runter?

00:22:27: Dann habe ich den Faden mal genommen, von dem Haken gelöst, dann merkte ich, oh, da ist

00:22:31: ein Gegengewicht irgendwo, der Faden ging also hoch und ein paar Meter weiter an einer anderen

00:22:35: Regenrinne, kam der Faden wieder runter mit einem kleinen Holzfass und kleines Fässchen.

00:22:39: Ja.

00:22:40: Und da drin war dann das Lockbuch versteckt, das war super.

00:22:42: Ich hatte einmal, das war, wo war das denn, das war in Grolland, habe ich mal ein Cash

00:22:47: gefunden.

00:22:48: Da ist ja diese Parkanlage zu Anfang und da musste man unter eine Brücke sich denn hinlegen,

00:22:57: weil das Ziel war, in den Himmel zu schauen, aber das sollte in unter der Brücke passieren,

00:23:02: das heißt man konnte das Ziel dann erst entdecken, wenn man sich unter die Brücke gelegt hat.

00:23:06: Ach cool, den kenn ich doch gar nicht.

00:23:07: Das klingt auch sehr gut.

00:23:08: Ich hatte auch...

00:23:09: Ich weiß nicht, dass es halt auch schon ein paar Jahre her, dass es den gegeben hat,

00:23:12: aber so lernt man auf jeden Fall ganz, ganz viele Orte in Bremen kennen, sehr, sehr faszinierend.

00:23:16: Ja, oder zum Beispiel auch, ich hatte auch mal einen in Habenhausen, gibt es inzwischen

00:23:19: auch nicht mehr.

00:23:20: Da musste man in Habenhausen erstmal eine bestimmte Tonne finden, so ein Seezeichen,

00:23:24: was früher im Wasser war, was mittlerweile an Land liegt.

00:23:27: zur Deko. Und in der Beschreibung stand so was wie auf der Tonne ist eine Zahl. Nimm diese Zahl und

00:23:35: gehe entsprechend viele Schritte nach Westen. Dort findest du die nächste Station. Da habe ich das

00:23:39: gemacht. Ich weiß die Zahlen nicht mehr genau. Sag mal 23, bin dann 23 Schritte nach Westen gegangen.

00:23:44: Dann war da ein Verkehrsschild und dieser Fal vom Verkehrsschild war innenhol. Und da drin war

00:23:50: eine selbst gebastelte Angel, so ein Holzstock mit Draht, Drahthaken. Den konnte man daraus ziehen

00:23:58: aus diesem hohlen Fal. Und nebenan war ein Gewässer, so ein kleines Fled. Und da drin habe

00:24:05: ich dann gesehen, da treibt ja was in dem Gewässer. Und dann war das so ein Schwimmer,

00:24:08: ich glaube Tennisball. Und am Tennisball war dann nochmal irgendwie ein Faden, der ging zum

00:24:12: Grund des Gewässers mit dem Gewicht unten dran. Und dann konnte ich mit dieser Angel den Faden ziehen

00:24:17: und hochholen. Und dann war da ein wasserdichter Container. Und da war dann das Lockbuch drin.

00:24:23: Das klingt nach einem Fall für die drei Fragezeichen fast so. Ja und sowas,

00:24:26: was liebe ich wirklich. Und vielleicht auch deswegen, weil ich natürlich auch aufgewachsen bin

00:24:29: mit den drei Fragezeichen und immer diese ganzen Rätsel mochte und so. Und deswegen mag ich auch

00:24:34: gerne diese Rätselcaches. Ja, ich hatte früher mal dispektierlich gesagt, dass es quasi die

00:24:38: Gamification vom Spazieren gehen ist, weil meine Frau hatte mich schlecht motivieren können, dass

00:24:45: wir Sonntagsspazieren gehen. Und da bin ich dann so langsam auf den Trichter gekommen, dass mit diesem

00:24:49: Geocaching natürlich man einiges auch so kennenlernt, wo man halt einfach nicht so, sonst hat man,

00:24:54: also so geht es mir auf jeden Fall, ich habe so meine festen Routen, die ich in der Stadt so

00:24:58: wie ich laufe. Klar, Lieblingsorte gehören auch dazu, aber trotzdem hat man ja dann trotzdem so seinen

00:25:02: gewohnten Gang. Und dadurch kann man das ganz gut aufrechen und auch vor allem auch in den

00:25:08: Stadtteilen sich mal umgucken, was es dafür für Caches gibt. Total, das finde ich auch richtig

00:25:12: gut. Dann hat man auch so eine Mission und denkt heute fahre ich mal dahin, da kenne ich vielleicht

00:25:16: die und die Seitenstraßen noch nicht, da ist ein Cash versteckt, dann gehe ich mal und wie gesagt,

00:25:19: ich komme aus Bremen, bin hier aufgewachsen, aber entdecke durchs Geocaching immer noch Orte,

00:25:23: an denen ich nie war. Hast du denn Stadtteile schon entdeckt, die du durchs Geocaching kennengelernt

00:25:28: hast, die du vorher eigentlich nie so auf deiner Route hast? Stadtteile an sich vielleicht nicht

00:25:33: in Gänze, aber so teilweise Straßen. Es gab auch mal, ich weiß nicht, ob es den Cash noch gibt,

00:25:37: da musste man, das war glaube ich so im Bereich Peterswerder, da musste man Wandbilder finden,

00:25:43: also Graffiti und Wandbilder. Und da war in der Beschreibung des Caches nur so kleine

00:25:48: Ausschnitte von diesen Wandbildern und da musste man die finden. Manche kannte ich noch gar nicht

00:25:54: manche Häuser, bei manchen dachte ich, ach ja klar, und da oben die Ecke ist so ein Wandbilder,

00:25:58: das ist mir noch nie so aufgefallen oder auch Stromkästen an denen was gemalt ist und so.

00:26:02: Das finde ich auch mal cool, wenn man so Sachen entdeckt, an denen man eigentlich schon 1000

00:26:05: mal vorbeigekommen ist, aber dann erst mal so sieht was sich da noch so hinter verbirgt.

00:26:08: Ja und wird irgendwas denn vermittelt auch zu dieser Urban Art? In dem Fall glaube ich nicht,

00:26:16: das war wirklich dann wie so eine Schnitzeljahr. Da musste man aber glaube ich immer genau,

00:26:19: man musste in dem Fall die Hausnummern rausfinden von den Häusern, an denen diese Wandbilder waren

00:26:24: und die Hausnummern in Koordinaten eingeben und so kann man dann zur Final location.

00:26:29: Ich kann mich noch dran erinnern, was mir auch viel Spaß gemacht hat. Da fehlte leider der Cash,

00:26:33: den haben wir leider nicht gefunden zu der Zeit, aber in den Wallanlagen gibt es zum Beispiel

00:26:37: auch den umgestürzten Baum und da in der Nähe ist dann auch einen Cash versteckt. Ich weiß nicht,

00:26:42: ob es den immer noch gibt, aber dieser Baum, der ist ja sehr, sehr bekannt irgendwie so und dann

00:26:46: aber dann guckt man sich den nochmal ganz anders an. Ja total eben oder genau, man sieht auf einmal

00:26:51: Sachen, die man zwar schon öfter gesehen hat, aber merkt dann erst mal, das ist ja Teil von dem

00:26:56: ganzen Spiel oder von diesem, das hat so was Geheimnisvolles irgendwie. Oh, mich würde mal interessieren,

00:27:03: ob die Hörerinnen und Hörer auch schon einmal Geocaching im Bremen betrieben haben und wenn ja,

00:27:08: vielleicht haben sie oder vielleicht haben sie selber sogar mal ein Cash versteckt, weil das ist

00:27:12: etwas, was die Community ja auch macht. Also die finden ja nicht nur, sondern diejenigen,

00:27:17: die sich berufen fühlen, pflegen auch selber so ein Cash. Das heißt, die fühlen die ZLockbücher,

00:27:24: legen die in diese Cashes rein. Genau, manchmal kann es sein, dass das Lockbuch voll ist oder

00:27:29: dass da doch vielleicht Regen eindringt in den Container, in die Dose, dann wird das Lockbuch

00:27:34: nass und so und dann muss natürlich der Owner oder die Ownerin das wieder austauschen. Ja,

00:27:38: sehr spannende Geschichte, ein schönes Hobby ist das, was man ganz gut auch nebenbei, also ich habe

00:27:43: festgestellt deutlich weniger Cashes gefunden als du bisher in deiner Laufbahn als Casher. Was

00:27:49: gehört dann eigentlich zur Ausrüstung dazu? Naja, es gibt Menschen, die betreiben das noch viel

00:27:54: intensiver als ich. Also ich habe mal ausgerechnet so mein, ich finde glaube ich im Jahr so um die

00:27:59: 20 Cashes. Also ich habe auch so Phasen, da hole ich ganz viele Cashes, dann wieder ein paar Monate

00:28:04: lang gar nicht. Was habe ich dabei? Ich habe mein Handy dabei, ich habe einen Kugelschreiber dabei,

00:28:11: der so einen Spezialkugelschreiber ist, der auch über Kopf schreibt oder wenn sie ein bisschen nass

00:28:14: geworden ist, ist es so schnell austrocknet, weil oft ist das so, dann ist man am Lockbuch,

00:28:17: sich eintragen, oh Kugelschreiber eingetrocknet. Das habe ich dabei, da habe ich eine Pincette

00:28:22: dabei tatsächlich, weil manche Lockbücher so klein sind, die sind dann so aufgerollt,

00:28:27: wie so eine ganz kleine Papierrolle, dass man die mit den Fingern gar nicht so raus friemeln kann,

00:28:32: sondern dann immer eine Pincette braucht. Das habe ich dabei manchmal noch so ein Einweg,

00:28:39: Handschuhe, wenn man mal irgendwo hin greifen muss, wo es nicht so lecker ist, wo man vielleicht

00:28:42: denkt, vielleicht war kurz vorher ein Hund da und hat sich da erleichtert. Man weiß es nicht,

00:28:45: genau. Genau, das habe ich dabei, ja das sind glaube ich so die Sachen, die ich dabei habe.

00:28:51: Ich habe mal zum Geburtstag geschenkt bekommen, ein Spiegel, der an einem so einen Teleskopstab

00:28:57: drin ist. Das ist auch gut, ja, den habe ich noch nicht, das ist wichtig. Und einen Magneten,

00:29:01: also einen Magneten auch an Teleskopstäben dran, weil oft sind die Kasses ja magnetisch und wenn

00:29:08: die an höheren Stellen oder niedrigeren Stellen sind, kann man sie damit bergen. Oder manchmal sind

00:29:12: sie unter irgendwas versteckt und dann wünsche ich mir auch so ein Spiegel immer, weil ich dann

00:29:16: da kann man drunter gucken. Ich nehme dann immer das Handy, schalte es in den Selfie-Modus und mache

00:29:19: manchmal so Fotos. Manchmal denken vielleicht auch Leute, warum kniete sich jetzt hin und macht

00:29:24: Fotos von der Unterseite der Parkbank. Das ist ein bisschen komisch, der arbeitet beim Radio.

00:29:30: Nee, aber das klingt immer so, dass ich jetzt total gut ausgerüstet bin dafür. Meistens ist es so,

00:29:36: dass ich sage, Mensch, lass uns mal geocaschen und dann sind wir im Urlaub oder keine Ahnung. Und

00:29:40: dann nehmen wir die Sachen nicht mit. Handy hat man immer dabei und Kuhgeschreiber oder Bleistift

00:29:44: kann man sich denn notfalls irgendwie dann gerade noch so zurecht suchen oder unterwegs eben sich

00:29:50: schnappen, um Kasses zu machen. Also meistens Handy und Stift ist wichtig, damit man sich eintragen kann.

00:29:56: Genau. Das habe ich immer mit dabei. Die anderen Sachen sind nett und helfen auch wirklich. Es gibt

00:30:01: Kasses, das habe ich hier im Bremen noch nicht gemacht, die man teilweise durch schwieriges

00:30:06: Gelände erst erreichen kann. Da habe ich dann so was wie eine Warthose natürlich nie dabei und

00:30:12: dann gibt man halt in Boxershots, ins Wasser. Das war natürlich ein Erlebnis. Hast du das mal gemacht?

00:30:18: Ja, einmal. Cool. Wo war das? Das war im Spessart. Gabs auch ein Spukhaus? Nein, wir waren in

00:30:29: der Burg tatsächlich. Burg Rienek ist das. Das muss Anfang des Spessarts sein. Das ist eine

00:30:35: Jugendherberge, die in einem alten Burg eingebaut ist. Sehr schöne Location und da war das und da

00:30:42: bin ich dann mit da wurde empfohlen, eine Warthose zu tragen. Ich bin kein Angler oder so. Hab

00:30:47: so was also nicht unbedingt im Kleiderschrank hing. Und dann haben wir, weil es Gott sei Dank im

00:30:52: Sommer war, sind wir dann in das sehr, sehr kalte Bach in dem Bachlauf da gestiegen und in der

00:30:59: mittel- mittleren Brückenpfeiler da war, denn etwas auch in so einer Plastikkappe eingelassen,

00:31:06: aber das konnte man halt nur über den Fluss erreichen oder über den Bach erreichen. Aber cool,

00:31:09: du hast es geschafft, denn es gibt ja diese Caches, die eben schwierig zu erreichen sind. Ich habe

00:31:13: neulich auch ein Rätselcash gelöst, da habe ich länger dran gesessen. Hier in Bremen? Ja, da war ich total

00:31:19: froh, den gelöst zu haben. Da dachte ich, ja, und dann sehe ich, Terrainwertung 5. 5 ist das Höchste,

00:31:24: was die Umgebung angeht. Also das Schwierigste, um da heranzukommen. Und da habe ich auch am

00:31:29: zweiten Blick gesehen, es ist ein Wasserkash, bei dem man sich eine Warthose anziehen muss. Und das

00:31:33: habe ich auch noch nicht gemacht. Und deswegen, der Cash wartet noch darauf, von mir gehoben zu

00:31:37: werden, bis ich dann vielleicht doch mal so eine Anglerhose, Warthose habe. Kann man sich auch

00:31:41: nicht zum Geburtstag wünschen, so eine Warthose. Da gibt es sehr viele Fragen, warum man so eine

00:31:46: Hose benötigt. Du angelst du jetzt? Nein, das tue ich nicht so. Aber eben, du hattest noch eine andere

00:31:51: Sache angesprochen, die ich auch nicht vergessen habe. Du hast gesagt, du hast im Rathaus geheiratet.

00:31:55: Also ich nehme an, dass du ja gesagt hast und die Zeremonie selber geht uns auch nichts an,

00:32:01: die ist privat. Aber wie ist es denn im Rathaus zu heiratet? Gibt es da vorher eine Führung?

00:32:05: Kommt der Bürgermeister vorbei und schüttelt einem die Hände? Oder wie läuft das? Der Bürgermeister

00:32:10: war nicht da. Es war eine sehr, sehr nette Standesbeamtin, die das durchgeführt hat. Und es gab

00:32:14: auch eine Führung, dann eine Rathausführung, genau. Es war so, dass wir die Hochzeit war im

00:32:20: Goubelinz-Zimmer, an denen diese Wandteppiche hängen. Und da war die Zeremonie und dann gab es davor

00:32:27: danach. Gabs auf jeden Fall im Vorraum, gab es noch einen kleinen Sektempfang und dann eben noch

00:32:34: eine kleine Führung durchs Rathaus. Und das war auch schön für alle von außerhalb, die uns besucht

00:32:38: haben, aber auch für alle, die aus Bremen kamen, das Rathaus nochmal so zu sehen. Und bei meiner

00:32:44: Frau und ich, beide aus Bremen kommen, also beide hier geboren sind und aufgewachsen, haben wir irgendwie

00:32:49: gedacht, so das Rathaus ist so schön urbremisch, das ist im Zentrum und dazu heiraten in dieser

00:32:56: schönen Kulisse, das hat was und da muss dafür entschieden. Es gibt sehr, sehr schöne Kulissen

00:33:01: hier in Bremen zum heiraten. Also das Rathaus, Top Adressen natürlich. Man kann mittlerweile im

00:33:07: Weserstadion, wenn man es dann mag, heiraten. Also wenn man Fußball begeistert, ist es hier auch

00:33:12: ein schöner Ort. Ich war bei Freunden mal im Fallturm ganz oben. Ach cool, ganz oben dieser

00:33:17: Glaspyramide. Genau, in der Glaspyramide da haben wir die Trauzehremonie mit gefeiert und das war

00:33:24: auch ganz, ganz zweimal. Ich war gerade neulich am Fallturm um an Geocache zu holen, aber da

00:33:27: war der Umgebung, aber ich war nicht oben. Aber nicht oben. Oder auch nicht, man muss auch nicht

00:33:31: reinspringen, das wäre auch, das wäre aber Terror 6. Und wie ist das da oben? Ich war dann noch nie.

00:33:38: Ja hoch ist es auf jeden Fall, nein, aber der Ausblick ist fantastisch. Es passen nicht so viele

00:33:43: Gäste dort rein, aber in der Gruppe durften alle eben die Wolken mit hochkommen. Muss man sich da so

00:33:50: schräg hinstellen, weil es eine Pyramide ist? Nein, das wirkt von unten natürlich viel, viel

00:33:55: kleiner, als es tatsächlich ist. Also da passen schon, ich glaube 20 Leute. Von unten denke ich mal,

00:34:00: da passen vielleicht zwei, drei Leute, die noch stehen können. Nein, das ist schon ordentlich

00:34:05: groß gewesen und da kann man auch noch eine Etage höher gehen. Da wird es dann tatsächlich,

00:34:10: da passen dann nur ein paar Leute rein und das ist dann wirklich oben an der Bleistiftspitze

00:34:14: sozusagen und ja auch sehr schöner Ort. Ich finde, das Stand ist am selber direkt am

00:34:19: Burgerpark ist natürlich auch sensationell. Ja, wunderschön. Aber ich kann auch noch mal,

00:34:23: weil ich gerade über das Rathaus gesprochen habe, Leute, wenn ihr die Möglichkeit habt, geht ins

00:34:27: Bremer Rathaus. Es ist so schön, da drin die große Rathaus-Halle, wenn man Glück hat,

00:34:30: ein Blick in die Güldenkammer werfen kann. Das ist schön, diese ganze, diese knarrenden

00:34:35: Holzbohlen und so. Richtig schön. Wo ich noch nie drin war im Rathaus ist, es gibt ja wohl oben

00:34:41: im Dach oder in einem Türmchen gibt es wohl so eine Theke, eine runde Theke irgendwie. Der habe

00:34:47: ich schon mal irgendwie in einer Doku was drüber gesehen. Aber da war ich noch nie drin in den

00:34:50: Raum, da würde ich gerne mal rein. Und auf dem Balkon warst du auch schon? Da war ich tatsächlich

00:34:53: zweimal schon. Einmal tatsächlich als Werdermeister geworden ist 2004. Nein, du warst da? Ja, weil ich

00:35:00: die Fotos machen durfte für Bremen IV damals, für online und hatte eine Akkreditierung und war

00:35:06: dann tatsächlich, das war ein unfassbares Erlebnis natürlich. Wäre ich nie vergessen, bei der

00:35:12: Meisterfeier auf dem Rathaus-Balkon zu sein. Natürlich habe ich mich so ein bisschen zurückgehalten,

00:35:15: aber der Balkon gehört ja den Spielern. Aber ein paar Leute, die dann da eben auch für die

00:35:23: Berichterstattung was gemacht haben durften eben auch mit drauf und so. Und das war diese

00:35:26: grün-weißen Menschenmassen da und alle in Feierlaune und so, das war einfach unfassbar.

00:35:32: Ja, wenn alle gute Laune haben, also auch letztes Jahr zum Aufstieg auch der Zug, der durch Bremen

00:35:39: gezogen ist vom Rathausplatz bis zum Weserstadion sehr beeindruckend. Ja, auf jeden Fall.

00:35:46: Wenn da 10.000 Menschen sind, die alle richtig gute Laune haben und so weiter. Und man denkt

00:35:51: immer so, die Bremer sind eher so zurückhaltend, aber wenn man bei so einer Veranstaltung dabei ist,

00:35:55: dann hat man da wirklich eine Gänsehaut. Wirklich auch schon damals, ich weiß noch,

00:35:59: dann bevor es dann auf den Rathaus-Balkon ging, sind wir dann auch mitgelaufen mit dem Autokor

00:36:04: so dann so nebenher, also da auch vom Viertel dann dadurch, wo alles grün-weiß war und so,

00:36:09: das war unfassbar. Und das zweite Mal, dass ich rauf durfte, war beim One Nation Cup,

00:36:14: internationales Fußballturnier hier in Bremen, organisiert unter anderem von Uli Bade vom

00:36:18: Sportgarten und Marco Bode. Und die Siegermannschaft damals durfte auch auf dem Balkon feiern,

00:36:24: da durften wir auch auf, dass war auch ein schönes Erlebnis. Okay, also Hochzeit im Rathaus,

00:36:30: wie kommt man da, hört man da mit der Limousine vorgefahren oder muss man ein Stück zu Fuß laufen?

00:36:35: Ja, man geht selbst irgendwie dahin, also das ist schon, ich glaube wie man hinkommt,

00:36:38: ist einem selbst überlassen und geht dann da rein, in den Eingang da am neuen Rathaus,

00:36:45: der Teil beim Dom da schräg gegenüber. Genau, da geht es dann rein. Du hast vorhin gesagt,

00:36:50: den Weg zur Arbeit begegnet zu Menschen, das heißt du bist nicht mehr im Auto unterwegs,

00:36:54: sondern wie bewegst du dich? Teils, teils, also ich fahre Bahn, ich fahre Fahrrad und ich fahre

00:36:58: Auto, also ich nutze irgendwie gefühlt alles so. Wie bist du heute her? Heute bin ich bei dem

00:37:04: Wetter mit dem Auto gekommen, sonst wäre ich mit dem Fahrrad gefahren, aber mir war es dann doch

00:37:08: ein bisschen zu nass. Aber auch Friesenerz an, also auf jeden Fall immer richtig gekleidet hier so

00:37:13: in Bremen, ne? Genau, ich trage gerne meinen gelben Friesenerz. Südweste auf dem Kopf,

00:37:18: nee das noch nicht, aber Regenkleidung braucht man doch schon öfter hier. Du kennst sehr viele

00:37:24: Menschen in Bremen durch dein Beruf, aber auch privat. Was ist denn für dich typisch prämisch?

00:37:30: Typisch prämisch ist diese, vor allem diese Art, die ich sage mal wir hier haben, so dieses,

00:37:37: ich finde dieses hanseatische Understatement so, ich finde das immer an Beispielen ganz

00:37:43: gut festzumachen. Zum Beispiel, wo wir gerade bei Werder waren, ich weiß noch Thomas Schaaf,

00:37:47: der auch mal diese typische Art so verkörpert hat, finde ich. Ich weiß noch einmal, genau, da ist

00:37:52: er einmal kurz nach der Meisterschaft, ein Tag später oder so, war ein Fernsehteam bei ihm im

00:37:57: Weserstadion und da ist er Thomas Schaaf, der Meistertrainer, wie geht's ihn? Und er sagt so,

00:38:03: ja moin, das finde ich ihm, dieses typische prämische, weil das spiegelt das so wieder,

00:38:07: diese unaufgeregte Art hier in Bremen, das mag ich so gerne. Sich selbst nicht so wichtig

00:38:11: nehmen, über sich selbst lachen zu können, das finde ich auch immer wichtig finde,

00:38:14: jeder und jede sollte selbst ironisch sein, über sich selbst lachen können und ich finde,

00:38:18: das macht Bremen hier immer sehr gut, diese typische prämische Art. Oder auch beim aktuellen

00:38:22: Werder-Trainer, da habe ich in der Doku gesehen, da wurde Ole Werner bei seinem Antritt hier durch

00:38:28: Weserstadion geführt, man hat ihm so sein Büro gezeigt und er sagt nur, ja, kann ich mitarbeiten.

00:38:33: Ich meine, er kommt wahrscheinlich aus Holstein, aber das finde ich, das war so typisch prämisch

00:38:37: aus, so diese Antwort und das mag ich halt eben hier und ich finde, es gibt so viele nette Menschen,

00:38:42: ich finde auch, dass Bremen so weltoffen ist, das finde ich schön, das genieße ich total und

00:38:46: bin immer noch total gerne hier. Ja, also Bremen, eine bestimmte typische Art,

00:38:52: apropos Braunkohl oder Grünkohl, was sagst du? Ich glaube, mir rutscht manchmal noch ein Grünkohl

00:38:58: raus, eigentlich heißt es hier bei uns ja Braunkohl in Bremen, meine Eltern sagen Braunkohl,

00:39:01: ich pendle immerhin und her, also ich, ja, mir rutscht, glaube ich, öfter noch ein Grünkohl raus.

00:39:08: Aber du machst auch selber Kohlfahrten oder bist dabei vielmehr? Viel zu wenige bisher liegt

00:39:13: daran, dass ich oft am Wochenende auch Sendungen habe und beides geht dann schlecht. Ich habe

00:39:18: in meinem Leben, glaube ich, erst zwei, drei Kohlfahrten gemacht, einmal die kleinste Kohlfahrt

00:39:22: der Welt, die haben wir verlost bei Bremen 4, eine Hörer oder eine Hörerin. Mit Bollerwagen und

00:39:27: Bollerwagen natürlich mit Spielen, mit lauter Musik, obwohl wir nur zu zweit oder zu dritt waren,

00:39:31: glaube ich, dann waren wir in Langkendauer Höft unterwegs, mag ich auch sehr die Ecke,

00:39:36: Langkendauer Höft. Früher konnte man, glaube ich, auch noch gegenüber auf der anderen Seite die

00:39:40: blau-weißen Kräne von der AG Wesa sehen, genau, da war mit der kleinsten Kohlfahrt der Welt

00:39:45: unterwegs, Langkendauer Höft. Und mit den Jungs von Fettes Brot habe ich mal eine Kohlfahrt gemacht,

00:39:50: auch eine sehr kleine Kohlfahrt, einmal ums Funkhaus rum von Radio Bremen, weil die bei mir in der

00:39:54: Sendung zu Gast waren, das war zur Kohlfahrtzeit und habe gedacht, komm, wir machen nochmal eine

00:39:58: Kohlfahrt und haben dann zwischendurch ein bisschen T-Bottel weitwürfel gemacht. Ist es ein Boris König

00:40:02: geworden oder? Kohlkönig? Kohlkönig Boris. Ehrlich gesagt, ich weiß gern, wer gewonnen hat. Ich

00:40:09: weiß nur, dass die Brille von Björn Beton kaputt gegangen ist, leider. Ich habe mir so leid. Ja,

00:40:13: wir hatten T-Beutel-Weitwurf, da musste man den T-Beutel, dieses, diesen Zettel in den, in den

00:40:18: Zehen, mit den Zehen halten und dann den Kopf so rumreißen und dann den T-Beutel weit wegschmeißen

00:40:24: damit. Und dann ist die Brille weitergeflogen? Er hat sich schwungen genommen und ihm ist die Brille

00:40:27: vom Kopf geflogen. Das hat mir so leid, weil ich die überredet habe, komm, lass die Kohlfahrt machen,

00:40:31: laut ich mein, die fanden es auch gut. Aber nein, dann tat es mir so leid, weil dann auf einmal seine

00:40:35: Brille kaputt gegangen ist. Ich hoffe, er hat eine neue gefunden, schnell. Die kurioseste Kohlfahrt,

00:40:39: die ich gemacht habe, ich habe an der Bremer Uni hier studiert und zwar zu der Zeit, als die Mensa

00:40:45: mal abgebrannt ist, da gab es dieses Mensa-Zelt und das war denn, ich war die meiste Zeit in

00:40:51: diesem Märzwerkhochhaus von der Uni. Wenn es dann auf den Mensa-Planen Grünkohl gab, dann gab es eine

00:40:58: Kohlfahrt von ein paar Studenten, die dann vom Märzwerkhochhaus zum Mensa-Zelt gepilgert sind

00:41:05: mit einem kleinen Bollerwagen. Und weil das Essensangebot da ein bisschen reduziert war, gab es ja auch

00:41:10: noch ein paar Imbissbuchen auf der halben Strecke bis zum Mensa-Zelt. Und da war, das werde ich nicht

00:41:17: vergessen, das war auch, glaube ich, so typisch Bremer. Der hatte so diese Tradition so geliebt,

00:41:22: dass wir dann eine Kultur gemacht haben. Wir haben es zwar nicht mal eben gekauft,

00:41:25: er hat halt Pommes und Bratwurst verkauft, aber der fand es so lustig, dass wir eine

00:41:29: Kohlfahrt gemacht haben, das ja aus seinem Kühlschrank und es war normalerweise nicht

00:41:33: im Standardprogramm seiner Bude mit dabei, er hat eine Flasche Korn gehabt und die hat er uns

00:41:37: in den Bollerwagen gelegt, weil er das so lustig fand. So haben wir natürlich nicht getrunken,

00:41:42: weil wir hatten noch nachmittags Vorlesung, aber es gab auf jeden Fall eine Kohlfahrt mit ein

00:41:46: bisschen Getränken auf den Weg zur Mensa und dann. Das haben bestimmt ganz viele den Gag gemacht,

00:41:51: wir studieren jetzt Kulturwissenschaften. Was war denn das letzte Konzert, was du besucht hast?

00:41:55: Alli Neumann, gerade letzte Woche war sie bei uns in der Bremen Vier Life Launch auf der

00:42:02: grünen Bude, dem Eventboot von Werder, was hier an der Verlängernden Schlachte, also ungefähr da,

00:42:06: wo die tiefer ist, wo der Osterdeich losgeht. Und da haben wir ein kleines, feines Konzert

00:42:12: gemacht mit Alli Neumann. Tickets konnte man nur gewinnen, 50 Stück. War eine sehr schöne

00:42:18: Atmosphäre, weil das so klein und intim war. Die Menschen standen direkt vor der Bühne,

00:42:25: man konnte hinterher noch mit Alli schnacken, sie hat noch Fragen beantwortet und so. Genau,

00:42:29: das war mein letztes Konzert. Und noch eine Frage zu deinen Lieblingsorten. Also jetzt fern ab

00:42:36: vom Beruf und vom Geocashen, wo es denn für dich so ein Ort, der vielleicht nicht zu intim ist,

00:42:43: weil wir wollen dir deine Rückzugsorte natürlich nicht wegnehmen, aber was ist denn so für dich

00:42:48: ein Geheimtipp, den jeder Bremer mal gesehen haben sollte? Hasenbühren. Hafen von Hasenbühren. Wir

00:42:54: hatten früher nämlich ein Boot, ein kleines Segelboot, meine Familie, und das lag in Hasenbühren

00:42:59: und von da sind wir immer losgefahren dann. Und da war ich halt als Kind ganz oft, da gibt es

00:43:04: noch ein kleines Wältchen daneben bei, viel Grün. Und da habe ich auch viel Zeit verbracht,

00:43:10: habe dann immer da in diesem Wältchen rumgespielt und so, da ist auch viel Natur. Man kann auf

00:43:15: die Weser gucken, kann Schiffe sehen, die vorbeifahren. Hat viel Grün, viele Wiesen da und so.

00:43:20: Aber du hattest auch ein Boot, habe ich jetzt gerade, das richtig verstanden? Also meine Eltern

00:43:24: hatten das, also wir in der Familie hatten früher ein Segelboot. Das heißt, ihr seid hier auch die

00:43:28: Weser rauf und runter geschlippert? Ja, genau, meistens übers Wochenende irgendwo hingesegelt,

00:43:33: keine Ahnung, nach Wangeroge oder Helgoland oder so. Dann war meistens die erste Station,

00:43:38: war dann von Hasenbühren nach Bremerhaven. Dann da immer angelegt, damals auch an der Geste,

00:43:45: da konnte man mit dem Sportboot noch anlegen. Da gab es immer so ein Restaurant Lerke,

00:43:49: das wurde wirklich vor ein paar Jahren abgerissen. Das war auch eine sehr schöne Ecke da. Und bei

00:43:55: der Kennen die Brücke da, beim Tonnenhof gegenüber. Und dann meistens ja von Bremerhaven,

00:44:00: dann raus auf die Nordsee oder hier an der Weser nach Roten Kirchen oder so. Da habe ich gerade

00:44:09: als Kind viel Zeit auf dem Boot und auf dem Wasser. Aber da hast du auch einen ganz anderen Blick

00:44:12: auf Bremen, wenn du die Weser lang fährst. Ja, man sieht vieles von der Flussseite aus. Die Häuser

00:44:21: in Bremen Nord zum Beispiel, die bis an die Weser rangehen und so, kriegt da noch mal einen anderen

00:44:27: Blick für, merkt auch so die Größe von Bremen dadurch nochmal so. Kann man so richtig nachfühlen,

00:44:32: weil man eben ja die Weser rauf und runter fährt und dann so praktisch einmal durchs

00:44:36: Stadtgebiet von Bremen sozusagen. Aber das machst du heute nicht mehr, habe ich das so rausgehört?

00:44:41: Leider nicht mehr. Ich würde gerne mal wieder viel mehr auf dem Wasser sein. Das vermisse ich

00:44:46: schon so ein bisschen. Ja, würde ich gerne mal wieder. Ist ein bisschen auch so ein Zeitproblem,

00:44:51: glaube ich. So ein Boot ist ja auch sehr intensiv, was so Pflege und Wartung angeht und sowas.

00:44:56: Ja, man muss ja auch noch einen Boot scheinen. Boot Führerschein muss man auch machen,

00:44:59: genau. Den habe ich auch leider nie gemacht. Ich wüsste glaube ich doch ungefähr, wie man das so

00:45:04: bewegt, weil ich ja früher immer mit meinem Vater dann auch viel mit gesegelt bin. Aber das ist auch

00:45:10: nochmal so ein Ziel, dass ich mal wieder gerne öfter aufs Wasser möchte. Dann würde ich vorschlagen,

00:45:16: denn bemühen wir uns mal um einen Boot Führerschein und dann sprechen wir einfach in zwei Jahren

00:45:21: nochmal wieder. Oder wie lange ist so eine Ausbildung? Ich weiß auch nicht genau,

00:45:24: dann kann ich mir ein bisschen Seemanns Garn noch erzählen. Seemanns Garn, dann würde ich aber

00:45:27: darum bitten, dass wir dann gemeinsam mit deinem Boot die Weser langschippern. Das wäre sicherlich

00:45:32: eine sehr interessante Podcast-Folge. Aber das war diese Folge auch. Ich möchte mich recht herzlich

00:45:37: bedanken für deine Zeitmalte und auch für die tollen Themen, die du uns mitgebracht hast.

00:45:41: Sehr gerne Olaf. Ganz vielen Dank für die Einladung. Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.

00:45:44: Ja, vielen Dank. Wir sind dann raus für heute. Das war der Bremen Podcast und wir hören uns

00:45:50: beim nächsten Mal. Tschüss!

00:45:51: Generelle Kultur-Tipps von Theater über Galerie bis hin zu Konzerten und Festivals findet ihr im

00:45:59: Veranstaltungskalender von Bremen.de. Interessierte Übernachtungsgäste können sich an unsere Bremen

00:46:05: Profis über bremen-turismus.de melden oder direkt anrufen unter 042 1 308 0010.

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